Posts Tagged ‘japanese castle’

Nummer 29 – Japanische Festungen in Korea Teil 1

November 12, 2015

Fast ein halbes Jahrzehnt. Jetzt habe ich alle japanischen Festungen des Imjin-Krieges von 1592-1598, ihre Ruinen und Überbleibsel, gesehen. Nach den Quellen gibt es 29 in Korea, Sacheon war die letzte Burg für mich. Und es gibt dort etwas, was die anderen Festungen nicht haben, eine Rekonstruktion des Haupttores, sonst sieht man nur die Seitenmauern:
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Beschützt wurde das Tor durch diese Mauern und Schießscharten:
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Der Hauptturm, das Fundament, an der Spitze:
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Frühjahrsputz an der Gijang-Festung

April 4, 2015

Manchmal muss man Jahre warten, bis die Überbleibsel der japanischen Festung aus dem Imjin-Krieg wieder zum Vorschein kommen. Denn jedes Jahr ist der Pflanzenwuchs enorm und verdeckt schnell die Sicht auf die Mauern.
Jukseong-ri Waeseong
Besonders die Südseite war kaum sichtbar:
Jukseong-ri Waeseong
Freier Sonneneinfall freut die Frühjahrsgeophyten drumherum:
Frühjahrsgeophyten
Oben stand der Turm des Generals Kuroda Nagamasa:
Jukseong-ri Waeseong
Zwei Bauphasen nach 1593:
Jukseong-ri Waeseong
Die hatte ich noch nicht:
Frühjahrsblüher
Das benachbarte Dorf:
Jukseong-ri
Und die Reste der koreanischen Burg, quasi der Vorgänger:
Jukseong-ri
Auch hier:
Jukseong-ri

Namhae Waeseong 南海倭城 남해왜성

November 23, 2014

Die zweitwestlichste japanische Festung. Errichtet am Ende des Imjinkriegs, 1597. Hierin wurden Überlebene der japanischen Flottenniederlange bei Namhae evakuiert.
Im Internet gibt es kaum Fotonachweise über diese Festung. Und wieder einmal bekommt man von den Einheimischen nur ein paar vage Hinweise: Das seien ein paar Steine. Das Ergebnis, noch vorhandene Seitenmauer der Zentralanlage:
Namhae Waeseong
Im obersten Abschnitt wieder die Basis des Generalsturms:
Namhae Waeseong
Stellenweise in gutem Zustand:
Namhae Waeseong
Auch das Hauptor zeichnet sich noch deutlich ab:
Namhae Waeseong
Einfassmauern:
Namhae Waeseong
Im nördlichen Teil sind die Mauern sogar noch höher erhalten:
Namhae Waeseong
Meine Skizze nach der Erstbegehung:
Namhae Waeseong 남해왜성, 南海倭城

마산왜성 Masan Waeseong

Mai 8, 2014

Westlich von Busan liegt die alte Hafenstadt Masan, heute offiziell Teil der zusammengelegten Stadt Changwon. In einem Park auf einem Hügel, der einst am Meer lag, befinden sich die Überreste einer weiteren japanischen Festung aus dem Imjinkrieg.
Gleich im Zentrum auf der Spitze die gut erhaltene Basis einer Bastion oder wahrscheinlich Teil des Generalturms.
마산왜성 Masan Waeseong
Statt des Turms nun eine Gedenkstätte des Widerstands:
마산왜성 Masan Waeseong
Die südliche Mauer der Festung:
마산왜성 Masan Waeseong
Eine mehrere Meter hohe Festungskante:
마산왜성 Masan Waeseong
Auf der Nordseite sind die Steine nicht mehr geordnet:
마산왜성 Masan Waeseong
Blick auf den Park:
마산왜성 Masan Waeseong
Und auf die Hafenbucht:
마산왜성 Masan Waeseong

Ebenfalls eine Unbekannte

Mai 5, 2014

Selbst mit dem koreanischen Stichwort für „Japanische Burg in Goseong“, 고성왜성, gibt es nur relativ wenige Fotoeinträge bei Google. Dabei sind viele der Mauern von 1597 aus dem Imjinkrieg noch vorhanden. Aber es ist ein Suchspiel, weil alles bebaut wurde. Wahrscheinlich städtebauchlicher Wildwuchs, der aber in früheren Jahrzehnten gang und gäbe war. Denn hier konnten selbst Leute mit wenig Geld ein Grundstück finden, oder es hatte erst gar keine klaren Besitzverhältnisse. Eine Skizze ohne Häuser.
Goseong Waeseong 고성왜성
Eine Bastionsecke im Hinterhof:
Goseong Waeseong 고성왜성
Oder ganz verdeckt:
Goseong Waeseong 고성왜성
Auch hier eine Bastion, aber bereits im Frühling ganz überwachsen:
Goseong Waeseong 고성왜성
Die längste freiliegende Mauer an einem Parkplatz:
Goseong Waeseong 고성왜성
Ganz versteckt diese Ecke:
Goseong Waeseong 고성왜성
Und hier haben sich wohl einige Stadtväter völlig vertan. Die koreanische Stadtmauer rekonstruiert an einer Stelle, die eigentlich zur japanischen Festung gehört, die Stadtmauer liegt etwa 200 Meter entfernt.
Goseong Waeseong 고성왜성
Für die Skizze war auch dieses bearbeitete Foto von panzercho hilfreich, Goseong 1935:a0105007_52fc39baa2917
Die westlich gelegene Festungsmauer ist ebenfalls vorhanden. Darauf verläuft ein kleiner Gehweg:
Goseong Waeseong 고성왜성

송진포왜성 Songjinpo-Waeseong

September 16, 2013
송진포왜성 by Jens-Olaf
송진포왜성, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Diese Japanische Festung auf Kojedo fehlte mir noch auf der Liste. Sie liegt auf einer Halbinsel versteckt im Wald. Ohne Mückenüberfall und Krauchen durch das Unterholz lässt sie sich kaum erschließen. Historische Dachziegel am Ufer geben einen Hinweis, wo man die Böschung hochsteigen muss:

송진포왜성
Überraschend in geringer Entfernung vom Wasser diese Bastion und wahrscheinlich Toranlage:
송진포왜성
Mauern, die den Berg hochziehen:
송진포왜성
An der Bergspitze die oberste Struktur, Sitz des Hauptturms.
송진포왜성
Weitere Toranlagen und Mauern, die sich nach Südosten zum Ufer ausdehnen:
송진포왜성
Meine grobe Erinnerungsskizze:
Songjinpo Waeseong
Vom gegenüberliegenden Ufer aus betrachtet:
송진포왜성

Jukseongri Waeseong – Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성

März 14, 2013
Jukseongri Waeseong - Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성 by Jens-Olaf
Jukseongri Waeseong – Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Da ist er wieder, der Winterhimmel. Und die Temperaturen sind auch morgens deutlich unter 10°C. Weiter nördlich gab es Neuschnee.

Die Freilegung der Festung wird hier weitergehen:
Jukseongri Waeseong - Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성
Und weiter oben:
Jukseongri Waeseong - Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성
Weiter unten der Fluß:
Jukseongri   기장 죽성리

Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성

Februar 28, 2013
Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성 by Jens-Olaf
Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Jetzt wird aufgeräumt, und dabei tauchen bisher versteckte Toreinfassungen auf. Japanische Festung von 1592 in Jukseong-ri, Gijang.

Die Japaner nutzten auch eine ältere koreanische Festung vor Ort. Sie wurde mit einbezogen, die besten sichtbaren Abschnitte:
Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성
Und hier:
Gijang waeseong 기장 죽성리 왜성

임랑포왜성 林浪浦倭城 Imrang Waeseong – ein Modell

Februar 22, 2013
Imrang Waeseong by Jens-Olaf
Imrang Waeseong, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

So nah und immer verpasst. Endlich ein aussagekräftiges Modell einer japanischen Festung in Korea von 1592-1598. Und ausgerechnet die Imrang-Burg, die gar nicht ausgeschildert ist. Die Steinstrukturen sind noch heute zu sehen, aber nur für den, der weiß, wo sie zu finden sind. Imrang gehört zu Gijang, was wiederum zu Busan gehört. Und im Gijang Cultural Center am Stadtrand gibt es das Modell schon eine Weile. Im Grunde sind es zwei Modelle, hier ist der Höhenteil mit dem Turm des Generals. Unten am Strand war ebenfalls eine weitläufige Anlage, die jetzt vom Küstenort Imrang überbaut ist.

Unten lag eine komplex angelegte Siedlung mit Verteidigungsmauern. 1592 am Anfang des Imjinkriegs waren auf dem Land die Musketen der Japaner die ausschlaggebende Waffe – die Koreaner hatten vorwiegend Pfeile und Bogenschützen. Hier sieht man gut die vielen Schießscharten, die den Vorteil ausspielten. Obwohl die Koreaner die besseren Kanonen hatten, wussten sie nicht, diese gezielt einzusetzen. Das klappte aber bei der koreanischen Marine, wobei die Japaner fast immer im Hintertreffen waren. Aber an der koreanischen Ostküste spielte das die ganzen Jahre keine Rolle, denn der Seekrieg fand vorwiegend im Südwesten statt.
Imrang Waeseong
Die zugrundeliegenden Karten aus einer Ausstellung im Gijang Cultural Center:
Imrang Waeseong
Info am Modell:
Imrang Waeseong
Das Gebäude:
Gijang Cultural Center
Und noch eine Skizze:
Imrang Waeseong
Gijang war auch aus einem anderen Grund als Militärsicherung interessant. Hier war ein Zentrum der Keramikherstellung, viele Handwerker wurden nach Japan zwangsverschleppt. Die hochgehandelten Produkte basierten auch auf den zahlreichen Ausgangsgesteinen:
Gijang Cultural Center
Eine Darstellung der Arbeit am Brennofen:
Gijang Cultural Center

Jangmunpo Waeseong 장문포왜성 長門逋倭城

Mai 1, 2012

Weitgehend zerstört, so was liest man auf den Info-Tafeln. Am Ende wieder die gleiche Geschichte: Die hölzernen Aufbauten sind weg, aber nicht die Mauerstrukturen. Fast die ganze Festung kann man abgehen, und man sieht die zwei bis drei Meter hohen Mauern der japanischen Festungsanlage von 1593.
Jangmunpo Japanese Castle 장문포왜성 長門逋倭城
Und im Wald versteckt sich mehr, Zwingertore:DSC00714Die Anlage hat zwei Teile, das heißt, wir müssen wieder kommen.

Sie überwacht eine Bucht auf der Insel Kojedo. Gegenüber liegt noch eine Anlage. Und tatsächlich wurde sie im Imjin-Krieg angegriffen. Angeblich haben über 7000 an der Konstruktion gearbeitet.

 

Das müsste das Fundament eines Generalsturms sein:
DSC00715
Wer schon länger mit liest, das ist das typische Erkennungszeichen der japanischen Festungen, der Winkel:
Jangmunpo Japanese Castle 장문포왜성 長門逋倭城