Es gab ein heftiges Novembergewitter. Dann hat es gestern ungewöhnlich viel geregnet. Am Museum in Gimhae.
Erst waren die Temperaturen winterlich, 50cm Schnee im nordöstlichen Bergland. Nun ist wieder eine milde Periode dran.
Ein Hinterhof:

Das Grün schwindet:

Neue Rekonstruktionen beim Kaya-Projekt, Arbeit einer Woche:

November Gimhae
November 9, 2009 von surin2sayanGehört-Gesehen
November 8, 2009 von surin2sayanDie Beobachtungen Sayans in der Schule und drumherum werden immer detailierter. Letztens war wieder Prüfungsperiode. Das Ziel ist 100 Punkte in jedem Fach. Aber das schaffen die meisten nicht. Manche Eltern haben bei niedrigeren Ergebnissen eigene Erziehungsmethoden. Je nach Anzahl der fehlenden Punkte gibt es Schläge auf die Beine. Nicht bei allen, aber bei einigen wird auch mit den Nach-der-Schule-Schulen gedroht. Ist ein Fach zu schwach, geht es abends oder nachmittags in eine private Paukschule für ein oder zwei oder bis 5 Stunden. Fast alle besuchen jetzt in der fünften Klasse, also die 11jährigen, mindestens einen „Hagwon“-Unterricht.
Und eins muss ich doch jetzt festhalten. Ich weiss, dass der Begriff „Ausländer“ meistens keine Bewertung beinhaltet, aber Sayan hat gesagt, sie finde diese Bezeichnung, die sie oft in der Schule hört, schlimmer als eine Beleidigung.
Ich habe mich an der Schule über das Ergebnis eines Schülers gewundert, der bei mir nur neun von 100 Punkten im Multiple Choice-Verfahren erreicht hat. Meine Kollegin hat mich aufgeklärt, er ist beim Test, bei dem ich nicht dabei bin, eingeschlafen.
Noch eine Woche
November 5, 2009 von surin2sayanDann beginnt für den 12. Jahrgang der Oberschulen die Aufnahmeprüfung für die Universitäten. Den letzten Monat benutzen sie zum Selbststudium. Das heisst, sie lernen nach eigenen Schwerpunkten. Regulärer Unterricht findet nur zeitweise statt. Diese Schüler hatten letztes Jahr bei mir Deutschunterricht, heute war ich im obersten Stock, um mich bei ihnen umzusehen. Ein Schüler massiert gerade einen anderen, Stühle und Tische stehen in den Gängen:

Sie schlafen jetzt vielleicht drei bis vier Stunden, während eines Tages.
Durch Busan – Teil 4
November 3, 2009 von surin2sayanEs gibt also doch zwei japanische Festungen in Busanjin. Beide liegen recht nahe beieinander. Gestern Abend um 19 Uhr an der weiter östlich gelegenen Anlage:

Sie liegt in zwei Stufen im Zentrum der ehemaligen koreanischen Ummauerung, die einen viel größeren Umfang hatte. Diese ist fast völlig verschwunden, aber zwei Stadttore wurden wieder aufgebaut. Nun nahe der japanischen Mauern:

Und das zweite Tor:

Die japanischen Mauern sind gut am Winkel zu erkennen (siehe oben). Hier ein Beispiel in Japan:

Kumamoto-Castle Wikipedia
Hier eine Liste mit sogenannten Waesongs in Korea, japanische Befestigungen.
Durch Busan – Teil 3
November 2, 2009 von surin2sayanSo könnte postkoloniale Architektur in einer koreanischen Großstadt aussehen, vielleicht mehr mit eigenem Einschlag. Aber richtig, das ist Fassade, billig nachgeahmt. Und trotzdem bewirkt dieser Abklatsch mehr als ansonsten die Shoppingmeile „Independence Street“ in Nampodong bietet.

Richtig interessant wird es in den Hintergassen, ein ausgedienter Schuppen im Western-Stil:

Ein bewohnter, aber teils abgerissener Hinterhof:

An diesem japanischen Kolonialhaus muss man vorbei:

50 Meter weiter die neuesten Modeshops:

Durch Busan – Teil II
November 1, 2009 von surin2sayanAn der Spitze des Berges liegt die japanische Festung (1. Teil). Umgeben ist sie von einem Stadtviertel, das häufig als Kulisse für Filmaufnahmen dient, es sind die alten Wohnverhältnisse und Gassen:

Vor zwei Wochen habe ich die Gegenseite fotografiert:

Alte Häuser bedeutet oft noch Außentoilette, die braune Tür:

Oben am Berg sind viele Freizeitanlagen errichtet worden. Manchmal ist berücksichtigt, dass hier Grabanlagen vorhanden sind. Hier ein Grab in der Mitte des Spielplatzes.

Hier gibt es auch koreanische Schaukeln, für drei Kinder gleichzeitig:

Am Berghang eine Schule von 1905, australische Missionare haben sie gegründet:

Sie ist als Museum erhalten:

Der Haupteingang:

Streifzug durch Busan – Teil 1
Oktober 31, 2009 von surin2sayan
Wikipedia
Hier wollten wir eigentlich hin. Ein Teil der Busaner Festungsanlagen während des Imjinkrieges. Hier fanden die ersten Kampfhandlungen statt, nachdem 1592 das erste Kontingent der Japaner unter Konishi Yukinga gelandet war. Chong Pal war der koreanische Kommandeur der Busan Festung. Nur wenige Stunden konnten sie Widerstand leisten.

Auf koreanischer Seite passierten unglaubliche Dinge: Obwohl mit überlegenen Kampfschiffen ausgerüstet, hätte die koreanische Flotte dem Treiben ein Ende setzen können, denn die Japaner kamen fast nur mit Truppentransportern. Stattdessen liess der Befehlshabene Pak Hong am zweiten Tag der Invasion die eigene Kyongsang-Flotte des linken Flügels mit 50 starken Panzerschiffen selbst versenken. Sein Kollege des rechten Flügels bekam kaum zwei Tage später Panik und versenkte nun ebenfalls seine Flotte. Insgesamt fehlten jetzt 200 Schiffe. Der rechte Kyonsangflügel unter Won Kyun besaß damit nur noch vier. Der Weg für die 100 000 140 000 Mann starken japanischen Truppen war frei. Sieben Jahre Krieg hatten begonnen.
Genau an dieser ersten Kampfstätte erbauten die Japaner eine eigene Festung, die (hatte bisher keine Ahnung davon) immer noch existiert. Es ist die dritte in der Busaner Umgebung, die wir gefunden haben.

Das ist die oberste Stufe, und hier die gegenüberliegenden Seite:

Eine weitere Stufe im Wald:

Die typischen japanischen Kanten und Winkel der Anlagen aus dem Imjinkrieg:

Chong Pal wird in Busan an dieser Gedenkstätte verehrt:

Gleich neben dem Haupteingang steht der Gedenkstein:

Schiffskran
Oktober 28, 2009 von surin2sayanIngenieurstechnik ist schon manchmal beeindruckend. Hier wird gerade ein halbes Schiff durch den Hafen von Busan gefahren.
Blick von der Arbeitsstelle, heute am späten Nachmittag.
Und für die Fußballbegeisterten noch eine Randbemerkung. Der VfL Osnabrück hat nach dem HSV nun auch Dortmund aus dem Pokal geworfen. 3:2.
Gestern bin ich mal wieder die letzten Kilometer zu Fuß zur Schule gegangen. Am Fluß in Dongnae, im Wasser spiegelt sich die Umgebung. Schöner Kontrast.

Kaya Dachkonstruktion
Oktober 26, 2009 von surin2sayanMinod Moktan
Oktober 25, 2009 von surin2sayanIm September habe ich noch über das neue Restaurant Rainbow in Busan berichtet. Auch über die Fernsehteams am selben Tag. Vom Immigranten-TV war Minod Moktan angereist. Jetzt wurde er abgeschoben, nach 17 Jahren in Korea und ohne legalen Aufenthaltsstatus zur Zeit. Er stammt aus Nepal.
Jedes Industrieland braucht Arbeitskräfte, die holt man sich aus dem Ausland, weil viele Arbeiten nicht mehr von den Einheimischen erledigt werden und natürlich um Kosten niedrig zu halten, wenn die Löhne steigen. Aber die Menschen, die kommen, haben Pläne, Perspektiven und bleiben manchmal ohne legale Aufenthaltsgenehmigung. Moktan war zuletzt aktiv in der Einwanderungspolitik, auch Politikern bekannt und Mitglied einer Musikband.
Allerdings: In seinem Fall gibt es ein Problem, laut Presseberichten war er nur mit einem Touristenvisum eingereist. Und da hat dann fast jeder Staat Schwierigkeiten, damit freizügig umzugehen.
Update: Zufällig entdeckt, ein Büro in Gimhae gegen die Razzien auf der Suche nach illegalen Einwanderern. Eine Kampagne, die auch von Moktan getragen wurde:





