Archive for Juni 2010

Viertelfinale

Juni 29, 2010

Nachdem Südkorea ausgeschieden ist folgte prompt das Deutschlandspiel gegen England. Surin und Sayan wachten irgendwann um Mitternacht auf und verfolgten die Begegnung. Surin hat sich gleich darauf eingestellt und am nächsten Tag eine Fahne gemalt und eine Parole darunter gehängt. „Deutschland-Sieg“. Die Weltkarte ist mit Fähnchen versehen und diese mit Fäden verbunden. Wer verliert, verliert auch seine Flagge.
Togil
Ansonsten: Zwei Tage noch bis zum Abflug von Sayan.

Auf Augenhöhe

Juni 27, 2010

Das Erreichen des Achtelfinals bei der Fußball-WM war berechtigt: Mit der zweiten südamerikanischen Mannschaft war man nun auf gleichem Leistungsniveau. Schade, dass am Ende doch noch ein Treffer kassiert wurde.
Trotz Wind und Regen und aufgebrachter See waren viele nicht davon abzuhalten das Spiel am Strand in Haeundae zu sehen. Für mich eine Premiere dieser Art:
South Korea vs Uruguay 1:2
Südkorea – Uruguay, Endstand 1:2

Fußballer

Juni 24, 2010

Im Fremdsprachenunterricht gehört zu den Anfängerthemen das Vorstellen einer Person. Cha Du-Ri, der in Deutschland spielt, ist dafür ein gutes Beispiel. In Frankfurt geboren, sein berühmter Vater war dort lange Pofi, verbindet er einiges zwischen Deutschland und Korea. Er spricht Deutsch mit, wie ich meine, leicht hessischem Akzent. Man wird auch häufig von Schülern gefragt, ob man ihn kenne.
Das hier wird allmählich nun zu seiner WM:
Cha DuRi

Der lange Morgen

Juni 22, 2010

Update: Achtelfinale gegen Uruguay!
Diesmal haben wir auf das Public-Viewing verzichtet, denn die Kinder wollten unbedingt das Spiel mitverfolgen. Aus den einzelnen Apartments konnte man die Aufschreie mitverfolgen. Aber eins ist klar, die ältere Generation, die hier wohnt, ist gegenüber Fußball wesentlich reservierter als die Jüngeren unter 30. Die bevölkern die Plätze.

Mittwoch werden wohl einige Oberschüler den Unterricht kaum im wachen Zustand verfolgen können. Denn um 3:30 ist der Anpfiff des WM-Spiels Südkorea gegen Nigeria. Es geht um das Erreichen der Achtelfinale.
In der Schule haben die Lehrer sich schon gefragt, ob einige Schüler überhaupt schlafen werden. Wahrscheinlich nicht, denn für die meisten ist sowieso erst um 1 Uhr nachts Schluß.

Rückblende:
Das waren die beiden auf dem Weg nach Hannover, 2006, Das dritte WM-Vorrundenspiel, gegen die Schweiz.
Reds go together

Die Regenzeit beginnt

Juni 20, 2010

Jangma - Die Regenzeit beginnt
Das Barometer geht stetig nach oben, auch die Wolken sehen nach Regen aus. Die Temperaturen sind noch moderat. Nur die Nachttemperaturen werden bald wieder über 20 °C liegen. Der Klimawandel soll zu einem unregelmäßigen Verlauf der Regenzeit mit Unterbrechungen geführt haben. Mal sehen wie es diesmal wird.

Aufwärmen

Juni 17, 2010

Alte Geschichten werden hervorgekramt. Maradona hat angeblich nichts vergessen. 1986 trafen Südkorea und Argentinien aufeinander. Die beiden heutigen Trainer Huh und Maradona damals ebenfalls. Heute Abend in Korea, am Mittag in Europa, ist es wieder soweit.
Ein Fotodokument von der WM in Mexiko als Hauptaufmacher der JoongangIlbo.

3:1 gewann Argentinien vor 24 Jahren, die Südkoreaner waren ziemlich unprofessionell vorbereitet, zum Beispiel ohne Höhentraining. Diesmal haben die Koreaner sogar die Bälle im voraus auf die Flugeigenschaften in Meereshöhe und in 1900 Meter Höhe getestet. Mal sehen , ob es sich auszahlt.
Update:
Die Stimmung im Asiad-Stadion in Busan war wieder prächtig. Besonders die halbe Stunde nach dem Anschlusstreffer zum 1:2. Am Ende dann doch Enttäuschung, 1:4. Viele sehen weiter zu Hause Fußball, denn das Spiel Griechenland gegen Nigeria kann mit dem Ergebnis wichtig werden.
Hanguk

Zweimal Geschichte und der Ablasshandel

Juni 16, 2010

Surin und Sayan gehen auf eine koreanische Schule, allerdings sollen sie die Möglichkeit haben, später auch in Deutschland lernen oder studieren zu können. Eine Option. Und Sayan wird ab Juli über drei Monate dort verbringen.
Im Geschichtsunterricht bekommen sie natürlich die koreanische Version mit. Baekche, Shilla, Koryo und andere Reiche, die, in Deutschland danach gefragt, wahrscheinlich nur ein Achselzucken auslösen würden.
Deshalb haben wir gestern eine der Folgen der guten Dokumentationsserie „Die Deutschen“ gesehen. Folge: Martin Luther. Er prangerte die Geldsucht seiner Kirche an, den Ablasshandel, wo man nach christlicher Auffassung, seine Sünden abgleichen konnte, indem man spendete. Später spaltete sich die Kirche.
Sayan erwähnte dabei (wusste ich nicht), dass vor ihrer Schule ab und und zu irgendwelche Kirchenangehörige stehen, etwas vom „in den Himmel kommen“ reden, von Hölle und Sünde sprechen, natürlich machen sie ein Angebot: Mitglied werden und Beiträge zahlen. (Es könnte sich hier auch um eine der vielen evangelischen Kirchen handeln). Sie sollen sogar die Kinder dabei angefasst oder zumindest kurz festgehalten haben.
Zeit sich mal wieder in der Schule sehen zu lassen.

– Es gibt keine Kirchensteuer in Korea. Die Kirchen finanzieren sich selber.

Frömmigkeit ist ein schöner Begriff, nur bei der missionarischen Tätigkeit habe ich arge Probleme. Zu oft haben mich Passanten in ein freundliches Gespräch verwickelt, ich bemühe mein Koreanisch. Erzähle Einzelheiten über Familie und Kinder und irgendwann kommen sie dann auf den Punkt: Kirche. Ich fühle mich betrogen.

Dachgrün

Juni 15, 2010

Die Bäume sind scheinbar sich selber überlassen. Es geht ihnen nicht schlecht. Eine fortschrittliche Architektur-Idee, umgesetzt mit dem Beton der 70er oder 80er.
Unwahrscheinlich, dass das Gebäude Zukunft hat. Aber es ist das Auffälligste weit und breit in einem Stadtteil von Busan.
Haus

Es geht los

Juni 12, 2010

Korea-Hellas
Fußball öffentlich anschauen ist absolut familientauglich in Korea. Im Stadion kommt hinzu, dass die Zuschauer kaum über oder um die 30 sind. Babys inklusive. Wir waren im WM Stadion (2002) von Busan. Fast alle in rot.
Korea Hellas VIII
Am Ende heiser, und das Ergebnis erstaunlich souverän. 2:0, Korea gegen Griechenland.
Korea Hellas VI

Südafrika-Mexiko

Juni 11, 2010



Südafrika-Mexiko

Originally uploaded by Jens-Olaf

Ein Kanadier mit mexikanischen Wurzeln sieht das Eröffnungsspiel gegen Südafrika. Am Ende trennen die beiden Teams sich mit einem Unentschieden, 1:1.
In einer Bar in Gimhae. In der Mehrheit waren hier allerdings die südafrikanischen Englischlehrer.