Archive for April 2010

김수로 (Kim-soo-ro) MBC-Drama

April 29, 2010

Jetzt ist es amtlich. Am 29. Mai beginnt die neue Historienstaffel über den Gaya-König Kim Soo-ro. Banner am Berg in Gimhae verkünden den Sendetermin:
MBC
Und beim städtischen Gaya-Festival machen sie Werbung dafür, hier der Hauptdarsteller:
김수로 (Kim-soo-ro)
Hancinema mit den Schauspielerdaten.
Darunter Ji Seong (지성), Seo Ji-hye (서지혜) und Bae Jong-ok (배종옥)
Die erste Gaya-Königin, angeblich aus Indien, hat nun ein neues Denkmal in Gimhae erhalten. Nur die indischen Gesichtszüge sind ihr dann wohl abhanden gekommen:
Gaya Queen
Heo Hwang-ok
허황옥(許黃玉, 33년 ~ 189년)
Das Filmplakat:

Die Öko-Überraschung

April 27, 2010

Das war im Juli 2006 in Gimhae, als wir noch in Osnabrück wohnten. Den Sommer haben wir in Korea verbracht. Ich hatte Skrupel unsere Kinder in dem Fluss, der die Stadt durchzieht, spielen zu lassen. Vielleicht war er doch zu verunreinigt:
Kinder im Fluss
Aber die Sorge war unberechtigt, wie sich jetzt zeigt. Nicht nur der kleine in Deutschland seltene Eisvogel lebt mitten in Gimhae, sondern auch die Artenvielfalt der Fische ist groß. Zum Gaya-Festival gibt es dazu ein Infozelt. Und der zuständige Mitarbeiter der Umweltbehörde hatte diese Fische erst drei Stunden zuvor aus dem Wasser geholt.
Der Fluss II
Unten sind am Aquarium nur ein paar der Fischarten dargestellt. Nur die im Becken.
Im Fluss
Eine Karte zeigt die Habitate von Amphibien, Reptilien, Vögeln und Fischen:
Ökologie

Internationales Stabhochsprung Meeting in Busan

April 25, 2010

Gerüchte besagen, dass der Busan Tower im Yongdusan-Park abgerissen werden soll. Das wäre mehr als schade. Gerade das Stabhochsprung-Meeting findet hier einen außergewöhnlichen Austragungsort.
Pole Vault XXIV
Es war übrigens der erste internationale Wettkampf im Zentrum der Stadt. Der Australier Lucas Blake war einer der Favoriten, wurde dann aber von einem Springer aus Thailand geschlagen.
Pole Vault XX
Hier bei einem Versuch:
Pole Vault XVIII
Die Zuschauer sitzen unmittelbar neben der Anlaufbahn, beliebt bei kleineren Sportwettkämpfen der letzten 20 Jahre.
Pole Vault V
Auch wenn es nicht viel Kenntnis dieser Sportart gibt, diese Veranstaltung hat Potential größer zu werden:
Pole Vault VIII
최윤희 4. 10m und Zweite
Nicht vergessen, nächstes Jahr sind die Weltmeisterschaften der Leichtathletik in Daegu, Südkorea.
Entscheidung
Der Koreaner wurde Zweiter hinter dem Thailänder. (Im Trikot Koreas vielleicht ein Trainer aus Polen, muss das mal recherchieren).
Der Sieger II
Der Sieger, Kreetha Sinthawacheewa aus Thailand.
Bei den Frauen die Dritte: Roslinda Samsu aus Malaysia, Asienmeisterin, mit 4.40m als Bestleistung. Dieses Jahr kämpft sie um die 4.25m, um an den Commonwealth-Spielen teilzunehmen.
Busan International Pole Vault Meeting 2010
2010부산국제장대높이뛰기경기대회

Dreharbeiten

April 24, 2010

Der Terminplan wurde eingehalten. Gimhaes neue Attraktion, der Gaya-Themenpark, ist gleichzeitig mit dem Beginn der Dreharbeiten fertig. MBC wird hier in den nächsten Monaten das lang angekündigte Gaya-Drama aufnehmen. Heute gab es erste Szenen rund um die Schmiedeöfen. Also die gespielte Zeit vor 600.
Dreharbeiten
Hier die Statisten:
Dreharbeiten III
Filmset:
Dreharbeiten V
Im historisch korrekteren Teil der Anlage diese Dächer. Wenn ich nur die Vorlage hätte:
Dreharbeiten IV

Mein Gimhae

April 22, 2010



Mein Gimhae

Originally uploaded by Jens-Olaf

Anderes Wetter, andere Sicht. Heute war wieder so ein Tag, an dem die gewohnte Umgebung ganz anders wirkt. Es war kühl, windig, mit Fernsicht. Alles scheint ganz nah, obwohl hier etwa 5-10 Kilometer vorliegen.

Mauer

Agenten und Spione

April 22, 2010

Vorlage für Literatur, aber leider auch Realität zwischen Nord- und Südkorea. Ein hochrangiger Dissident aus Nordkorea, laut Zeitungsberichten ehemals Nummer 24 in der Landeshierarchie und seit 1997 in Südkorea, wurde beinahe Opfer eines Mordanschlags in Seoul. Manche schreiben, er sei Architekt der sogenannten staatstragenden Juche-Ideologie gewesen. Ein Spezialkommando aus dem Norden, ein Duo, sollte ihn erledigen. Sie wurden festgenommen und verhört. Die Vorbereitungen liefen über Jahre. Die beiden folgten der Flüchtlingsstrecke der Nordkoreaner via Thailand. Getarnt als solche wollten sie in Südkorea Fuß fassen. Das flog nun nach der Ankunft auf.
Ein ehemaliger Agent der Nordkoreaner in Österreich fürchtet zur Zeit, ebenfalls Opfer eines Anschlags zu werden. Zwei Journalisten haben seine Biografie kürzlich veröffentlicht. Er ist vor über zehn Jahren ausgestiegen und lebte bis vor wenigen Monaten ein getarntes und unauffälliges Leben. Die Gefahr ist real.

Zur Zeit häufen sich auffällig die Meldungen aus dem Norden. Auch muss man die Untersuchungsergebnisse zum Untergang der Cheonan abwarten. Die Verdächtigungen richten sich allmählich gegen den Norden als Auslöser der Explosion. Aber bevor die südkoreanische Regierung in diese Richtung denken kann, wird sie die Ergebnisse der internationalen Expertengruppe abwarten.

Frühling Mitte April

April 20, 2010

Nun regt sich die Insektenwelt mit den ersten warmen Tagen:
April 20 IV
Und was sonst im Winter achtlos am Boden liegen blieb, wird nun von Käfern fleißig weggetragen. Das Teil hat sich auf dem Weg bewegt, etwa zwei bis drei waren darunter zugange:
April 20 III
Eher selten:
April 20 V
Eher häufig:
April 20 VI
Blütenblätter:
April 20 VII
Die Ameisen haben heute auch gleich losgelegt:
April 20 II

Moderner Tempel

April 18, 2010

Tempel III
Auch das gibt es. Ein moderner buddhistischer Tempel, es war so gewollt. Diese Hand ist ein Teil einer Skulptur, die später auf dem Hauptgebäude stehen soll, oben ist das Gestell zu sehen:
Tempel II
Die gepflanzten Bäume verlieren Blüten, die dann im Wasser landen.
Blüten
Die Kinder durften Tempelkuchen zubereiten:
Sayan
Und Surin:
Surin
Tempelsonntag:
Tempel
Wohngebäude mit anderer Architektur, auch wenn die Hauptstruktur aus Beton besteht.
Tempel V

Schnee im April

April 17, 2010


Man kann es im Foto kaum erkennen. Aber am Donnerstag lag eine Neuschneedecke bei Yangsan. Mittwoch gegen Mitternacht war ich mir nicht sicher, da kam was vom Himmel, verhielt sich aber nicht wie Regen. Am nächsten Tag war es tatsächlich weiß in den Bergen nördlich von Busan.

Geduldsprobe

April 15, 2010


Heute wurde das Heck der Cheonan gehoben. Neben der Suche nach den Vermissten, vier 25 wurden bereits im Wrack entdeckt, wird weiter Ursachenforschung betrieben.
Die Tendenz geht Richtung äußerer Einwirkung. Und dann stellen sich Fragen: Was, wer und warum?
Was mich wundert, ist, dass es solange dauert, die Veränderungen am Metall zu bewerten. Militärs wissen eigentlich, was für Wirkungen bestimmte Waffen auf welches Material haben.
Interessant: In Osnabrück wurde einmal der letzte in Europa vorhandene Siedekessel ausgestellt, aus Utrecht. Ein Vollstreckungsinstrument der Todesstrafe für Falschmünzer im Mittelalter. Angeblich haben napoleonische Truppen, im modernen Geist handelnd, darauf geballert. Die Einschusslöcher waren zu sehen.
Ein paar Bundeswehroffiziere sahen sich das an und meinten: kann nicht. Das Metall sehe anders aus, anders deformiert. Sie meinten, da hat nachträglich jemand der Legende per Hand nachgeholfen.
Also, warum ist es so schwierig, die Folgen eines Torpedotreffers zu verifizieren?
Der deutsche Wikipediaartikel sagt Folgendes zum Torpedo:

Bei Explosion direkt auf dem Ziel geht allerdings ein Teil des Explosionsdrucks in den Hohlraum des Schiffes verloren. Darum wurden Abstandszünder entwickelt oder der Sprengsatz von der Spitze weiter nach hinten im Torpedo verlegt. Durch die dann entstehende Druckwelle im unelastischen Wasser wird der Schaden an ungepanzerten Schiffen trotz des Abstandes erheblich größer.

Alternativ versucht man, Torpedos unter dem Boden des Zieles zu zünden. Dazu wurden Magnetzünder entwickelt, die auf die typischen Veränderungen des Erdmagnetfeldes reagieren, welche die Stahlmasse eines Schiffes verursacht. Wenn der Torpedo beim Unterlaufen des Schiffes explodiert, wird es zunächst durch die Druckwelle getroffen, dann verliert das Schiff durch die expandierende Gasblase an dieser Stelle den Auftrieb und bricht auseinander.

Das scheint für nichtgepanzerte Schiffe zuzutreffen, aber hier?

Update:
Die Marinesoldaten, die bei und nach der Explosion umgekommen sind, sollen offiziell als im Gefecht gefallen bezeichnet werden. Damit wird die Kategorie Angriff einbezogen. Nordkorea baut vor und behauptet, dass hier alles vom „Marionettenregime“ im Süden inszeniert sei. Die Südkoreanische Marine hat dagegen noch ganz andere Sorgen. Die Nachricht von der Explosion wurde nicht vorschriftsmäßig an die zuständigen Befehlshaber weitergegeben. Es dauerte 49 Minuten. Der verantwortliche Kommandeur hatte es angeblich vergessen. Das ist ziemlich unverzeilich an einer Grenze, wo der Norden einen Großteil Südkoreas ständig mit weitreichender Artillerie und Raketen im Visier hat. Der Norden lebt in seiner eigenen Phantasiewelt, muss sich seine eigene virtuelle Realität schaffen, um zu überleben. Im Süden zählt jeder Soldat, die Angehörigen waren stark an den Rettungsmaßnahmen beteiligt. Angehörige waren unter den ersten, die das gerade gehobene Heck untersuchten. Die Lebensgeschichten der überwiegend 20jährigen samt Familienhintergrund werden veröffentlicht. Von wegen der Einzelne zählt nicht. Der letzte Weg, eskortiert: