Archive for Januar 2011

Imrang waeseong 임랑포왜성 林浪浦倭城

Januar 30, 2011

…“of which very little remains“, schreibt der Historiker Stephen Turnbull. Das sind so Angaben, die mich in diesem Fall der japanischen Festung in Imrang herausgefordert haben. Was heißt, sehr wenig sei übrig geblieben:
Imrang waeseong 임랑포왜성 林浪浦倭城 Imrang Waeseong
Meine Skizze nach einer ersten Begehung.
Richtung Nordwesten ein Zugang, der über einen Trockengraben führt:
임랑포왜성 林浪浦倭城
Die Gräben vor der ersten Bastion:
임랑포왜성 林浪浦倭城
Der typische Winkel der japanischen Mauerzüge:
임랑포왜성 林浪浦倭城
Die höchste Ebene:
임랑포왜성 林浪浦倭城
Ein kürzlich zurückliegender Waldbrand hat für Freiflächen gesorgt. Spätere Archäologen werden vielleicht das hier finden:
DSC04149
Zur Nordseite:
임랑포왜성 林浪浦倭城
Der Blick nach unten:
임랑포왜성 林浪浦倭城
Und die Küste entlang:
Imrang
Das Problem mit den Hinterlassenschaften: Sie sind zum großen Teil da, aber im Moment kaum sichtbar:
임랑포왜성 林浪浦倭城

6Uhr Takt -9°C

Januar 30, 2011

Mandu für unterwegs. An einer Garküche in Imrang:
Mandu
Die Passantin kommt wohl vom offenen Markt. Knochenarbeit. Mittags wird eingepackt:
Markt bei Imrang

6 Uhr Takt -5° C

Januar 28, 2011

Unglaublich, jeden Morgen dasselbe. Wettermäßig ist die Lage eingefroren. Keine Wechsel, nichts.

In Seosaengpo bei Ulsan waren zwei Sterntaucher am Strand, die zunächst keine Fluchtbewegungen machten. Später schwamm dieser Vogel wieder zurück ins Meer:
Sterntaucher
Im Winterkleid.

Obskure Orte

Januar 27, 2011

Ausfallstraßen, Landstraßen, dann zementierte Feldwege. Am Ende beginnen die sandigen Pfade in die Hügel oder Berge. Mitunter trifft man auf verlassene Gehöfte. Oder Orte, die man auf Anhieb nicht deuten kann. Wie dieser Container, normal. Aber die Flagge und der Schmuck am Boden schon nicht mehr.
Obskurer Ort
Daneben zurückgelassen oder einfach umgefallen, ein Wäscheständer. Vielleicht die Holzarbeiter.
Obskurer Ort
Zwei Schritte weiter ein Krater als Feuerstelle:
Obskurer Ort
Überall Sitzgruppen wie das Sofa im Hintergrund, und das steht oberhalb der Plastikhalde umrahmt von Kühlschränken:
Obskurer Ort
Recycling, hier am Waldrand?
Obskurer Ort
Warum dann die Kühlschränke liegend, alle:
Obskurer Ort
Die letzte Fuhre ist eine Weile her. Der Herbst hat seinen Abfall hinzugefügt.
Obskurer Ort
Ordnung muss sein:
Obskurer Ort
Dieser Koffer am Wegesrand gehört nicht mehr dazu:
Obskurer Ort

Seosaengpo Waeseong- 西生浦倭城 Teil 3

Januar 25, 2011

Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Während der ersten japanischen Invasion Koreas, 1592, wurden eine Reihe von Festungen in und um Busan errichtet. Kurz vor Ulsan enstand der zunächst nördlichste und östlichste Posten. Bei Seosaengpo. Im Jahr 1593 waren die meisten Strukturen fertig. Japanische Touristen besuchen diesen Ort, da dieser Festungstyp in seiner ursprünglichen Art erhalten ist. Hier gibt es sogar eine Informationsstelle, die oft mit Personal besetzt ist. Eine Koreanerin hat sich hier einen Namen gemacht, obwohl sie nicht zum Wissenschafts-Establishment gehört. Große Leistung, Japanisch kann sie natürlich auch. Zumal diese Burganlage nicht zu den Touristen-Favoriten der Koreaner zählt.
Gleichzeitig habe ich ein kleines Buch entdeckt, das zu diesem Thema auf Englisch erschienen ist.

Was fehlt sind leider die archäologischen Erkenntnisse der koreanischen Seite.
Aber eine interessante Wiedergabe einer alten japanischen Darstellung ist darin enthalten:

Vom Berg ziehen sich die Mauern bis zum Hafen, wo einige Felsen an der Küste mit einbegriffen sind. Dieser natürliche Schutz ist heute noch zu erkennen:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Daneben aber auch die Befestigung:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Japanische Geschichtsinteressierte müssen allerdings auch mit diesem Anblick rechnen, Abfall und verwahrlostes Gelände:
Seosaengpo   서생포
Immerhin handelt es sich hier um die vielleicht besterhaltenste Anlage der Japaner in Korea.
Bisher ungeklärt sind die vielen Steinritzungen. Viel Bedeutung wird ihnen allerdings nicht zugemessen.
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Laut Aussage der Führerin war dies ein Haupttor in der Anfangsphase, das einen offensiven Ausbruch ins Landesinnere ermöglichte. Als die Japaner ab 1593 mehr defensiv operieren mussten, wurde das Tor verschlossen.
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Trockengräben in den Fels gehauen umgeben die Schanzenstufen:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Erinnert etwas an die Holter Burg bei Bissendorf ^^, die ebenfalls Trockengräben besitzt:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Kein Witz:
Holter Burg
Eine der längsten erhaltenen Mauerzüge der Japaner:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Winterreste:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Und hier nochmal die Lage von den höheren Bastionen mit Blick zur Küste:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성

6 Uhr Takt -6°C

Januar 24, 2011

Das scheint wohl zur Standardtemperatur am Morgen zu werden.

Seosaengpo Waeseong 서생포 왜성 Teil2

Januar 22, 2011

Nur eine kurze Video-Vorschau mit Surin. Teil drei folgt später. Wir waren diesmal zusammen an der japanischen Festung aus dem Imjin-Krieg in Seosaengpo:

Kleine Erfolge

Januar 20, 2011

Drei Monate auf einer englischsprachigen Schule, und Surin und Sayan machen Riesenfortschritte in ihrer nun dritten Sprache. Schon etwas unheimlich, wenn englische Sätze im Alltag auftauchen. Nicht von Elternseite, sondern von den beiden. Schon einige Tests wurden absolviert, letztens in der 7. Klasse in Mathe:

Sayan hat da ein beachtliches Ergebnis erreicht. Auch in anderen Fächern. Wie sie selbst sagt, lernt sie viel/am schnellsten durch das Sprechen mit Schulfreunden.

Temperaturenabgleich

Januar 18, 2011

Jetzt hab‘ ich schon wieder in einer koreanischen Tasgeszeitung gelesen, dass Temperaturen unter 0°C in Busan selten seien. Woher kommt das? Das liegt wohl daran, dass sie immer die Tageshöchsttemperaturen meinen. Und die sind relativ zu sehen. Die Sonne scheint oft. Und wenn offiziell +5°C gemeldet werden, so bleibt doch alles auf dem Boden und im Schatten gefroren. In diesem Winter seit mindestens einem Monat:

Ab Mitte Dezember gab es nur wenige Tage komplett über Null. Eigentlich herrscht Dauerfrost. In Seoul gab es vorgestern Rekordkälte mit -18°C. Und die sind dort tatsächlich oft 10 Grad tiefer im Schnitt.

7 Uhr 30, Takt -13°C

Januar 16, 2011

Eisblumen an den Fenstern des unbeheizten Dachzimmers. Das ist bisher die tiefste Temperatur in diesem Winter.
7 Uhr 30 auf Dalmaji
Blick über Busan:
7 Uhr 30 -13°C