Tja, wir haben die Hausverwaltung für ein Jahr in unserer Hand. Das heißt, SJ muss sich mit den sieben anderen Parteien absprechen. Letztens ist das Dach weg geflogen, besser: die Ölpappe, die immerhin 20 Jahre gehalten hat und dem Betondach aufliegt. Handwerker werden gerufen, manche nehmen das in Augenschein und machen ihre Kommentare, allerdings erst der Dritte hat die Fläche gemessen. Und der bekam unser Vertrauen. Sein Material, eine Kunststoff-Aluminium-Variante, die wie Dachziegel aussieht. Die Nachbarn waren dagegen.
Nun haben wir einen weiteren interessanten Betrieb gefunden, nicht leicht, der eine Stein beschichtete Stahlvariante anbietet, entwickelt in Neuseeland. Mal sehen, was die anderen Parteien diesmal sagen. In Deutschland mag man sich über unzuverlässige Handwerker beklagen, aber hier ist das Handwerk nicht groß angesehen. Fast wundert man sich, dass es doch verantwortliche Berufsvertreter gibt, man muss sie allerdings suchen.
Moderne Dachziegel
Mai 29, 2012Deutsches Maifest in Busan
Mai 26, 2012Organisiert von den Universitäten und ihren deutschen Fakultäten. Hier beim Singen von Volksliedern. An der Marine Universität in Busan.
Zentrum deutscher Sprache, mein erster Arbeitgeber in der Stadt:

Die Kyungsung-Uni, mein jüngster Arbeitgeber:

Und das macht die Sache authentisch:

Eine Versteigerung:

Mai-Sportfest
Mai 25, 2012ohne Worte, oder – wir haben das erste Mal seit fünf Jahren die Eltern-Lehrer-Staffel mit der deutschen Abteilung gewonnen.
Archäologie geht U-Bahn in Busan – Suan Station 수안역
Mai 23, 2012Zeugen des Imjinkriegs 1592 – wahrscheinlich. Gefunden während des U-Bahnbaus der Linie 4 vor einigen Jahren. Fortsetzung folgt.
Es war am 25. Mai 1592 als die ersten japanischen Invasionstruppen auf die Festung Dongnae stießen, zuvor hatten sie schon den Hafen Busan eingenommen. Song Sang-hyeon, der koreanische Kommandeur, versammelte Soldaten, etwa 3000, und Zivilisten zur Verteidigung. Die Japaner positionierten sich an fünf verschiedenen Seiten entlang der Mauern. Der japanische General Konishi Yukinaga ließ ein Papier überreichen “Kämpft, wenn ihr es so haben möchtet, oder lasst uns weiterziehen”, auf dem Weg nach China. Das wurde von der koreanischen Seite abgelehnt. Danach begann der Angriff. Auf der Südseite der Mauer war ein Kanal vorgelagert, der zur Verteidigung diente. Dieser wurde beim U-Bahnbau entdeckt. Wie sich zeigte mit vielen Funden, die von kriegerischen Handlungen zeugten. Das ist nun in der U-Bahnstation dokumentiert.
Die unteren Eingänge erinnern an das nahe gelegene Südtor:

Ein Museum mit einem Modell von Dongnae:

Unten ist das Südtor zu sehen, davor der Graben:

Hinter einer Glasscheibe ist die Grabungsfläche der Archäologen, das Planum, rekonstruiert. Dort fanden sich Holzspieße und dazwischen Soldaten, Waffen, Helme, ganze Rüstungen.

Hier ein Kettenhemd:

Eine der historischen Darstellungen der Belagerung:

Koreanische Waffen:

Drei Schichten aus der Josun-Zeit:

An anderer Stelle ist auch die Schichtenfolge, kenntlich gemacht durch die Archäologen, das Stratum also, zu sehen.

Ein Helm:

Noch tiefer in der Station, historische Bilder von Busan:

Zwei Linien kennzeichnen den Verlauf des Grabens:

Ein Ausgang:

Geburtstag
Mai 21, 2012Morgenstille – (ohne Ironie)
Mai 19, 2012nur Wasser und Vögel, das war alles. Baenegol bei Ulsan.
Das Wasser ist ein Wildbach:

Die Sonne kommt allmählich ins Tal:

Manchmal gibt es im Fluß einen kleinen Naturstau:

Und dann kommen unsere Studenten:

Ein Wochenende im Gebirge mit Seminar:

Das war bereits am Morgen danach, in der Nacht zuvor hielten sie Vorträge:

Und um 24 Uhr wurde gegrillt:

Und ein Feuer gemacht, denn es war kalt hier oben:

Einmal im Jahr:

Und ja, keinen Kaffee zum Frühstück, es wird warm gegessen:

Donnerstag – Gewitter
Mai 18, 2012Blitz und Donner sind in Busan seltener als in Nordwestdeutschland. Die Schüler haben sich gefreut, klassisch: Erst ein Donnern, dann prompt der Gewitterschauer.
Backstage
Mai 17, 2012Neben Italienisch gehört Deutsch zu den wichtigsten Musiksprachen. Überproportional viele Koreaner studieren Musik. Also möchte ein gewisser Teil natürlich ins Heimatland deutscher Komponisten. Deshalb lernen sie Deutsch in Sprachkursen, nicht wenige habe ich bereits nach Deutschland verabschiedet. Nun brachte mir solch eine Verbindung einen Bühnenauftritt: Kafka vertont von Petr Eben. Die Pianistin Hae-Ok Kim gab ein Konzert mit der Busaner Erstaufführung dieser vertonten Briefe, ich sollte den Textpart sprechen, davon wollte sie sich inspirieren lassen. Eine ganz neue Erfahrung. Immerhin im Kulturzentrum Busans. Eine andere Musikerin sprach den gleichen Text auf Koreanisch. Hier hinter der Bühne nach dem Auftritt.
På stranden i Haeundae
Mai 12, 2012Die ersten Koreaner gehen im eiskalten Wasser baden. Die Norweger haben schon. Alle Nicht-Norweger wundern sich über den Umzug im Hintergrund. Die nordmenn feiern wieder ihren Grunnlovsdagen, den Nationalfeiertag also. Im Vordergrund üben sie noch schnell Parkour, bevor sie unterbrochen werden. Unzählige Paare sitzen am Strand, alles nicht gerade repräsentativ für Korea, aber für Haeundae an dieser Stelle.
Busan Nordhafen
Mai 12, 2012Es tut sich was an der Brücke nach Yeongdo.











