Archive for September 2010

Alt-Gimhae

September 29, 2010

In diesen letzten Septembertagen musste ich am Morgen erstmals eine Jacke tragen. Sehr, sehr ungewöhnlich. Eigentlich sollte das erst Mitte Oktober stattfinden. Aber der erste Nachtfrost in den Bergen wurde schon verzeichnet.
Auf dem Weg zurück nach Hause gegen Mitternacht:
Alt-Gimhae
Das letzte Stück ist immer ein Fußweg vom Bus. Da kann man die Route auswählen:
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Vorher war ich noch in Busan, die Japanfähre am Abend:
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Spätsommer-Impressionen

September 24, 2010

Nachdem die Nachttemperaturen vorgestern ertmals auf 17°C gefallen sind macht sich die Spätsommerstimmung breit.
Frosch
Suin versucht die derzeitig aktiven Insekten einzufangen:
Ruderalpflanzen, Sukkzession
Den kommenden Herbst ahnt man an den nun sich gelb färbenden Reisfeldern:
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Und der besseren Luft:
Gebetskammern
Das sind hier übrigens Gebetskammern einer Kirche für regelmäßige Besucher.

Noch herrscht das Grün vor auf dem Berg:
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Der Pfad hinter der Siedlung:
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Noch drei Wochen

September 21, 2010

Über drei Jahre lang konnten wir an klaren Tagen das Meer sehen:
Delta Juli
Bald wohnen wir nur einen Fußweg entfernt. Ich mag diesen Ausblick, man kann ja wiederkommen. Gimhae hat was.
Und SJ hat schon wieder eine neue Arbeit, in Busan.

Architektur

September 19, 2010

Sie schützten, was durch Ansehen meist schon geschützt war; denn welcher Politiker wollte auf dem Grundstück einer Kathedrale ein Parkhaus bauen? Erst nachdem die Städte auf Kulturinseln geschrumpft sind und ringsum sich zunehmend die Monotonie des nur Zweckmäßigen ausbreitet, fragt man sich, ob diese Trennung zwischen dem Nützlichen und dem Angenehmen weiterhin zweckmäßig ist. Sind Städte des reinen Nutzens noch Wohnstätten? Psychisch meldet sich der Widerspruch, den die Zweckrationalität bereits erledigt hat. Und über Nacht hatte Hannover seine Straßenkunst, weil die Stadt täglich kunstloser wird. Mit Imagepflege und Pop-Art will man zurückgeben, was man dem Stadtimage fortgenommen hat. Erst,wenn nichts mehr übrig ist, weiß man, was man verloren hat. Die Öde macht bewußt, was plötzlich fehlt.

Aus: Keine Zukunft für unsere Vergangenheit?
Denkmalschutz und Stadtzerstörung, 1975
Heinrich Klotz, Roland Günter, Gottfried Kiesow

Oder man schafft sich die Vergangenheit neu. Das Kaya-Projekt:
Kaya Theme Park

Chuseok naht

September 15, 2010

Nächste Woche steht wieder das ultimative Familienfest in Korea an. Geschenke spielen fast eine Rolle wie bei uns zu Weihnachten.
Diesmal hat sich die Schule großzügig gezeigt. 20 Kilo Reis pro Lehrer. Jetzt habe ich ein Transportproblem.
Reis für die Lehrer
Der Hausmeister beim Kontrollieren der Ausgabeliste.

Sommer Fortsetzung

September 12, 2010

Tagsüber immer noch kaum kühler, oben auf dem Berg:
Gimhae
Nicht Kaffee, sondern Eis für den Hund:
Gimhae
Nach dem Taifun, Wasser aus allen Richtungen:
Gimhae

Neues aus Busan

September 9, 2010

Sj auf neuen Wegen. Sie gestaltet einmal wöchentlich einen Teil des Programms Morning Wave des Senders Busan e-FM 90, 5 MHz.
Es dreht sich dabei vor allem um aktuelle Kinofilme. Ihr erster Einsatz heute, hier. Etwa bei 1:34.00

Auf der Webseite die Moderatorin Petra.
Hier nach der Sendung.
e-FM 90.5 MHz

Taifun Malou

September 7, 2010

Der Dunst ist wieder weg.
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Hier entwickelt sich was. Es gab heute morgen eine Durchsage der Hausmeister: Die Außenfenster sollen überkreuz mit Klebeband gesichert werden. Der Schwerpunkt des Taifuns soll heute gegen 15 Uhr sein.
Der Taifun hat endlich einen kleinen Einbruch bei den Nachttemperaturen gebracht. Deutlich unter 25°. Sieht man an dem Knick der letzten Tage nach unten, obwohl es nun etwas wieder ansteigt. ;(

Vor der Unterschrift

September 5, 2010

Eigentlich sollte jetzt nichts mehr schiefgehen. Der Einzug in eine sogenannte Villa, die aber keine Villa ist, sondern ein Mehrfamilienhaus. Es hat zwar Apartmentstruktur, doch in unserem Fall eine Seltenheit:Zwei Stockwerke.
Oben im Haus erreicht man über eine gebogene Treppe das große Dachzimmer. Ganz oben auf Dalmaji. Es ist nicht weit von der Wohnung, deren Kauf letztens gescheitert war.
Teilansicht:
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Wohnzimmer mit Treppenaufgang:
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Vom Wohnzimmer Richtung Küche:
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Ein Pseudokamin, erinnert wegen des Details etwas an unsere Freunde in der Eifel, die haben aber einen echten Ofen. 😉
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Der Besitzer hat eigenen Geschmack und Eigeninitiative, er versucht die Wohnung immer instandzuhalten, nicht gerade das herausragende Kennzeichen des üblichen koreanischen Wohnens:
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Und er ist sogar mit dem Preis noch nach dem ersten Handeln runtergegangen.

Das schwierig aufzunehmende Dachzimmer:
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Drei kleine Badezimmer, da sollte man nicht meckern. Von den drei weiteren Zimmern erstmal keine Fotos.
Und was noch wichtig ist, die Förderung des Kaufs solcher großen Wohnungen gibt es nicht. Günstige Kredite gibt es nur für den Erwerb neuer Apartmentwohnungen in Hochhäusern unter 85 qm. Ein Grund, warum die Baufirmen immer wieder Schachtelwohnungen anbieten und Älteres verfällt, die Nachfrage wird in die Richtung gefördert. Renovierung, das findet erst in Ansätzen statt.

Deutsche Wurst

September 4, 2010

Eine Schülerin hatte mich auf den Speiseplan des Freitags hingewiesen. „Togil-Sausage“, also deutsche Wurst. Und tatsächlich bekamen sie so eine Art Krakauer:
"Deutsche Wurst"
Nur die Lehrer nicht. Reichte nur für ein Foto.

Heute hat unsere Vermieterin ihre Wohnung, in der wir bis Oktober wohnen, verkauft. Sie hat einen Riesenverlust und musste während unserer Zeit sogar höhere Steuern zahlen, sie hat sie nicht an uns durch erhöhte Miete weitergegeben. Jemand meinte, sie sei zu gutmütig für das Immobiliengeschäft. Der Abschied fällt beiden Seiten schwer. Wir hatten ein sehr gutes Mieter-Vermieterverhältnis, und sind sehr dankbar für ihre Unterstützung.

Merkwürdigerweise ist der Wert unserer gehobenen Siedlung in den letzten Jahren nicht gestiegen. Weiterhin ist für viele die Lage zu weit vom Zentrum entfernt, obwohl wir in Sichtweite davon leben. Für einige ist der leichte Anstieg zum Berg schon ein Hindernis. Auch wenn sie kaum zu Fuß gehen.