Archive for Dezember 2009

Ski-Fortschritte

Dezember 30, 2009

Die dritte Skisaison in Korea hat begonnen. Im letzten Winter bewegten sich Surin und Sayan auf der Anfängerpiste. Diesmal haben wir die Strecke gewechselt und sind in Muju auf ein längeres Stück gegangen. Ein Tag reichte und sie konnten zur nächsten Schwierigkeitsstufe wechseln.

Vorgestern sind sie auf den Abfahrten rechts gefahren, Surin auf der äußeren Soyokghang-Strecke:
Surin Abfahrt
Nächste Stufe die Western- und Turbostrecken:
Muju Dezember III
Bedingungen: Unter -10°C am Morgen, leichter Wind, etwas pulvriger Neuschnee.
Muju Dezember IV
Von 1250m auf 800m. Oder von 1600m.
Muju Abfahrt II

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In den Bergen

Dezember 30, 2009

An den Provinzgrenzen hoch in den Bergen fanden wird dies:
Tirol in Korea
Vor zwei Jahren habe ich das nicht weiter beachtet, es sah von weitem wie das übliche Europa-Amerika-Zwitter-Imitat aus. Tirol in Korea.
Aber jetzt bin ich etwas vorsichtiger mit vorschneller Kritik.
Hotel Tirol im Muju Ski Resort
Erstens gibt es in Korea keine alte Skitradition, sie ist relativ neu und basiert auch nicht auf den Bergdörfern, die sich zu Skizentren wie in den Alpen entwickelt haben. Vielmehr sind es Großprojekte, die eher wie die französischen Mega-Planungen der vergangenen Jahrzehnte aussehen. Aber hier kommt etwas hinzu, der Architekt ist der Österreicher Karl Landauer. 1997 stand im Wirtschaftsblatt:

Dem Erfindungsreichtum der Koreaner sind offenbar keine Grenzen gesetzt – auch keine finanziellen. Alles soll den romantischen Klischeevorstellungen der Asiaten entsprechen. „Das ist das erste Tiroler Dorf, das in Stahlbau gebaut wird“, so Landauer. „Doch davon ist jetzt nichts mehr zu erkennen.“ Derzeit geben 65 westösterreichische Kunstmaler, Tischler, Stukkateure und Kunstschmiede den Gebäuden den letzten Schliff. Das Dach des Hotels wurde mit 4000 m2 Tiroler Lärchenschindeln von Tiroler Hand gedeckt. Auch der Innenausbau wird von Österreichern übernommen. Insgesamt haben 50 Firmen Aufträge im Gesamtwert von 200 Millionen Schilling erhalten.

Und was nicht zu unterschätzen ist. Karl Landauer:

„So etwas könnte in Europa nie entstehen“, sagt Landauer, der sich mit dem Megaprojekt einen Kindheitstraum verwirklicht. Jedoch sei die Kooperation mit den Koreanern nicht immer konfliktfrei: ,,Es sind vor allem die Unterschiede in der Mentalität, die schnell zu Mißverständnissen führen. Aber ich habe gelernt, behutsam mit der anderen Kultur umzugehen.“

Hotel Tirol

Also originaler als vermutet, die Malereien
Hotel Tirol III
Selbst das Holz der Innenvertäfelung ist ausgesucht:
Landauer Karl II
Der Architekt:
Landauer karl
Muju Ski Resort
Aus der Webseite Atelier Landauer, dort auch als – Hon. Prof. Landauer Karl
Chungnam National University / Korea
devision of achitecture:

Im Laufe seiner Karriere hat er sich als Spezialist für Hotelplanung und die damit einhergehende Innenarchitektur weit über die Grenzen Österreichs einen Namen gemacht. Das bislang gigantischste Projekt wurde in Südkorea realisiert. Mit diesem Muju-Resort am anderen Ende der Welt entstand die größte Ferienanlage des Landes. Sein von ihm konzipiertes Luxushotel mit 400 Betten im alpenländischen Stil, das Welcome Center mit einer 25 m hohen Empfangshalle und 22 Eincheckplätzen und eine shopping mall mit 31.000m² Geschäfts- und Gastrofläche im Stil einer alpenländischen Dorffassade ist eine außergewöhnliche Leistung und Herausforderung gewesen. Vereinbart war die Gesamtplanung, die gesamte Lieferung und die Montage mit österreichischen Handwerkern in einem Gesamtauftrag an die Atelier Landauer GmbH.

Ein Atelier

Dezember 26, 2009

Von Busan nach Miryang am ersten Weihnachtstag. In ein abgelegenes Tal, wo unser Künstlerfreund (Dominikanerkirche Osnabrück) zum Arbeiten umgezogen ist:
atelier
Das ist etwa ein halbe Stunde von Gimhae. Äusserlich eine Werkshalle, drinnen wird gemalt.
Atelier II
Die Grundstückspreise sind bei Busan zu hoch, hier weniger, dafür ist man auch richtig draussen, inklusive ohne Internet.

Ansonsten, ein Baum:
Baum
Oben am Berg in Gimhae. Dort sind die Dächer des Kaya-Geländes fast fertig eingedeckt.
Dächer

Anstelle Bescherung

Dezember 24, 2009

Die kam später. Heute war Komdo-Prüfung:
Komdo Prüfung
Die Ausrüstung wird angelegt:
Komdo II
Sayan im Duell mit einer Partnerin:
Komdo III
Surin in der abschliessenden Übung:
Komdo IV

Weihnachtsschmuck

Dezember 24, 2009

In der Stadt sind es vor allem die Lichterketten. Aber ein Busfahrer der Linie Gimhae-Busan macht es gleich richtig. Im letzten Jahr fuhr er eine Woche lang im Weihnachtsmannkostüm. Diesmal hat er zusätzlich seinen ganzen Bus dekoriert, von der Frontscheibe bis zu den Rücksitzen:
Weihnachtsschmuck
Ich habe jedenfalls noch nie klappernde Weihnachtskugeln in einem Pendlerbus gehört. Ein neues Nebengeräusch.
Wer es aber zynisch mit Weihnachten in Korea meint, ist bei Brian gut bedient:

Winter

Dezember 22, 2009



Winter

Originally uploaded by Jens-Olaf

Kommt der Schnee oder kommt er nicht? Das Wasser ist stellenweise gefroren. Selbst an den Hauptflüssen haben sich Eiszonen gebildet. Der Südosten ist eher trocken im Dezember. Warten wir ab.

Weihnachtsstimmung

Dezember 21, 2009

Man nimmt mit, was geht. Diesmal eine Weihnachtsfeier im Keramik-Museum bei Gimhae. Auf einem Dachfirst dürfen Kinder ihre Wünsche auf Ziegel eintragen. Surin ist dem gerne nachgekommen, hier:
Museum
Und sicherheitshalber auch hier:
Museum II
Sayan hat das Gleiche aber am Weihnachstbaum mit Keramiksternen versucht:
Weihnachtsbaum
Surin hat das Proben der Opernsänger gefallen:
Museum III

Es geht doch

Dezember 17, 2009

Das ist eine der schönsten Szenen, die man an der Oberschule beobachten kann. Schüler organisieren das große Hanurifest am Ende des Schuljahres. Jede Klasse liefert ihren Beitrag, oder es gibt verschiedene Gruppen: Tanz, Musik und andere Darstellungen. Diese Klasse plant einen Auftritt der deutschen Sprachabteilung:
Hanuri - to be organized
Die Lehrer spielen hier kaum eine Rolle.

Winterblumen

Dezember 15, 2009



Winterblumen

Originally uploaded by Jens-Olaf

Diese Blüten trotzen selbst dem eisigsten Wind. Der Boden ist zentimetertief gefroren. Einige Arten halten selbst dieses Wetter aus.

Das Regierungsprojekt der Umgestaltung der vier größten Flüsse in Korea hat begonnen. Alles soll grüner und sauberer werden. Die Kritiker sprechen von grünem Beton. Könnte sein, denn das erste was auffällt sind die Bagger (Zeitung), warum eigentlich? Aber das wollen wir demnächst genauer beobachten. Gimhae liegt am zweitgrößten Fluß Koreas, dem Nakdonggang. Das alte Delta mit dem Schilfgürtel ist sowieso schon Geschichte, bis auf einen Anstandsrest. Der ist immerhin noch sehenswert.

Einparkkünstler

Dezember 13, 2009

Parkkünstler
Was gibt’s denn da hinter der Hecke?
Einparkkünstler
Also, die gute Nachricht: Er stand gesund neben seinem Wagen. Die nicht so gute, es ist verkehrsberuhigt hier, und kurvenreich, die Bordsteinkante hoch und der Fußgängerweg für Fußgänger. Heute Morgen.