Archive for Juli 2008

Fortsetzung – Die Häuser Teil 12

Juli 30, 2008

Heute konnte ich das Alter der Häuser beim Bahnhof erfragen. Der hohe Ziegelsteinbau dürfte etwa 80 Jahre alt sein. Die niedrigeren Gewerbebauten sollen sogar 107 Jahre alt sein. Das mehrstöckige Gebäude scheint Fensterstürze zu besitzen, also könnte es ohne Betonkern errichtet worden sein. Am Eingang erkennt man auch die Steinfundamente, und sowas ist wirklich selten anzutreffen.
Alt-Busan II
Von innen sind die Wände weiß gestrichen, lediglich das Geländer deutet auf ein hohes Alter hin:
Alt-Busan

Update Freitag:
Hier ein Blick auf die Fenster. Siehe Kommentar.
Haus beim Bahnhof

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Sommermärchen

Juli 29, 2008

Schlange
Großes Rätsel im Wald von Gimhae: Wurde eine Ajumma durch diese Schlange in einen zeitungslesenden Bergzwerg verwandelt?
Zwerg
Beobachtet heute bei 30°C im Schatten. Vielleicht nur eine Einbildung.

„Sunny“ – Ein Film

Juli 28, 2008

Sunny
Das ist der zweite Kinofilm innerhalb kurz Zeit, der vor einem zeitgenössischen Hintergrund spielt. „Sunny“, hier der Trailer. Diesmal ist es nicht Nordkorea, sondern Vietnam, oder genauer, die koreanische Beteiligung am Vietnamkrieg bis 1973. Mehr als 300 000 Soldaten aus der Republik Korea waren dort im Laufe der Jahre stationiert. Etwa 4000 sind gefallen. Laut Statistik, die man im Internet findet, kamen auf einen getöteten Koreaner etwa 25 Vietkong-Soldaten.
Aber Kriegsszenen stehen nicht im Vordergrund der Filmhandlung. Eine Koreanerin sucht ihren Mann. Als einzige Chance nach Vietnam zu kommen, schließt sie sich mehr oder weniger freiwillig einer Band an, die später zur Unterhaltung der Truppen beiträgt. Wer die Szenen im Militärcamp übertrieben findet, der sollte hier mal nachschauen, altes Dokumentarmaterial, und da es sich weitgehend um propagandistische Nachrichten für Südkorea handelt, verhalten sich die gezeigten Soldaten wohl entsprechend gemäßigt in ihrer Begeisterung.
Hier ein Beispiel, Nachrichten in Südkorea aus den 60ern. (Funktioniert mit Internet Explorer).
Hier ein militärischer Überblick aus einer Übersicht über die amerikanischen Alliierten.

Während bei uns die Beteiligung Koreas am Vietnamkrieg völlig unbekannt ist, erinnert sich Soonjung an ihre Schulzeit. Sie sollten damals als Mädchen aufmunternde Briefe an die Soldaten an der Front schicken. Und tatsächlich bekamen einige persönliche Antworten.

Die Häuser Teil 12

Juli 26, 2008

Die Umgebung des Zentralbahnhofs in Busan hat noch auffällige Altbauviertel. Die Hauptstraße ist von modernen Hochhäusern gesäumt, unmittelbar dahinter gibt es noch Architektur-Relikte. Dieses Gebäude steht auf großen Steinquadern, die als Fundament dienen. Es könnte noch aus der Zeit stammen, in der ohne Betonkern gebaut wurde. Dann hätte das Haus echte Ziegelsteinwände.
Busan II
Gleiche Straße weiter einige Gewerbegebäude auch aus rotem Ziegel:
Busan III
Weitaus häufiger sind diese holzverkleideten Häuser:
Busan Architektur I

Besuch aus Bremen und die Seeigel

Juli 23, 2008

Bei längerem Aufenthalt in Korea bekommt man über kurz oder lang „ältere Brüder“. Das sind männliche Verwandte oder Freunde manchmal auch flüchtige Bekannte. Aber ein echter ist der eigene Schwager. Und der bietet gerne was Besonderes an, zumal wir Besuch aus Bremen hatten. Da mein Schwager mit seiner Frau ein Rohfischrestaurant führt, gibt es ab und zu auch Seeigel. Irgendwie hat das auch was mit Fertilität zu tun, die Eier des Seeigels sollen die beim Mann fördern. Aber egal, so sehen sie aus:
Seeigel
Und so soll er gegessen werden:

Natur im Hochsommer – Ein flüchtiger Überblick

Juli 22, 2008

Das sind Eindrücke der letzten zwei Wochen. Pflanzen, die jetzt im Hochsommer blühen, zum Beipiel oben innerhalb der Bergfestung von Gimhae:
Hochsommer
Auch im Juli färben sich einige Blätter, das hat aber nichts mit dem Herbst zu tun:
Juli 12 V
Auffällig viele Libellen sind unterwegs, hier mit beschädigtem Flügel:
Juli 12 II
Diese Art ist in großer Anzahl vertreten:
21.07
Mit den Niederschlägen und hohen Temperaturen wachsen die Pilze auf dem Totholz:
21.07 II
Oder hier an alten Zaunpfählen:
21.07 III
Auch Nacktschnecken bevorzugen das feuchte Wetter:
Juli 12 III Nacktschnecke
Steinmauern traditioneller Bauernhäuser, die noch mit Lehm verputzt werden, dienen einigen Wespenarten:
21.07. IV
Vor allem in solchen Dörfern:
20.07 Taifun did not arrive
Was fehlt, ist die Eule, die um Mitternacht über unseren Apartment-Häusern zu hören und später zu sehen war. Sie hat immer nur einen tiefen Ton von sich gegeben. Mit viel Glück bekomme ich noch eine
Audio-Aufnahme.

Großer Strandtag

Juli 22, 2008

Über das Wochenende war ein Taifun angesagt, aber auch dieses Jahr hat der Sturm seine Besuchsstour über die Philippinen, Taiwan, China über dem Gelben Meer vor Korea beendet. Stattdessen hatten wir merkwürdiges Wetter am Strand in Haeundae in Busan. Der Samstag war noch vergleichsweise ruhig, die großen Menschenmassen blieben aus. Gut für den Besuch aus Deutschland, ein Freund aus Bremen, der ansonsten Japan gut kennt und zum ersten Mal in Korea ist.
Dichte Nebelwolken ziehen über den Strand, Wolken streben in der Höhe in verschiedene Richtungen:
Haeundae Wetter
Von der Hitze ist an diesem Tag weniger zu spüren. Später steckt die Strandaufsicht Warnschilder ans Wasser. Keiner darf mehr in die Wellen, angeblich sind sie zu hoch und zu gefährlich. Tausende versuchen aber immer wieder meterweise in die Brandung zu gelangen, obwohl sie ständig zurück gepfiffen werden. Ein junger Ausländer diskutiert mit einem Aufseher, der aber nicht nachgibt. Dann wird der „Beach guard“ von ihm nass gespritzt. Beide argumentieren weiter und ziehen dabei, ohne es zu merken, immer tiefer ins Wasser, die Strandbesucher haben jetzt wenigstens ein kleines Schauspiel als Belustigung. Bis zum Abend arbeiten die Trillerpfeifen ohne Unterlass.
Hier hatten die Kinder noch Glück, sie konnten am Anfang noch spielen:
Haeundae Juli Samstag
Danach blieb für viele Koreaner nur noch eine Alternative als Strandbetätigung:
Haeundae Juli
Haeundae bietet auch jede Menge Shows im Sommer, aber hier waren wir enttäuscht. Eine afrikanische Truppe. Obwohl sie tänzerisch perfekt auftritt, liefert sie an diesem Tag ein eher seelenloses Programm ab. Normalerweiser schiebe ich dem Kommerz nicht alles zu, aber hier roch es verdammt nach Geld machen und dann weiter tingeln:
Haeundae Juli III

Aus der Schule

Juli 20, 2008



School game

Originally uploaded by Jens-Olaf

Die Kinder bringen oft neue Spiele aus der Schule mit. Diesmal benötigen sie die Trommel.

Freitag

Juli 19, 2008

Konzert
Schüler der Highschool haben die ausländischen Lehrer zu einem „Mini-Konzert“ eingeladen. Für die Auftritte (etwa 50 Minuten insgesamt) haben sie eine Woche lang geübt. Was früher wohl eher unwahrscheinlich war: Es gab auch Tanzeinlagen wie sie zur gängigen Popmusik gehören. Genauer zum Korea-Pop. Video kommt später.
Konzert III
Freitag war auch der erste Schultag, ohne Unterricht, für einen neuen Englischlehrer. Er stammt aus dem Bundesstaat New York, hat gerade sein Studium beendet, darunter Geschichte. Er ist damit der zweite Lehrer für das schriftliche Englisch, und er ist 21. Am Donnerstag erst war er in Seoul angekommen.
Für die letzte Stunde in einer englischen Konversationsklasse vor den Sommerferien sollten kleine Gruppen eine Produktrepräsentation anfertigen. Vorbereitung 30 Minuten. Die Schülerinnen waren mit ihrem Ergebnis am detailreichsten und haben sich viel Mühe gegeben.
Last school day

Update: Nachgeliefert eine kleine Szene aus dem Konzert mit der Begeisterung der Zuschauer, alles Schüler und Schülerinnen des ersten Jahrgangs der Highschool.

Zwei Eindrücke am vorletzten Schultag des Halbjahres

Juli 17, 2008

Nächste Woche geht es weiter an der Oberschule. Für die Schüler und für viele Lehrer. Obwohl dann Sommerferien sind. Das heißt, auch die Küche läuft weiter. Und hier arbeiten viele Studenten der benachbarten Unis. Im Sommer ein harter Job. Sie verteilen die Essen in die verschiedenen Etagen bis hin zur Klassentür. Oder bereiten das Ganze vor:
Men at work
In dieser Klasse habe ich den Tisch mit dem höchsten Bücherturm fotografiert. Da liegen etwa Eindrittel des Pensums im vorletzten Schuljahr. Ich wage zu behaupten, dass die Menge (wenn ich an die vielen Kopien neben den Büchern in deutschen Gymnasien denke) etwa gleich ist. Im Finale reicht der Bücherturm dann aber geschätzt bis zur Decke:
Die Bücher