Archive for the ‘Geschichte und Archäologie’ Category

Nr. 29 Sacheon – japanische Festungen in Korea Teil 3

November 19, 2015

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Am Ende des Imjin-Krieges kam es im September 1598 zu einer Belagerung der japanischen Festung durch die alliierten chinesisch-koreanischen Streitkräfte. Zunächst erschien die Aktion erfolgreich, doch dann explodierte das Haupt-Munitionsdepot der Ming-Armee. Die japanischen Soldaten führten einen Ausfallangriff durch und in der Panik kamen tausende Alliierte um. Die Körper wurden später zu einem riesigen Hügel aufgehäuft, den die Koreaner später versetzen ließen. Für sie war er zu Nahe der Festung gelegen, und die Seelen konnten keine Ruhe finden, so war die Ansicht. Das ist das Massengrab heute:
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Mit etwas Abstand betrachtet:
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Nummer 29 – Japanische Festungen in Korea Teil 2

November 17, 2015

Das ist die Gesamtansicht der japanischen Festung in Sacheon, die 1598 von den alliierten chinesischen und koreanischen Truppen belagert wurde:

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Im Hintergrund die Berge im Südosten von Sacheon:
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Mauer, die vom Hauptturm aus das obere Areal schützt:
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Das Fundament des Turms:
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Die Bucht, die kontrolliert wurde:
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Und es gab einen Angriff von See durch die Koreaner unter General Yi Sun-shin:
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Nummer 29 – Japanische Festungen in Korea Teil 1

November 12, 2015

Fast ein halbes Jahrzehnt. Jetzt habe ich alle japanischen Festungen des Imjin-Krieges von 1592-1598, ihre Ruinen und Überbleibsel, gesehen. Nach den Quellen gibt es 29 in Korea, Sacheon war die letzte Burg für mich. Und es gibt dort etwas, was die anderen Festungen nicht haben, eine Rekonstruktion des Haupttores, sonst sieht man nur die Seitenmauern:
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Beschützt wurde das Tor durch diese Mauern und Schießscharten:
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Der Hauptturm, das Fundament, an der Spitze:
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Vier Stunden Seoul – Teil 1

April 12, 2015

Wegen einer Lehrerkonferenz musste ich am Donnerstag nach Seoul. Vier Stunden am Nachmittag, um sich im Zentrum etwas umzusehen. Besonders die Jeong-dong Gegend innerhalb der Stadtmauer, also westliches Zentrum. Ein Viertel mit Gebäuden um 1900. Vom Bahnhof erreicht man zuerst das Stadttor Sungnyemun, das in den letzten Jahren nach einem Brandanschlag restauriert wurde, dabei hat man die Seitenmauern wieder hinzugefügt.
Sungnyemun Seoul
Alte und neue Steine:
Sungnyemun Seoul
Der Tordurchgang:
Sungnyemun Seoul
Die Freundseite ist wie ein Wall gestaltet:
Sungnyemun Seoul
Seitenansicht:
Sungnyemun Seoul

Frühjahrsputz an der Gijang-Festung

April 4, 2015

Manchmal muss man Jahre warten, bis die Überbleibsel der japanischen Festung aus dem Imjin-Krieg wieder zum Vorschein kommen. Denn jedes Jahr ist der Pflanzenwuchs enorm und verdeckt schnell die Sicht auf die Mauern.
Jukseong-ri Waeseong
Besonders die Südseite war kaum sichtbar:
Jukseong-ri Waeseong
Freier Sonneneinfall freut die Frühjahrsgeophyten drumherum:
Frühjahrsgeophyten
Oben stand der Turm des Generals Kuroda Nagamasa:
Jukseong-ri Waeseong
Zwei Bauphasen nach 1593:
Jukseong-ri Waeseong
Die hatte ich noch nicht:
Frühjahrsblüher
Das benachbarte Dorf:
Jukseong-ri
Und die Reste der koreanischen Burg, quasi der Vorgänger:
Jukseong-ri
Auch hier:
Jukseong-ri

Rückblick

Januar 18, 2015

Heute Morgen klare Sicht bei 0°C
Haeundae Busan
Das Zentrum der Altstadt von Gijang, ein altes Gebäude wird wieder errichtet:
Gijang
Hier ein Link zu den Planungen.
Gijang
Ein paar historische Überbleibsel:
Gijang
Der Zustand vor vier Jahren:
Gijang old town
Ein Sonnenuntergang im Winter:
Gwangan Haeundae
Über dem Nordhafen:
Busan North Harbor
Zoomgrenze meiner Kamera, hinten rechts Hillstate:
Busan North Harbor

Namhae Waeseong 南海倭城 남해왜성

November 23, 2014

Die zweitwestlichste japanische Festung. Errichtet am Ende des Imjinkriegs, 1597. Hierin wurden Überlebene der japanischen Flottenniederlange bei Namhae evakuiert.
Im Internet gibt es kaum Fotonachweise über diese Festung. Und wieder einmal bekommt man von den Einheimischen nur ein paar vage Hinweise: Das seien ein paar Steine. Das Ergebnis, noch vorhandene Seitenmauer der Zentralanlage:
Namhae Waeseong
Im obersten Abschnitt wieder die Basis des Generalsturms:
Namhae Waeseong
Stellenweise in gutem Zustand:
Namhae Waeseong
Auch das Hauptor zeichnet sich noch deutlich ab:
Namhae Waeseong
Einfassmauern:
Namhae Waeseong
Im nördlichen Teil sind die Mauern sogar noch höher erhalten:
Namhae Waeseong
Meine Skizze nach der Erstbegehung:
Namhae Waeseong 남해왜성, 南海倭城

Festung Gyeongsang Jwasuyeong von 1652

Juli 1, 2014

In Suyeong in Busan laufen an der Festung von 1962 und ihren Resten archäologische Ausgrabungen. Und zwar genau an der Stelle, an der früher ein Tor mit Zwinger stand:
Gyeongsang Jwasuyeong. Die Stadt hat sich einfach über die Mauerreste hinweg ausgedehnt, so gibt es immer wieder deutliche Wellen in Haus-und Straßenabschnitten.
좌수영성지 rebuild 1652
Hier gut zu erkennen.
Von der Seite:
좌수영성지 rebuild 1652
Davor gab es wohl eine Abwasserrinne:
좌수영성지 rebuild 1652

마산왜성 Masan Waeseong

Mai 8, 2014

Westlich von Busan liegt die alte Hafenstadt Masan, heute offiziell Teil der zusammengelegten Stadt Changwon. In einem Park auf einem Hügel, der einst am Meer lag, befinden sich die Überreste einer weiteren japanischen Festung aus dem Imjinkrieg.
Gleich im Zentrum auf der Spitze die gut erhaltene Basis einer Bastion oder wahrscheinlich Teil des Generalturms.
마산왜성 Masan Waeseong
Statt des Turms nun eine Gedenkstätte des Widerstands:
마산왜성 Masan Waeseong
Die südliche Mauer der Festung:
마산왜성 Masan Waeseong
Eine mehrere Meter hohe Festungskante:
마산왜성 Masan Waeseong
Auf der Nordseite sind die Steine nicht mehr geordnet:
마산왜성 Masan Waeseong
Blick auf den Park:
마산왜성 Masan Waeseong
Und auf die Hafenbucht:
마산왜성 Masan Waeseong

Ebenfalls eine Unbekannte

Mai 5, 2014

Selbst mit dem koreanischen Stichwort für „Japanische Burg in Goseong“, 고성왜성, gibt es nur relativ wenige Fotoeinträge bei Google. Dabei sind viele der Mauern von 1597 aus dem Imjinkrieg noch vorhanden. Aber es ist ein Suchspiel, weil alles bebaut wurde. Wahrscheinlich städtebauchlicher Wildwuchs, der aber in früheren Jahrzehnten gang und gäbe war. Denn hier konnten selbst Leute mit wenig Geld ein Grundstück finden, oder es hatte erst gar keine klaren Besitzverhältnisse. Eine Skizze ohne Häuser.
Goseong Waeseong 고성왜성
Eine Bastionsecke im Hinterhof:
Goseong Waeseong 고성왜성
Oder ganz verdeckt:
Goseong Waeseong 고성왜성
Auch hier eine Bastion, aber bereits im Frühling ganz überwachsen:
Goseong Waeseong 고성왜성
Die längste freiliegende Mauer an einem Parkplatz:
Goseong Waeseong 고성왜성
Ganz versteckt diese Ecke:
Goseong Waeseong 고성왜성
Und hier haben sich wohl einige Stadtväter völlig vertan. Die koreanische Stadtmauer rekonstruiert an einer Stelle, die eigentlich zur japanischen Festung gehört, die Stadtmauer liegt etwa 200 Meter entfernt.
Goseong Waeseong 고성왜성
Für die Skizze war auch dieses bearbeitete Foto von panzercho hilfreich, Goseong 1935:a0105007_52fc39baa2917
Die westlich gelegene Festungsmauer ist ebenfalls vorhanden. Darauf verläuft ein kleiner Gehweg:
Goseong Waeseong 고성왜성