Archive for the ‘Geschichte und Archäologie’ Category

Fotofunde

August 19, 2018

Das habe ich auf Facebook kommentiert:
Der Journalismus filtert die Bilder, die wir sehen sollen oder können. Private Aufnahmen hatten nur selten eine Chance. So war es. Seit dem Internet ist das nicht mehr ganz so. Trotzdem wundere ich mich immer wieder, wie wenig die Chancen genutzt werden. Das ist hier wohl eine private Aufnahme. 1951, Kinder auf dem Weg über den zugefrorenen Han-Fluss. Die Brücken waren zerstört. Bisher scheinen das kaum mehr als 30 Personen angeklickt zu haben. Als Sinnbild für den Koreakrieg hat sich ein anderes Foto mit Kindern durchgesetzt. EIN einziges Foto, stellvertretend für Millionen. Dabei ist so viel noch zu entdecken. Dieses Bild ist seit 2011 online.
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Fotorecherche

Juli 14, 2018

Seit einigen Monaten versuche ich die Aufnahmeorte von historischen Fotos zu finden. Darunter war bis jetzt das Foto von zwei Hunden im Koreakrieg, auf einem Berg. Zuerst musste ich den Berg finden, dann das Haus, dann den Stein, worauf sie saßen.
Der Berg ist auf der Insel Geojedo im Süden Koreas,die UN-Truppen hatten dort einen Sender:
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Das Haus rechts mit dem Stein rechts an der Hauskante:
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Die Hunde auf dem Stein:
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Busan in den 50ern

April 12, 2018

Es gibt Fotos von Busan, die sind in Korea nicht bekannt. Besonders, das hier. Da, wo das Goethe Institut liegt:
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Das muss in den 50ern sein.
Studio5Graphics auf Flickr.
Besonders amerikanische Soldaten haben Fotos auch in Farbe gemacht. Ihre Enkel laden das jetzt hoch, ohne eine Ahnung, wo das war.

Fotorätsel in Busan 동삼1동 영도 gelöst

April 5, 2018

Seit Jahren verfolgt mich diese Aufnahme von 1952, aufgenommen im Koreakrieg von einem amerikanischen Soldaten, der längere Zeit in Busan stationiert war. Der Titel des Fotos: Seaside Village. Es könnte also überall in Korea gewesen sein. Nur das Gefühl sagte, dass es in Busan sein müsse:
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Seit wir auf Yeongdo wohnen, versuchte ich entsprechende Orte mit einer ähnlichen Küstenlinie zu finden. Nach einigen Irrtümern fiel mir wieder eine Publikation ein, die alte Karten von Yeongdo enthielt, diese hier war am besten:
Map of Yeongdo from 1875//embedr.flickr.com/assets/client-code.js
Der lange Küstenstreifen im Südosten.
Jetzt musste ich die ursprüngliche Position des Fotografen finden:
Yeongdo Dongsamdong//embedr.flickr.com/assets/client-code.js
Aber vieles ist verdeckt. Die Berge jetzt bewaldet, rechts das Land aufgefüllt. Viele Orte sehen so aus. Meine Hoffnung waren die Felsen oben am Berg:
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Hinter der heutigen Kosin-Universität. Nicht überzeugend genug.
Die kleinen sichtbaren Felsen im Original waren wichtiger. Und tatsächlich:
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Die anderen Details passen nun auch. Das zweite Haus im Original von links ist in den Umfassungsmauern wohl noch vorhanden:
Yeongdo Dongsamdong//embedr.flickr.com/assets/client-code.js
Auch der Minibach daneben existiert noch, hinter der Brücke mündet er in den Kanal:
Yeongdo Dongsamdong//embedr.flickr.com/assets/client-code.js
Jetzt war klar, das ist Dongsamdong auf Yeongdo. Und dann tauchte mit diesem Stichwort auch dieser Link auf: Busan History
Die Karte von 1950. Auch die kleinen Felsen im Meer sind vorhanden.
Fall für mich gelöst.

Nr. 29 Sacheon – japanische Festungen in Korea Teil 3

November 19, 2015

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Am Ende des Imjin-Krieges kam es im September 1598 zu einer Belagerung der japanischen Festung durch die alliierten chinesisch-koreanischen Streitkräfte. Zunächst erschien die Aktion erfolgreich, doch dann explodierte das Haupt-Munitionsdepot der Ming-Armee. Die japanischen Soldaten führten einen Ausfallangriff durch und in der Panik kamen tausende Alliierte um. Die Körper wurden später zu einem riesigen Hügel aufgehäuft, den die Koreaner später versetzen ließen. Für sie war er zu Nahe der Festung gelegen, und die Seelen konnten keine Ruhe finden, so war die Ansicht. Das ist das Massengrab heute:
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Mit etwas Abstand betrachtet:
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Nummer 29 – Japanische Festungen in Korea Teil 2

November 17, 2015

Das ist die Gesamtansicht der japanischen Festung in Sacheon, die 1598 von den alliierten chinesischen und koreanischen Truppen belagert wurde:

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Im Hintergrund die Berge im Südosten von Sacheon:
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Mauer, die vom Hauptturm aus das obere Areal schützt:
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Das Fundament des Turms:
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Die Bucht, die kontrolliert wurde:
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Und es gab einen Angriff von See durch die Koreaner unter General Yi Sun-shin:
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Eine Übersicht über die japanischen Festungen in Korea (2013)

Nummer 29 – Japanische Festungen in Korea Teil 1

November 12, 2015

Fast ein halbes Jahrzehnt. Jetzt habe ich alle japanischen Festungen des Imjin-Krieges von 1592-1598, ihre Ruinen und Überbleibsel, gesehen. Nach den Quellen gibt es 29 in Korea, Sacheon war die letzte Burg für mich. Und es gibt dort etwas, was die anderen Festungen nicht haben, eine Rekonstruktion des Haupttores, sonst sieht man nur die Seitenmauern:
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Beschützt wurde das Tor durch diese Mauern und Schießscharten:
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Der Hauptturm, das Fundament, an der Spitze:
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Vier Stunden Seoul – Teil 1

April 12, 2015

Wegen einer Lehrerkonferenz musste ich am Donnerstag nach Seoul. Vier Stunden am Nachmittag, um sich im Zentrum etwas umzusehen. Besonders die Jeong-dong Gegend innerhalb der Stadtmauer, also westliches Zentrum. Ein Viertel mit Gebäuden um 1900. Vom Bahnhof erreicht man zuerst das Stadttor Sungnyemun, das in den letzten Jahren nach einem Brandanschlag restauriert wurde, dabei hat man die Seitenmauern wieder hinzugefügt.
Sungnyemun Seoul
Alte und neue Steine:
Sungnyemun Seoul
Der Tordurchgang:
Sungnyemun Seoul
Die Freundseite ist wie ein Wall gestaltet:
Sungnyemun Seoul
Seitenansicht:
Sungnyemun Seoul

Frühjahrsputz an der Gijang-Festung

April 4, 2015

Manchmal muss man Jahre warten, bis die Überbleibsel der japanischen Festung aus dem Imjin-Krieg wieder zum Vorschein kommen. Denn jedes Jahr ist der Pflanzenwuchs enorm und verdeckt schnell die Sicht auf die Mauern.
Jukseong-ri Waeseong
Besonders die Südseite war kaum sichtbar:
Jukseong-ri Waeseong
Freier Sonneneinfall freut die Frühjahrsgeophyten drumherum:
Frühjahrsgeophyten
Oben stand der Turm des Generals Kuroda Nagamasa:
Jukseong-ri Waeseong
Zwei Bauphasen nach 1593:
Jukseong-ri Waeseong
Die hatte ich noch nicht:
Frühjahrsblüher
Das benachbarte Dorf:
Jukseong-ri
Und die Reste der koreanischen Burg, quasi der Vorgänger:
Jukseong-ri
Auch hier:
Jukseong-ri

Rückblick

Januar 18, 2015

Heute Morgen klare Sicht bei 0°C
Haeundae Busan
Das Zentrum der Altstadt von Gijang, ein altes Gebäude wird wieder errichtet:
Gijang
Hier ein Link zu den Planungen.
Gijang
Ein paar historische Überbleibsel:
Gijang
Der Zustand vor vier Jahren:
Gijang old town
Ein Sonnenuntergang im Winter:
Gwangan Haeundae
Über dem Nordhafen:
Busan North Harbor
Zoomgrenze meiner Kamera, hinten rechts Hillstate:
Busan North Harbor