Posts Tagged ‘Japan’

Nummer 29 – Japanische Festungen in Korea Teil 1

November 12, 2015

Fast ein halbes Jahrzehnt. Jetzt habe ich alle japanischen Festungen des Imjin-Krieges von 1592-1598, ihre Ruinen und Überbleibsel, gesehen. Nach den Quellen gibt es 29 in Korea, Sacheon war die letzte Burg für mich. Und es gibt dort etwas, was die anderen Festungen nicht haben, eine Rekonstruktion des Haupttores, sonst sieht man nur die Seitenmauern:
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Beschützt wurde das Tor durch diese Mauern und Schießscharten:
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Der Hauptturm, das Fundament, an der Spitze:
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Jukseongri Waeseong – Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성

März 14, 2013
Jukseongri Waeseong - Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성 by Jens-Olaf
Jukseongri Waeseong – Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Da ist er wieder, der Winterhimmel. Und die Temperaturen sind auch morgens deutlich unter 10°C. Weiter nördlich gab es Neuschnee.

Die Freilegung der Festung wird hier weitergehen:
Jukseongri Waeseong - Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성
Und weiter oben:
Jukseongri Waeseong - Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성
Weiter unten der Fluß:
Jukseongri   기장 죽성리

Vier Stunden Seoul

Oktober 18, 2011
Eisenbahnbrücke in Seoul by Jens-Olaf
Eisenbahnbrücke in Seoul, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Bericht später.

Fortsetzung
Vieles aus der Kolonialzeit (-1945) ist in Korea verschwunden, aber um einige wichtige Gebäude, die übrig geblieben sind, kümmert man sich jetzt gründlich. So mit der Restaurierung des alten Zentralbahnhofs von Seoul. 구서울역사; Hanja: 舊서울驛舍.
Alter Zentralbahnhof Seoul Das ist die große Eingangshalle, wo früher die Kartenschalter waren.
Bauelemente, die nicht mehr wieder verwendet werden konnten, sind nun in zwei Räumen ausgestellt.
Alter Zentralbahnhof Seoul, erbaut 1925.
Treppenhäuser spielen eine große Rolle im ehemaligen Verwaltungsbereich:
Alter Zentralbahnhof Seoul
Außenansicht von der Seite des neuen Bahnhofs:
Alter Zentralbahnhof Seoul
Und das ist ein Teil des neuen Gebäudes, in dem die KTX-Schnellzüge ankommen.
Bahnhof Seoul

Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)

Juli 19, 2011
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城) by Jens-Olaf
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城), a photo by Jens-Olaf on Flickr.

In der südlichen Chollaprovinz liegt auch die westlichste Festung der Japaner aus dem Imjinkrieg. Sie wurde erst spät errichtet, im Dezember 1597 mit dem Bau begonnen. Schon im nächsten Jahr wurde sie von den Alliierten Chinesen und Koreanern sowohl von See als auch von der Landseite angegriffen. Es heißt, taktische Fehler bei den Alliierten, zum Teil blieben chinesische Kriegsschiffe bei Ebbe liegen, rettete die Festung unter hohen Verlusten auf beiden Seiten. Nur wenig später zogen die Japaner ganz aus Korea ab.
Hier die Steinbasis für das Donjon des Generals.

Eine Informationstafel nennt sie Tenshu Base:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Tja , von oben sieht man das zugeschüttete Wattenmeer:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Die Landseite ist noch authentisch:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Das sind Teile der oberen drei Stufen:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Die durch große Tore gesichert wurden:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Die landwärts gerichtete Seite wurde auch durch Wasser geschützt, oben ein weiteres Tor:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Das genaueste Dokument über die Schlacht:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Das sind noch nicht mal die längsten Mauerzüge, eine Stufe tiefer ist aber überwachsen:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
The siege of Suncheon, Korea 1598, ein informativer Post mit guten Googlekarten.
Die Mauern der dritten Stufe:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)

Und noch eine Festung 성북왜성 Gadeokdo waeseong(?)

April 20, 2011

Gadeokdo Waeseong
Nachtrag vom Sonntag. Angeblich liegen zwei japanische Burgen des 16. Jahrhunderts gegenüber und bewachen eine schmale Meeresenge. Ausserdem gehören sie zu einem Verbund, die sich gegenseitig unterstützten. Das war auch notwendig, denn die koreanische Flotte machte in der Gegend einige Angriffsversuche. Die mussten aber wegen mangelnder Landstreitkräfte abgebrochen werden.
Das Rätsel ist die zweite Waeseong. Sie sieht auch mehr wie eine koreanische Bergfestung aus. Allerdings in Ruinen. Die Umgebung bin ich in allen Richtungen abgelaufen, konnte aber keine weiteren Mauerzüge entdecken. Dann wäre sie tatsächlich die Gadeokdo Waeseong:
Gadeokdo Waeseong?
Die Mauerkrone ist ziemlich zerbröselt. Und sie verläuft rund!
Gadeokdo Waeseong?
Auf allen Seiten das gleiche Bild:
Gadeokdo Waeseong?
Auf der Mauer kann man entlang gehen:
Gadeokdo Waeseong?
Von hier hat man auch einen Blick auf Dadaepo in Busan und die geschützte Bucht unterhalb:
 가덕도 Gadeokdo
Die vielleicht irgendwann zugeschüttet wird, noch mehr Wattenmeer weniger:
눌차왜성 가덕도 訥次倭城
성북왜성

Update, die Karte hätte ich vorher gebrauchen können, die Waeseong oben auf dem Berg:

Quelle:
釜山~巨濟間連結接續道路
(天城~訥次) 建設工事(2區間)
代案設計區間文化財地表調査
報告書
2006. 09

Die Belagerung von Ulsan und das, was man noch sehen kann

April 9, 2011

Zwei Mal wurde sie belagert, die japanische Festung. 1597 gerade errichtet und noch nicht ganz fertig. Während der zweiten japanischen Invasion im Imjin-Krieg. Die alliierten Chinesen und Koreaner rücken vor: Über 10 000 Koreaner und über 40 000 chinesische Soldaten. Die Festung wird von etwa 10 000 Japanern gehalten. Es beginnt ein übles Abschlachten, auf beiden Seiten. Dann rücken die Alliierten fluchtartig ab. Monate später sind sie wieder da und das Ganze fängt von vorne an. Auch diesmal müssen die vereinten Koreaner und Chinesen abziehen. Ein Grund: die Verstärkungen der Japaner von See her und von den anderen Waeseongs um Busan und weiter westlich.

Wikipedia: The Siege of Ulsan
Nach diesem Bild dachte ich, die Festung wäre auf ebenem Gelände erichtet, aber sie ist einem Berg angepasst, der damals an der Mündung eines Flusses lag. Heute ist die Umgebung aufgefüllt. Das Flussufer zurückgedrängt.
"Ulsan Japanese Castle" 울산왜성 蔚山倭城
Die höchsten Mauerzüge:
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
Eine Gedenkstätte:
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
Ein Metallstück, Bronze, Überbleibsel?
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
Ansonsten ist das Gelände ein Park mit hohem Baumbestand:
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
Die oberste Festungsebene:
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
Und noch ein historisches Dokument:

Als Tafel:
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
panzercho hat genaue Karten mit den noch vorhandenen Mauerzügen und dem ursprünglichen Uferverlauf, direkt an der Festung.

Busan Waeseong 釜山倭城 부산왜성

März 26, 2011

Hatte gerade die Faxen dicke. Ich wollte das Scetchup-Programm von Google benutzen, womit man alles Mögliche als 3D-Modell darstellen kann. Aber als Anfänger dauert eine Computergrafik Ewigkeiten. Ich bin zu meiner alten Methode zurückgekehrt. Man nehme eine abfotografierte Karte aus dem Museum, vergrößert das Foto auf den Computerbildschirm in maximaler Größe. Legt ein Papier auf den Bildschirm und zeichnet die durchschimmernden Konturen ab. Danach bearbeite ich die Skizze mit Hand und einem Malprogramm und verfälsche das Ganze ebenfalls per Hand andeutungsweise dreidimensional. Ich hoffe, dass die japanische Festung in ihren Konturen nun ablesbar wird. In Wirklichkeit hat man an keiner Stelle den Überblick auf die Anlage. Sie ist bebaut oder mit Baumbestand versehen.
Busan Waeseong 釜山倭城 왜성
Ein paar Ungenauigkeiten auf den obersten Schanzen. Die sind in Wirklichkeit besser erkennbar.

Jama waeseong – die Unbekannte 자마왜성

Februar 5, 2011

Jama Waeseong - Ungcheon
Im Internet war nicht viel rauszufinden über diese japanische Festung in Jinhae. Nur ein Eintrag in einer koreanischen Karte markierte den genauen Ort. Er liegt in Jinhae. Genauer in Ungcheon, wo es drei Waeseongs der Japaner an der Küste gibt. Eins orientiert sich mehr am Hinterland. Gegen Norden folgt dann ein etwa 800 Meter Höhenzug. Auch mangels Fotos war nicht klar, wie viel noch sichtbar ist:
Jama waeseong
Oben rechts auf dem Kamm ziehen sich die Wehranlagen entlang.
Als erstes tauchen dann diese Mauern auf. Vor kurzem hat es hier gebrannt.
Jama waeseong
Original scheint das nicht zu sein, obwohl die Fundamente nicht provisorisch aussehen.
Ganz merkwürdig sind diese zwei Löcher:
Jama waeseong
Nach den bisherigen Beobachtungen müsste hier ein Tor gewesen sein:
Jama Waeseong
Völlig zugewachsen, aber die typische Festungskante ist ungefähr zu erkennen:
Jama waeseong
Das könnte ein uralter Weg nach Ungcheon im Tal sein:
DSC04279
Unten an der kleinen Brücke unser Auto:
DSC04263

Relikte des Imjin-Kriegs

Dezember 30, 2010

Richtung Norden, nach Ulsan, soll es die größten japanischen Festungen des Imjinkriegs geben. Bereits kurz nach der ersten Invasion der Japaner wurde die 서생포 왜성 Seosaengpo Waesong (Festung) errichtet. Zwei Jahre dauerten die Aufbauarbeiten 서생포 왜성

Und noch eine Aufnahme vor über 100 Jahren:

Quelle: panzercho

Das hier war der Abschluss zum Hafen hin. 200 Meter höher befinden sich auf einem Berg die zentralen Strukturen:
서생포 왜성
Ein günstiger Überblick auf die Meeresküste vor Ulsan.
Vom Berg runter verläuft eine lange Mauerverbindung bis zum Südtor:
서생포 왜성
Das Südtor liegt in ehemaliger Hafennähe, jetzt befindet es sich mitten in der älteren ländlichen Bebauung, sehr aussergewöhnlich für eine Waesong:
서생포 왜성
Eine Ecke mit vielen Hanoks:
Seosaengpo
Verfallene Viehställe auf der Festungsmauer:
서생포 왜성
Weiter oben wurde einiges für die Erhaltung getan. Hier eine Bastion:
서생포 왜성
Im Kernbereich der vielstufigen Anlage:
서생포 왜성
Seit jeher leben hier Fischer. Soweit ich das bei dem Kurzbesuch beurteilen kann, handelt es sich um eine Fußgängerbrücke im Ort:
서생포
Hier die Ausmaße der Festung auf dem Flyer, den man in der nahegelegenen Touristeninformation bekommt. Links oben die zentralen Bebauungen, nach rechts unten die weiteren Mauernzüge:

Bei den anderen Waesongs habe ich sowas noch nicht gesehen. Irgendwas ist in den Stein grafiert:
서생포 왜성
Mauern:
서생포 왜성

Ungcheon – eine japanische Festung

März 16, 2010

Ungcheon
Kurz nach der ersten großen Invasion im Imjin-Krieg erbaute die japanische Armee zahlreiche befestigte Stützpunkte. Ungcheon – 웅천왜성 – unter dem Heerführer Gato Giyomasa westlich von Busan in Jinhae gehört dazu. Im ersten Jahr 1592 war sie zum großen Teil schon fertig. Unmengen an Stein wurden bewegt.
Als Ausflugsziel scheint die Burg eher unbekannt zu sein.
Ungcheon
Mehrere Zwinger und Zickzack-Wege führen in das Zentrum auf dem Berg einer Halbinsel.
Ungcheon II
Hier unten ist bereits ein aufgefüllter Bereich für den neuen Hafen von Busan zu sehen:
Ungcheon V
Manche Mauerzüge führen direkt nach unten:
Ungcheon XII
An diesem Ort soll der erste katholische Gottesdienst in Korea stattgefunden haben:
Ungcheon VIII
Eine Übersicht über die Mauerzüge auf dem Berg (Namsan):

Aufgang:
웅천왜성 Ungcheon