Archive for Oktober 2007

Ende Oktober

Oktober 31, 2007

Eigentlich wollte ich als nächstes Naturfoto die Herbstverfärbung des Laubes zeigen und nun das hier am 31. Oktober.
Wiese im Oktober
Die noch recht milden Nachttemperaturen ermöglichen eine Blüte von verschiedenen Pflanzen. Das hat jemand ausgenutzt, um eine Wiese zu komponieren. Keine Wildwiese in diesem Fall.

Ausserdem, die Arbeiten am Wiederaufbau des Nordtores der Stadtmauer schreiten voran. Fotografieren darf man nicht, aber eine Lücke im Bauzaun ermöglichte heute diesen Einblick:
Stadttor - Der Wiederaufbau
Hier nochmal die Situation vor zwei Monaten nach Beendigung der Ausgrabungen:
Nordtor

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Die Häuser Teil 8

Oktober 30, 2007

Zweimal sind wir schon in Gimhae umgezogen seit dem Sommer. Andere wechseln ebenfalls Arbeit und Wohnung. Die Möbelwagen kommen und gehen in der Nachbarschaft. Busan soll von seinen über 4 Millionen Einwohnern auf 3,5 Millionen geschrumpft sein. Eine Millionen weniger, das ist nur die absolute Zahl, darunter gibt es natürlich auch Zuzüge und die Zahl der Abwanderer ist tatsächlich wohl noch höher. Sie gehen nach Seoul, aber auch in die Nachbarstädte wie Gimhae.

Zurück zu meiner Ausgangsfrage – Warum dominieren recht ähnliche Apartmenthochhäuser das Baugewerbe? Ein Teil der Antwort liegt in dem Vorrang des Funktionalen. Man weiß nicht, ob man am gleichen Ort länger bleibt. Die Bindung an die Stadt ist daher meiner Meinung nach nicht so stark wie zum Beispiel in Osnabrück. Als Folge redet die Öffentlichkeit auch weniger bei neuen Bauvorhaben mit. Wichtiger ist: Einkaufen, Schule, Behörden, die möglichst nah sein sollen.

Photo unten: Wohnen in zweistöckigen Häusern der 80er mit Flachdach und das Übliche beim Neubau:
Gimhae - Zwei Archtiekturen

Gimhae und das Nordtor und die Stadtmauer 김해읍성

Oktober 28, 2007

Am Sonntag waren Geschichtsstudenten von der Inje Universität unterwegs. Fiel mir gleich auf an ihrem merkwürdigen Verhalten und ihren Unterlagen. Wie sich herausstellte, sind sie auf der Suche nach den Orten der Stadttore. Das Nordtor wurde bereits wieder entdeckt, ausgegraben so weit vorhanden, und wird gerade wieder aufgebaut. Die anderen Stellen bleiben vorerst Fragezeichen. Aber wie der Zufall will, sie haben die gleiche Theorie für den Standort des Südtors. Auf einer Skizze ist der mögliche Mauerverlauf in zwei Varianten mit den Öffnungen eingetragen:
Alt Gimhae Nordtor Karte
Nach kurzer Diskussion habe ich glatt eine Kopie der wichtigsten historischen Karte mitbekommen, die Gimhae in alten Zeiten darstellt. (Vergleichbar wie Wenzel Hollar für Osnabrück und die Belagerungskarte der Schweden von 1633) Ein Ausschnitt vom Nordtor der Stadtmauer, etwa in der Mitte des Fotos:
Alt Gimhae Karte
Gimhae haben sie fast vollständig bearbeitet, bald folgen andere Orte im ehemaligen Gayareich.
Alt Gimhae Geschichtsstudenten

Update 27.02.2011
panzercho hat gestern einen umfangreichen Post zur Stadtmauer in Gimhae veröffentlicht. Darin auch eine aktuelle Karte, wahrscheinlich der Archäologen, über den den mutmaßlichen Verlauf:
http://panzercho.egloos.com/tb/10667878

Häuser auf der Stadtmauer 2008:
Auf der Stadtmauer 읍성
Ein weiterer noch erhaltener Abschnitt:
Stadtmauer - City wall Gimhae
Das Haus links steht auch auf der Mauer:
Stadtmauer Gimhae - 읍성
Häuser die mit der Stadtmauer verwachsen sind:
Stadtmauer Gimhae
Manchmal schwierig zu finden:
Stadtmauer Gimhae
Vor dem Osttor:
Stadtmauer Gimhae

Das Fotoset: Gimhae Stadtmauer 김해읍성

Durch die Altstadt

Oktober 28, 2007

Obwohl Gimhae überschaubar ist, habe ich noch lange nicht alle alten Winkel gesehen. Was auffällt, sind die vielen leerstehenden Altbauten. Wenn ich jetzt verlassen schreibe, muss das nicht zutreffen. Häufig lebt die älteste Generation in solchen Häusern, bis zum Ende. Dann bleibt alles liegen wie es war. Zum Beispiel dieses Haus kaum hundert Meter von Sayans Schule entfernt:
Alt Gimhae verlassenes Haus
Manche, die in solchen Vierteln wohnen beugen gern mit drastischen Maßnahmen gegen ungebetene Gäste vor:
Nicht über die Mauer
Ebenfalls Leerstand direkt an der Schulmauer:
Alt Gimhae verlassenes Haus II
Aber solange sie bewohnt sind, wird auch instand gehalten. Hier ein seltenes Beispiel für erhaltene Nebengebäude:
Alt Gimhae Haus
Ein nicht mehr benötigter Stein zum Zerstampfen, liegt vor dem Eingang:
Alt Gimhae Haus II

Vor dem Sonnenuntergang

Oktober 27, 2007

Die Sonnenuntergänge im Sommer waren allgemein nicht so überzeugend. Das ändert sich nun. Deshalb bin ich schnell 10 min einen Wanderpfad oberhalb unserer Wohnung den Berg hinauf. Obwohl wir schon 2 Monate hier wohnen, war ich an dieser Stelle das erste Mal. Lotte Castle, unser Häuserkomplex jetzt von der anderen Seite fotografiert:
Lotte Castle von oben
Und der Sonnenuntergang natürlich auch, im Vordergrund eine der beliebtesten Herbstpflanzen in Korea, keine Blume, ein Gras. Aber es hat sich noch nicht geöffnet. Dann leuchtet es silbrig.
Lotte Castle von oben II

Herbstbeginn

Oktober 26, 2007

Auf diesem Foto nur zu erkennen durch die braungefärbten Reisfelder rechts. Vor anderthalb Wochen war die erste Nacht unter 10 °C. Aber deutlicher zeichnet sich jetzt die Laubfärbung ab. Meine Prognose: spätestens nächste Woche kann ich die entsprechenden Bilder liefern.
Grenze  Stadt und Landwirtschaft

Schreibübungen im Kindergarten

Oktober 25, 2007

Surin lernt im Kindergarten das koreanische Alphabet. Ab und zu machen sie dort kleine Tests im Schreiben, woran Surin nicht teilnehmen braucht. Allerdings holt sie dann ihr Heft heimlich hervor und macht doch mit. Zu Hause spielt sie das Ganze nochmal durch. Sie schreibt mir einen Namen auf und ich soll bewerten, ob es den gibt oder nicht. Danach beurteilt sie meine Bewertungen, die ich in den Klammern hinterlassen habe. Ob die falsch oder richtig sind.

Surins Testaufgabe

Imbiss am Markt

Oktober 23, 2007

Einige willkürliche Beispiele, was man auf dem Markt als kleine Gerichte bekommen kann

Was bei uns die Bratwurst oder die frittierten Fische auf dem Samstagsmarkt als Imbiss angeboten wird ist in Gimhae auch etwas, was bei uns berüchtigt ist; ähnlich der Schweinshaxe.
Schweinshaxe
Beliebt sind die aus Fisch bestehenden in Sud gekochten, teigartigen Gerichte an langen Stäbchen. In der Mitte mehrere große Krabbben. Die Gewürzsoße unten in einer Schale.
Die Suppe darf man mit Hilfe der Plastikschälchen trinken.
Fischkuchen
Und bei vielen eher nicht so beliebt, aber sehr traditionell, die koreanische Variante der Blutwurst.
DSC05887

Geburtstag

Oktober 21, 2007

Surins Geburtstag wird zusammen mit anderen im Kindergarten gefeiert. So eine Art Sammelgeburtstag. Zu Hause hat sie sich heute einen neuen Hanbok, die Nationaltracht, gewünscht. Dafür sind wir nach Busan in ein Einkaufszentrum mit unzähligen Einzelhändlern gefahren. Eine Tracht hat uns besonders gut gefallen. Die Farbwahl ist etwas außergewöhnlich, da sonst meist helle und poppige Farben gewählt werden:
Hanbok
In Gimhae mussten wir gleich den Neuerwerb bei Halmoni, der Großmutter, vorführen.
Hanbok II
Am späten Nachmittag kamen einige Nachbarskinder zu uns. Für sie und Surin hatten wir einen Kuchen aus Eis besorgt. Es sind übrigens 7 Kerzen drauf, so wird in Korea gerechnet, in Deutschland ist sie erst 6 Jahre alt geworden:
Hanbok III

Kindergarten Sportfest

Oktober 20, 2007

Nach der Grundschule hat nun auch der Kindergarten von Surin sein Herbstsportfest veranstaltet, mitten in Gimhae auf einer großen Rasenfläche in einem Park:
Sportfest WettrennenAber halt, so geht es nicht los, zuvor wird die Nationalhymne gesungen. Im Hintergrund die Kindergarteneltern:
Sportfest Fahne
Verschiedene Aufgaben werden gestellt, eine ist Tauziehen zwischen zwei Mannschaften:
Sportfest Seilziehen
Später sind die Eltern dran, sie müssen eine Erzieherin über ein Tuch der Länge nach befördern, so ähnlich geht es auch in den täglichen TV-Shows zu:

Eltern und Kinder tanzen nach den Vorgaben der Erzieherinnen, hinten links ein sehr engagierter Vater:

Hier Surin in der Mitte der Gruppe:
Sportfest Tanz
Am Ende steht noch ein Kulturprogramm an. Ausgestattet mit einem extra vorbereiteten Infoblatt sollen Eltern und Kinder den nebenan gelegenen Archäologiepark mit Gebäuden aus dem Kaya-Reich besuchen und einige Fragen auf einem Zettel beantworten.
Kulturprogramm