Archive for Dezember 2011

Tageskarte

Dezember 31, 2011
Tageskarte by Jens-Olaf
Tageskarte, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Könnte der Höhepunkt des Tages gewesen sein, der Kauf einer Tageskarte für den Bus. Jedenfalls ist das Busfahren wesentlich angenehmer in der niedersächsischen Provinz, nur auch teurer.

Anbau Felix-Nussbaum-Museum

Dezember 29, 2011
Anbau Felix-Nussbaum-Museum by Jens-Olaf
Anbau Felix-Nussbaum-Museum, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Jeden Tag fahre ich am i-Park in Haeundae entlang. Das ist die Hochhausgruppe mit den geschwungenen Dächern am Meer. Der Architekt ist Daniel Libeskind und sein erstes Projekt war das Felix-Nussbaum-Museum in Osnabrück, das jetzt mit diesem Anbau erweitert wurde.

– 2011

Dezember 28, 2011

Korea in a valley Schwiegermutter ist friedlich verschieden, und die Familie war anwesend, zumindest war Sie nicht allein im Krankenhaus. Bereits innerhalb von zwei Tagen findet die Beisetzung statt. Es wird keine große Zeremonie geben, wir haben unterschiedliche religiöse Richtungen in der Familie, also gibt es einen Kompromiss.
Vorgestern habe ich mich noch an einen Film von 1996 erinnert, eine Beerdigung einer Großmutter in einem Dorf:

http://en.wikipedia.org/wiki/Festival_(1996_film)

Im Beerdigungsinstitut treffen heute weitere Familienangehörige ein. Ein Altar mit einem Gedenkfoto ist aufgebaut. Im Saal davor sitzt man an Tischen, hier wird auch gegessen. Denn bis morgen werden alle wach bleiben.
photo 2
Dann kommen doch über hundert Trauergäste, die in der Schlange stehen müssen, um ihre Kondolenzbriefe niederzulegen. Surin und Sayan springen ein, und helfen bei der Bewirtung der vielen Angehörigen und Freunde der Familie. Am Samstag findet dann die endgültige Abschiedszeremonie am Grab statt.
1971
1971

Incheon – München – Frankfurt – Osnabrück

Dezember 25, 2011
Incheon by Jens-Olaf
Incheon, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Ab jetzt folgt ein kurzes Zwischenspiel Deutschland. Aber so ganz reisst die Verbindung Korea nie ab. Das fängt schon in Incheon an. Gerade betritt man die Lufthansamaschine, das begrüßt mich eine koreanische Flugbegleiterin. „Kennen Sie mich noch?“ Ein Moment Irritation folgt, dann ist klar: Sie ist eine meiner beiden Deutschkurs-Teilnehmerinnen vom Frühjahr, die sich für die Arbeit als Stewardess vorbereitet hatten.
Frankfurt Flughafen

Nordkorea

Dezember 22, 2011

Ich könnte hier endlos zu Informationen über Nordkorea verlinken, aber der Erkenntnisgewinn wäre nicht allzu groß. Nicht für diejenigen, die sich für das Thema interessieren. Viel erhoffe ich mir aber von Adam Cathcart. Seine Expertise ist die chinesische Sicht auf Nordkorea. China gilt als Schlüsselstaat bei der Koreafrage. Dazu hat er eine neue Webseite eingerichtet:

Sino-NK

My aim is to make it the premiere web resource for the study of contemporary Chinese influence in NK, the Chinese outlook on the DPRK, the historical relations between the Workers’ Party of Korea and Chinese Communist Party, and the shadows cast over the relationship by the (ongoing) Korean War.

Ein Klassenzimmer

Dezember 20, 2011
high school by Jens-Olaf
high school, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Gehört zur anderen koreanischen Fremdsprachenoberschule in Busan, an dieser werden nur Mädchen unterrichtet. Englisch, Chinesisch, Japanisch und Deutsch sind hier die Sprachenschwerpunkte.

Bei Sayan und Surin liegt das etwas anders. Schulsprache ist Englisch und beide haben nach einem Jahr den Förderunterricht ESL verlassen, besuchen also komplett den regulären englischsprachigen Unterricht. Für Sayan ist jetzt die erste Fremdsprache Spanisch.

Neubeginn der Geschichte?

Dezember 19, 2011
News of the day by Jens-Olaf
News of the day, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Da wage ich erst mal keine Prognosen. Anscheinend hat der Postenwechsel an der Spitze des nordkoreanischen Staates bereits stattgefunden. Die Busan-Ilbo ist eine Nachmittagszeitung und konnte Kim Jong-Il auf der Titelseite bringen. Eine andere Zeitung hatte vor einigen Stunden ein Extrablatt herausgegeben und in der U-Bahn verteilen lassen.

Japanisch oder Koreanisch?

Dezember 17, 2011
japanischer Stil by Jens-Olaf
japanischer Stil, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Das ist nicht so leicht zu beantworten. Der Besitzer hat es so beschrieben: Nach dem Koreakrieg fand ein Ortsansässiger ein Militärdepot mit englischen Hölzern von hervorragender Qualität. Lagerung und alles waren perfekt. Damit baute er sein Haus in Songjeong, einem Fischerort bei Busan.
Nur war er während der japanischen Besatzungszeit bis 1945 in Japan gewesen. Von dort brachte er die Konstruktionstechnik mit, somit baute er ein Haus in japanischer Architektur. Noch drei Jahre, dann wird hier eine Straßenverbreiterung stattfinden und eine der alten Häuserzeilen in Songjeong für immer verschwinden.

Das Holz hat den Jahrzehnten standgehalten und sich nicht verzogen:
japanischer Stil
Das Dach mit Ölpapier verkleidet war jederzeit wasserdicht:
japanischer Stil
Obwohl das hier als Filmkulisse dient, wird bald abgeräumt:
Songjeong
Das Haus aus anderem Winkel:
japanischer Stil

Haeundae 1970

Dezember 16, 2011
Haeundae 1970 by Jens-Olaf
Haeundae 1970, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

In Cheongsapo hat jemand dieses vergrößerte Foto daußen aufgehängt. Haeundae Strand mit nur einem Hotel. Vor 40 Jahren.

Und vom Dorf selber auch. Man sieht wie gerade Dalmaji für die Bebauung hergerichtet wird.
Cheongsapo 1970
Und der Zustand heute (2010):
Dalmaji
Unten ist das Dorf schon etwas zersiedelt, aber einzelne Häuser noch erkennbar.

Gijang

Dezember 15, 2011
Gijang by Jens-Olaf
Gijang, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Ein Wald in der Umgebung zwischen Haeundae und Gijang.
Takt 0°C 8 Uhr.

Morgens auf dem Schulweg mit dem Bus (Sayan und Surin) steigen oft ein Dutzend Soldaten zu, sie verschwinden dann bald wieder in diesen Wäldern:
Gijang
Zwischen Haeundae und Gijang:
Gijang
Ein nicht kleines Gelände ist dem Militär vorbehalten.