Archive for November 2011

Dok – mal anders

November 30, 2011
Dokk by Jens-Olaf
Dokk, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

In Busan, in der Nähe des Deutschen Hauses, gibt es ein koreanisches Restaurant. Sie haben ungewöhnliche Varianten bekannter Gerichte im Angebot. Darunter diese Variante von Dok, was ansonsten weiß ist, gestampfter Reis. Sie haben den Saft einer Frucht hinzugefügt, die das Gelb liefert

Englisch oder Mathe?

November 29, 2011
Englisch lernen by Jens-Olaf
Englisch lernen, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Es ist Englisch, ein Merkzettel wie er sich oft in Übungsbüchern der Oberschüler findet. Es ist bald wieder Examenszeit.

Ansonsten habe ich erneut eine kleine Umfrage gemacht. Diesmal die Internetnutzung der 17jährigen. Und erstaunlich: Reihenweise gehen viele nur am Wochenende online, und dann auch nicht lange, maximal ein bis zwei Stunden. In der Woche sind einige abstinent oder erlauben sich 30 Minuten am Tag. Mehr ist nicht drin oder es ist selbst auferlegte Disziplin. Ansonsten bleibt noch, dass sie vielleicht wenig Verwendung für das Internet haben, aber das ist Vermutung. Nur wenige betreiben einen Cyworldblog. Und einige haben auch gar kein Cyworld-Account. Das ist die noch beliebteste „social network“-Seite in Korea.

Signalturm in Gijang

November 28, 2011
Signal tower in Gijang by Jens-Olaf
Signal tower in Gijang, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

In der Josun-Zeit, also vor dem 19. Jahrhundert gab es ein Warnsystem, das vom Süden bis nach Seoul reichte. Mit zahlreichen Verzweigungen konnte eine Bedrohung in die Hauptstadt gemeldet werden. Durch Rauch-und Feuerzeichen wurden die Nachrichten über Signaltürme weitergeleitet. Nur im Ernstfall waren nicht alle besetzt. Das hatte was mit der niederen Rangstellung des Militärs zu tun. Der Turm in Gijang wurde im Frühsommer ausgegraben, nachdem er nur noch ein unscheinbarer Hügel war.

Der Blick geht auf die Buchten der Umgebung, Imrang und Ilgwang:
Signal tower in Gijang
Und Richtung Hinterland:
Signal tower in Gijang
Deutlich sind die freigelegten Mauerzüge erkennbar:
Signal tower in Gijang

Wald in Gijang

November 27, 2011

Forest in Gijang
Eine warme Luftmasse liegt über Busan. Dadurch kommt eine merkwürdige Mischung aus Winter- und Altweibersommer-Stimmung auf. Obwohl wir viel weiter südlich als Europa liegen, sieht es bereits um 2 Uhr nach Spätnachmittag aus.
Eine Bank für Wanderer:
Forest in Gijang
Und noch ein Herbstbild:
Forest in Gijang
Die Drei auf der Brücke:
Gijang

Medizintechnik

November 26, 2011
Medizintechnik by Jens-Olaf
Medizintechnik, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Gibt es noch ein zurück nach Hause? Schwiegermutter kann darüber nicht mehr selbst entscheiden. Sie hat nur einige kurze wache Momente am Tag. Das sollen jetzt die Angehörigen machen. Aber die meisten in der Familie haben Angst vor der Abnabelung von der medizinischen Versorgung im Krankenhaus. Vor allem der künstlichen Ernährung.
Nur, für die Hauspflege gibt es Unterstützung von mobilen Krankenschwestern und der Krankenversicherung, davon hatte das Krankenhaus nichts gesagt. Stattdessen ist Schwiegermutter von der „offenen“ Intensivstation in ein teures Einzelzimmer umgelegt worden. Stationsschwestern und Ärzte kamen nur zur äußersten Routine vorbei. Das war finanziell zu viel. Und dann gab es ein Fünfbettzimmer mit Schwerkranken und Familienangehörigen, die auch in der Klinik übernachten. Das Pflegepersonal macht sich dann schnell rar. Der Informationsfluss scheint zwischen Patientenfamilie und Ärzten nicht richtig zu laufen. Schwiegermutter ist jetzt in einem Dreibettzimmer alleine, ein Zimmer, das laut Krankenhausangaben eigentlich nicht existierte!?
Allein ist nicht ganz korrekt, ihre Kinder übernachten abwechselnd neben dem Krankenbett. Dafür gibt es diese Gestelle.

für Angehörige
Wenigstens die Aussicht stimmt. Nur der Heizlüfter war total verdreckt. Dass Schwiegermutter Anzeichen einer Lungenentzündung bekam und nun dagegen behandelt wird, verwundert mich nicht mehr. Das ist das Risiko Krankenhaus.
Krankenhaus

Schul-Zwischenstand

November 23, 2011
Busan by Jens-Olaf
Busan, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Etablierter Freundeskreis – Schulroutine. Nach einem Jahr Internationale Schule kann man sagen, dass Sayan und Surin dreisprachig sind. Sie wechseln, je nach Situation, zwischen Deutsch, Englisch und Koreanisch. Themen, die sich um die Schule drehen, werden dabei oft auf Englisch angesprochen. Und wie anzunehmen, manchmal fehlen einfach die deutschen Entsprechungen. Zu Hause liegen meist andere Themen an, auf Deutsch.

Jungangdong

November 22, 2011
Jungangdong by Jens-Olaf
Jungangdong, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

In unmittelbarer Umgebung des deutschen Konsulats wurden die Straßen neu gepflastert und neue Strommasten aufgerichtet. Unser Stadtviertel soll schöner werden, könnte man es nennen. Auffällig die bunten Wohngeschäftshäuser der schon etwas älteren Generation. Die Haupteingänge liegen weiter oben am Hang. Von dieser Straße abgewandt.

Schwiegermutter

November 20, 2011

Vier Stunden in Korea (das ich damals nicht kannte), und das Erste, was dann wirklich anders als in Deutschland war: die respektvolle Verbeugung vor der Schwiegermutter, die mich noch nie vorher gesehen hatte, nach der Ankunft im Flughafen Busan/Gimhae. Niederknien auf den Boden, was ich einmal geübt hatte. Das war 1993 und viele Familienmitglieder erwarteten uns zu Hause. Es wurde mir in dieser Familie leicht gemacht. Keiner erwartete, dass SJ tatsächlich heiraten würde. Alle waren überrascht von der deutsch-koreanischen Heirat.
Das ist lange her, und meine Schwiegermutter war damals nicht mehr jung, aber sehr fit noch. Zweimal war sie die ersten Wochen nach der Geburt ihrer Osnabrücker Enkelkinder in Deutschland. 2001 zum letzten Mal, Ankunft im Flughafen Schiphol in Amsterdam. Danach waren diese langen Reisen nicht mehr möglich.
Die letzten Wochen ging es ihr nicht gut, kürzlich musste sie im Krankenhaus bleiben, leider. Das ist ein Kompromiss, und das Einzelzimmer, das sie jetzt hat, heftig in der Familie diskutiert, vorher war sie auf der Intensivstation. Jetzt ist immer jemand von den Angehörigen vor Ort und übernachtet dort. Die Intensivstation war offen, mit einigen Patienten. Man konnte sie zweimal am Tag für 30 Minuten besuchen und sehen, was im Nebenbett los war. Und umgekehrt. Die Geräte modern, aber der Eindruck von schmuddeligen Ecken war da.
Auch was wir in einem Altersheim auf einer Erkundungstour gesehen haben, war nicht so überzeugend: Warum muss man mitansehen können, wenn älteren Menschen die Windeln gewechselt werden. Warum wird manchmal Banmal mit Älteren, also wie mit Kindern, gesprochen? Ist es der überfordernde Beruf? Ich weiß es nicht, und ich kann auch keine Vergleiche zu Deutschland ziehen, weil ich keine Vergleiche habe.
DSC08366
Und noch viele offene Fragen über das weitere Vorgehen:
DSC08367

Novemberregen

November 18, 2011
Novemberregen by Jens-Olaf
Novemberregen, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Die Spätherbststimmung hat sich eingestellt. Das Laub liegt am Boden. Der Himmel ist trübe. Eine geschlossene Wolkendecke bringt Dauerregen. Das Licht bleibt in der Dämmerung stecken. Doch etwas stimmt nicht. Mit dem Regen kommt die Wärme. Vorübergehend.

Novemberregen
Trübsal:
Novembertage

Abriss in Jungangdong

November 17, 2011
Abriss in Jungangdong by Jens-Olaf
Abriss in Jungangdong, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Ha, da wird sich kaum jemand daran erinnern, wie es vorher aussah. Es gibt so viel Belangloses aus den Spätsiebziegern und 80ern, nur die Parkplätze werden einige vermissen. Vielleicht gibt es neue. Wir werden sehen. Der Abriss läuft reibungslos, man bekommt kaum was mit, auch wenn man direkt daneben arbeitet.