Archive for Oktober 2010

Am Meer

Oktober 31, 2010

Jetzt hat es schon drei Wochen gedauert, bis wir wieder zusammen runter ans Meer sind. Die Wellen sind jetzt tagelang höher als im Sommer. Warten auf die Welle:
Warten auf die Welle
Dieser Küstenabschnitt zwischen Dalmaji und Sonjeong ist nicht so leicht zugänglich, deshalb kommen selbst am Sonntag nur wenige Wanderer vorbei.
31. Oktober
Herbstferien für die Kinder:
Busan

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Pseudo-Journalist

Oktober 30, 2010

Das ist ein familieninterner Begriff. Ab und zu gibt es journalistische Ausflüge von mir. Heute war es ein Foto in einem der auflagenstärksten niederländischen Magazine. Elsevier, das gleichzeitig eine Jubiläumsausgabe zum 65-jährigen Bestehen herausgab. Nur Korea kommt darin nicht vor. Es geht um Estland:
Kurz vor den neuen Schengen-Verträgen im Baltikum 2007, als die Grenze in der Doppelstadt Valka LV/Valga EST noch zu sehen war, habe ich mich vor Ort ein wenig umgeschaut. Davon resultierten einige Aufnahmen, die ich in einem Post im Estland-Blog verwendet habe, Valga/Valka ohne Grenzkontrollen III:
Valga border
Nun wurde die Aufnahme nochmal veröffentlicht, aber jetzt in einem der großen niederländischen Magazine, Elsevier. In der Jubiläumsausgabe zum 65jährigen Bestehen erschien ein Artikel über Valka/Valga von Jeroen Bult. Einer der wenigen internationalen Journalisten, die von Tallinn aus arbeiten und nicht aus Stockholm oder Moskau anreisen.
ESM- Estland/ Valga
ESM-01-001-20101030

Es geht auch anders

Oktober 30, 2010

Heute sind wir quer durch Haeundae Richtung Bexco spaziert. Etwa 75 Minuten habe wir dafür gebraucht. Aber es ist ein gutes Gefühl, Teile der Großstadt ohne Verkehrsmittel zu bewältigen. Wir hätten auch schneller sein können.
In der Nähe arbeitet nun SJ an der Vorbereitung des World Ocean Forums. Und das Büro ist bei der Einrichtung beeinflußt durch einen Künstler (Dominikanerkirche Osnabrück auf 3 Metern).
Großraumbüro
Manche Tische sind aus unbehandeltem Holz:
Großraumbüro
Das ist der Arbeitsplatz von SJ. Sayan testet den Computer:
Großraumbüro
Samstag-Arbeit um 19 Uhr, normal.
Anfügen möchte ich noch ein Foto meiner Oberschule. Gestern gegen 18 Uhr. Noch Stunden vor der Heimfahrt. Beginn der „self study“ Zeit:
high school evening
Und ein Ausblick von einem Klassenzimmer kurz vor Sonnenuntergang:
evening late October

Rush hour

Oktober 28, 2010

Gut, dass ich antizyklisch arbeite. So komme ich nie in die Gefahr, in den Pendlerverkehr zu geraten. Eigentlich ist der Verkehr passabel in Busan. Man kommt immer durch, nur um 18 Uhr bin ich lieber weniger mobil:
commuter traffic
Und wie man sieht, nicht in allen Richtungen ein Problem.
commuter traffic
Meistens nehme ich den Bus zurück nach Haeundae. Und das ist später auf der vollen Spur.

Hinkende Vergleiche

Oktober 24, 2010

Dalmaji ist der Westerberg (von Osnabrück) Busans. Mag sein. Das Büssen-Haus in der Nachbarschaft soll 80 qm große Wohnzimmer haben. Nur ist hier Gründerzeit 20 Jahre alt und jünger. Die Atmosphäre in der Nacht entspricht auch etwa den Erwartungen:
Dalmaji
Allerdings: Manche Vorgärten sind verwildert. Brachflächen zwischendurch überall, auf denen auch hier Gemüse angebaut wird.
Ansonsten Europa-Fernweh wie es scheint:
Dalmaji

Die Unbekannte

Oktober 22, 2010

Am Meer, jetzt ist man dauerhaft Tourist, oder was? Am Meer war bisher nur für Wochenenden oder Ferien reserviert. Jetzt kann man den Hund dort spazieren führen.
Busan
Aber es gibt auch andere Aspekte. Ich kann nicht an die Küste direkt unterhalb unseres Stadtteils gehen. Unten am Ufer ist Militär. Sie bewachen die Küste vor Infiltration aus dem Norden.
Und heute kreuzte auch die Marine:
Busan
Nach zwei Wochen auf Dalmaji war es endlich richtig windig, wie es sich für einen Küstenort gehört.

Halophyten

Oktober 20, 2010

Von der Nordsee kennt man das ja. Eine Zone zwischen Land und Wasser ist von Pflanzen besiedelt, die Salzwasser vertragen. An der Ostsee ist das schon weniger bemerkbar. Sie ist auch weniger salzig.
In Korea dürfte das Wasser eher dem der Nordsee entsprechen, trotzdem ist die Zone ziemlich eng begrenzt:
DSC03270
Diese Blütenpflanze scheint zu den Halophyten zu gehören.
Es ist zwar etwas windig, aber die Brise ist landeinwärts kaum zu spüren:
DSC03268
Folgen der Anpassung an den Wind:
DSC03281
So kommt man an den Küstensaum:
DSC03279
Und auch diese Pflanze verträgt wohl die Gischt:
DSC03282
Aber schon links dieser Küstenstrecke ist vom Meereseinfluß nichts zu spüren. Ich tippe darauf, dass eben die Windverhältnisse in Korea doch sehr moderat sind, und so der Salzgehalt in der Luft sich schnell verringert.
DSC03269
Und nochmal die Salzpflanzen aus anderer Perspektive:
DSC03273

Schulvergleich

Oktober 19, 2010

DSC03128
Das waren einige der ersten Aussagen von Sayan nach der Rückkehr. Der Vergleich Gymnasium 7. Klasse in Osnabrück mit ihrer koreanischen Grundschule 6. Klasse.

Die Osnabrücker Schüler (um nicht zu sehr zu generalisieren):

– Jüngere können sich verbal wehren, wenn sie von Älteren angemacht werden. Meist geben die Älteren dann nach. Kaum vorgekommen an der koreanischen Grundschule.

– Das Geschlechterverhältnis ist offener, und auch weniger enge Cliquenbildung. Die Osnabrücker Gymnasiasten stehen oft im weiten Kreis in der Pause zusammen. Dabei gibt es ein Kommen und Gehen.

– Schüler sind weniger schnell beleidigt durch Mitschüler als in der koreanischen Schule.

– Im Unterricht müssen und wollen (!) die Schüler zum großen Teil aktiv sein. Auffälligstes Merkmal ist das Handzeichen, Schnipsen, das es in Korea kaum gibt.
Lehrer fragen die Schüler in Korea auch weniger als in der deutschen Schule. Allerdings spielt auch die mündliche Note in deutschen Schulen eine viel größere Rolle. Extremfall ein stille Osnabrückerin: Eins schriftlich, mündlich gar nicht. Folglich ist die Note höchstens eine Drei.

– In Deutschland muss wesentlich mehr geschrieben werden, in der Stunde und als Hausaufgaben. Der Englischunterricht lief in Osnabrück nur auf Englisch.

– Beim Sport machen die Osnabrücker Schülerinnen alles mit, in Korea müssen sie den Jungen beim Fußball zusehen.

Foto: Gymnasium In der Wüste, Osnabrück

Nachbarschaft

Oktober 18, 2010

Architektonisch gibt es Folgendes in der Nachbarschaft unserer Wohnung zu finden:
Dalmaji
Das Büssen Haus. Wie sie an den Namen geraten sind, ist mir noch ein Rätsel. Sie haben sich auch weit der Antike angelehnt:
Dalmaji
Das ist kein Minarett, eine Kirche auf der Spitze des Hügels:
Dalmaji
und wir:
Dalmaji

Unterrichtssprache Englisch

Oktober 15, 2010

Surin und Sayan scheinen sich schnell auf die neue Schule eingestellt zu haben. Sie sind ehrgeizig alle Hausaufgaben zu erfüllen:
DSC03249
Es ist schon erstaunlich, wie schnell Kinder eine Sprache annehmen. Jetzt profitieren sie davon, dass sie schon viele Filme auf Englisch gesehen haben.

Am Haus haben die Kinder zwei ausgesetzte Katzen entdeckt, sie teilen sich gerade den Platz auf dem Balkon mit dem Hund:
cats
Selbst in diesem Viertel machen es sich einige mit Haustieren einfach.
Jangsan - Haeundae
Heute habe ich die Gelegenheit genutzt, runter zum Meer zu gehen. Etwa 20 Minuten braucht man.
Vor der Haustür
Nur das Stadtviertel muss ich mir noch genauer anschauen. Warum gibt es zum Beispiel so viele merkwürdige Brachflächen?
Brache