Archive for the ‘Kindergarten’ Category

Ausgebremster Hochsommer

August 20, 2011

Der vierte Sommer in Folge, aber diesmal ist die kontinuierliche Hitze im August nicht zu spüren. Die Nachttemperaturen gehen Richtung + 20°C, das ist sehr außergewöhnlich
In Gimhae lagen wir zu dieser Zeit vergleichsweise bei 28°C.
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Update 20/21. August. Um 3 Uhr morgens verzeichnet die Wetterwarte Busan 19, 5°C. So niedrig hätte ich nun nicht erwartet.

Wiedersehen im Kindergarten

Januar 6, 2009

Vor anderthalb Jahren hat dieser Blog unter anderem mit Surins Abschied vom Spiel- und Sportkindergarten in Osnabrück begonnen. Heute war sie das erste Mal wieder zu Besuch. Auch die beiden Erzieherinnen hatten wie damals Vormittagsdienst:
Spiel- und Sportkindergarten
Warum nicht die Gelegenheit nutzen und ein in Korea unbekanntes Spiel beginnen:
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Die letzte Stunde verbringen die Kinder traditionell im Freien, hier auf der von der Sonne beschienenen Seite, es war ja unter -10°C heute morgen.
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Den Kraftraum im Hauptgebäude hat Surin nicht vergessen, auf eigenen Wunsch eine Trainingsstunde:
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Surin 2006/2007

Juli 4, 2008



Surin 2006/2007

Originally uploaded by Jens-Olaf

Surin hat in ihrem letzten koreanischen Diktat nun neun von zehn Sätzen richtig. Darauf ist sie schon stolz. Vor ein paar Wochen sah das noch ganz anders aus. Weitere Arbeiten wird es nicht mehr geben vor den Sommerferien in zwei Wochen.
Sayan versucht alles alleine für die Schule zu schaffen, helfen lässt sie sich nur ungern. Der Lern-Abstand zu den Mitschülern ist bei beiden noch ein wenig vorhanden, aber er wird geringer.
Vor einer Woche habe ich weitere alte Videoclips von der Festplatte hoch geladen. Darunter dieses Stück, das Surin aus dem Osnabrücker Kindergarten mitgebracht hatte. Etwa vor anderthalb Jahren in Deutschland. Leider hat sie es vergessen. Aber nicht alles, manches können sie noch aufsagen oder singen.

Aussichten

Februar 24, 2008

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Dieses Bild wurde mit der letzten Veranstaltung des Kindergartens überreicht. Es sieht aus wie bei einem Uni-Abschluss. Die Absicht ist gut gemeint, aber dahinter steckt der Anspruch, alle Prüfungen in Zukunft zu bestehen und das höchst gesteckte Ziel zu erreichen. Nur wir haben Bedenken über den Weg dorthin. Diese Ausstattung im Foto findet konkret erst über ein Jahrzehnt später statt. Und das passt zu dieser Beobachtung beim letzten Tag im Kindergarten. Die Kleinen bekommen Auszeichnungen, und einige können sich nicht zurückhalten zu vergleichen: Wie viele hast du, wie viele ich? Und die Erzieherinnen haben die Kinder gefragt,was sie sich in Zukunft wünschen. Nicht wenige haben Geld genannt. Und da unterstelle ich, das kommt nicht von ihnen, diese Idee kommt von zu Hause.

Englisch im Kindergarten

Dezember 23, 2007

Die Voraussetzung für Erfolg wird in Korea oft mit dem Erlernen der englischen Sprache verbunden. Das heißt selbstverständlich, dass Kinder nicht nur beginnen die koreanischen Buchstaben zu schreiben sondern auch mit dem lateinischen Alphabet anfangen, bereits im Kindergarten. Der frühe Beginn des Fremdsprachenerwerbs wird also in die Praxis umgesetzt, was in Deutschland auch allmählich zur Regel wird.

Jetzt bleibt die Frage des Wie. In der Schulzeit wird Englisch in Korea als erste Fremdsprache beibehalten, aber es scheint dass die Anwendung von Englisch als Sprachmittel behindert wird. Weil das Lernen für das Bestehen von verschiedenen Tests gilt.
Auswahl von Englischlehrbüchern für TOEFL und andere.
Busan
Selbst mit vielen Uniabsolventen kann man kein Gespräch auf Englisch führen. Es gibt im Alltag keine sprachlichen Herausforderungen, kaum Touristen, keine Austauschschüler, kein Urlaub im Ausland, wo vergleichsweise viele Europäer ihr Englisch testen. Und bei dieser Szene im Kindergarten bin ich mir nicht sicher, was effektiv an Englisch gelernt wird. Sie singen einen Text nach, der wie bei Karaoke über den Bildschirm erscheint. Aber wissen sie eigentlich, was sie da singen? Ich bezweifel das. Dieses „How are you?“,was einem immer wieder zugeworfen wird von Schülern, wenn sie einen Ausländer sehen, scheinen Bruchstücke dieser Liedtexte und vorgefertigten Gesprächsvariationen zu sein. Aber die Kinder singen gerne:

Weihnachten in Gimhae

Dezember 21, 2007

Gegen Jahresende wird es auch hier weihnachtlich. Zumindest zeigen das die Dekorationslichter in der Stadt Gimhae. Manchmal sind sie ganz bunt und blinken in kurzen Abständen, ein wenig psychedelisch. Aber nur, wenn der Blick auf so einer Leucht-Installation haften bleibt. Die Verkäuferinnen im größten Supermarkt tragen Nikolausmützen und auch eine Busfahrerin habe ich damit schon bei ihrer Arbeit gesehen (vielleicht in vorherigen Posts erwähnt).

Sayans Grundschulklassen sind heute gemeinsam in die Berge nördlich von Busan gefahren. Ein Skigebiet ist bereits mit Kunstschnee präpariert. Dort durften sie ein paar Mal rodeln. Zur gleichen Zeit lief die Weihnachtsfeier von Surins Kindergarten. Vor dem Gebäude empfangen einen diese Figuren, nicht ganz unbekannt:
Weihnachten
Europäische Märchenthemen sind äußerst beliebt.
Dass es zu Weihnachten Geschenke gibt, hat sich herumgesprochen, deswegen türmen sich die Präsente unter einem Baum im Vorführsaal. Die Eltern haben für ihre eigenen Kinder etwas besorgt. Ein Weihnachtsmann ist für die Verteilung der Gaben zuständig. Wirkt ein bisschen schlank der Mann, aber vielleicht trainieren die hiesigen mehr Taekwondo. Seine Haltung spricht dafür:
Weihnachten II
Im Vordergrund der Sportlehrer des Kindergartens, er spricht durch ein Mikro, was die Akustik etwas verstärkt. Stille Weihnacht? Sagen wir mal so, sie wird passend gemacht. Aber das erleben wir ja auch mitunter bei uns in Deutschland.
Die Gruppenräume sind aufwendig dekoriert, mit allem, was die Kinder in letzter Zeit zusammen mit den Erzieherinnen gebastelt haben. Dafür geben sie sich sehr viel Mühe. Hier ein gestaltetes Buch von Surin:
Weihnachten III
Und jeder hat ein Raumschiff konstruiert aus Restbeständen des Haushalts:
Weihnachten IV
Und das ist Surins Erzieherin aus der eigenen Gruppe.
Weihnachten V

Schule, Hagwon und Pisa-Studie

Dezember 14, 2007

Korea gehört oft zu den Spitzenreitern bei den Ergebnissen internationaler Bildungsvergleichsstudien. In den letzten Monaten haben wir versucht einen Überblick über das Bildungswesen zu bekommen, Gespräche mit anderen Eltern in Gimhae spielen dabei eine wichtige Rolle. Zum Beispiel eine Mutter, für deren Sohn in der Grundschule SJ die letzten zwei Monate Englisch-Unterricht gegeben hat. Die Familie zieht bald nach China um, und der Sohn wird dort eine internationale Schule besuchen.

Grundschule: Sayan besucht nur den regulären Unterricht, der von 9 Uhr bis maximal 14 Uhr stattfindet. Danach erledigt sie ihre Schulaufgaben zu Hause und lernt für sich selber. Sie musste zusätzlich Stoff nachholen mit dem Wechsel von der Osnabrücker auf die koreanische Grundschule. Weitgehend hat sie das durch eigenes Lernen geschafft, die Abschlussarbeit der 3. Klasse mit einer guten Note zu bestehen.
Allerdings gehört zur Vorbereitung der Prüfung das Lernen mit Musterfragebögen (ähnlich wie in der Prüfung), die das Erreichen des Klassenziels erleichtern. Die Lehrerin betont im Vorfeld Wichtiges, was im Test vorkommen kann.

Diese (gute) B-Note ist aber für viele Eltern (eher Betonung auf Mütter) nicht genug. Die Kinder sollen eine 1 haben, überall. Übrigens fällt auf, dass die meisten sowieso eine gute Note bekommen, der Mittelteil fehlt und ein paar wenige gehören zu den „schlechten“ Schülern. Um das Ziel einer A-Note zu erreichen, werden viele Kinder auf die privaten Nachmittagsschulen geschickt, meistens jeden Tag. Eine Minderheit besucht keinen Hagwon (Nachmittagsschule). Das gilt bereits für die Grundschule. Im Fall der Klassenlehrerin von Sayan gilt: Die Lehrerin bietet im Bedarfsfall Nachmittagsbetreuung an und ist eher gegen die andere Alternative.

Viele Hagwons verteilen auch Hausaufgaben. Und hier beginnt das ganze Bildungsstreben das normale Maß zu überschreiten. Mit höherer Jahrgangsstufe nimmt der Hagwonzirkus zu. Ab etwa der 8ten Klasse verbringen viele Schüler bis Mitternacht in solchen Einrichtungen und sind dann immer noch mit Hausaufgaben belastet.
Allerdings gibt es viele individuelle Varianten. Manche Mittelstufen-Schüler besuchen zum Beispiel lediglich Englisch und Mathematik Hagwons. Freizeit bleibt dann immer noch. Nicht zu vergessen die Geldfrage: Hagwons sind teuer und verbrauchen bis zu eindrittel des Monatseinkommens.
Die ehrgeizigsten Eltern mit genügend finanziellen Mitteln gehören zu denjenigen, die für die krassen Extrembeispiele stehen. Hagwon ab Grundschule, in der Mittelstufe bis Mitternacht und wenn es zu den Prüfungen selbst kommt, sind die Eltern mitverantwortlich für das Angebot: Vorbereitung zwischen 1Uhr und 3uhr morgens!

In den höheren Klassen dreht sich alles um das Erreichen einer guten Zensur für die Aufnahme an den besseren Universitäten. Deswegen gibt es Hagwons, die den Ruf haben, diese Bedingung erfüllen zu können. Das geht aber nur, wenn man auch einen Eingangstest für diese Nach-der-Schule- Schule besteht.

In den 70ern war das alles noch weitgehend unbekannt. Es scheint, zwei Dinge spielen hier ein wichtige Rolle: In den 80ern und 90ern reduzierte sich die Durchschnittsfamilie drastisch auf ein Kind von ehemals drei oder mehreren Geschwistern. Gleichzeitig wuchs das Einkommen. Die besten Arbeitsplätze, mit den höchsten Einkommen sind nur über bestimmte Universitätsabschlüsse zu erreichen, alles zusammen mit dem hohen Bildungsanspruch und weiteren noch zu nennenden Faktoren scheinen zu dieser Entwicklung beigetragen zu haben.

lehrer.jpgEin Beispiel, wie das ständige Vergleichen und das Erreichen guter Punktzahlen bis ins Kinderspiel abfärbt. Sayan hat mit Surin Lehrer- Schüler gespielt, mit abschließender Auswertung und Benotung.

Kindergarten-Lied

November 23, 2007

Höhepunkt des Kindergartenjahres

November 20, 2007

Alle Kindergarten-Eltern waren gestern in eines der Kulturhäuser in Gimhae eingeladen. Die einzelnen Gruppen hatten sich auf eine zweistündige Aufführung vorbereitet. Die älteren Kinder traten dabei mehrmals auf. Die Kostüme wurden geliehen. Der Saal war vollbesetzt und Lampenfieber hat man kaum bei den Kleinen bemerkt. Surin beim zweiten oder dritten Thema:
Tanz - Kindergarten
Nur ein kleiner Ausschnitt aus diesem Aufführungsteil:

Surin im Chor:
Chor - Kindergarten
Ein etwas traditionell geprägtes Stück mit der Trommel:

Surin schaut auf die Erzieherin, die ein wenig dirigiert:
Trommel Kindergarten II
Die Fortsetzung, hier sieht man links unten die Erzieherin besser:

Verschiedene Instrumente, Surin sitzt unten in der Mitte:

Die selbe Szene im Foto, die Instrumente gehören zur Standardausstattung des Kindergartens.
Trommel - Kindergarten
Die Englischlehrerin im Kindergarten hat auch mehrere Stücke vorbereiten lassen:

Alle zusammen im Chor:

Die Erzieherinnen beim Abschied:
Erzieherinnen Gimhae, Korea

Die Trommel im Kindergarten

November 12, 2007

Trommel
Musik spielt eine große Rolle im Kindergarten. Mit mehreren Instrumenten lernen die Kinder umzugehen. Dazu gehört die Trommel, das heißt, eine der vielen Varianten davon in Korea. Wenn die Gruppe übt, hat jedes Kind ein eigenes Instrument. Das Ergebnis zu Hause nach ein paar Tagen Vorbereitung: