Posts Tagged ‘Imjin’

Nummer 29 – Japanische Festungen in Korea Teil 2

November 17, 2015

Das ist die Gesamtansicht der japanischen Festung in Sacheon, die 1598 von den alliierten chinesischen und koreanischen Truppen belagert wurde:

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Im Hintergrund die Berge im Südosten von Sacheon:
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Mauer, die vom Hauptturm aus das obere Areal schützt:
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Das Fundament des Turms:
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Die Bucht, die kontrolliert wurde:
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Und es gab einen Angriff von See durch die Koreaner unter General Yi Sun-shin:
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Eine Übersicht über die japanischen Festungen in Korea (2013)

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Nummer 29 – Japanische Festungen in Korea Teil 1

November 12, 2015

Fast ein halbes Jahrzehnt. Jetzt habe ich alle japanischen Festungen des Imjin-Krieges von 1592-1598, ihre Ruinen und Überbleibsel, gesehen. Nach den Quellen gibt es 29 in Korea, Sacheon war die letzte Burg für mich. Und es gibt dort etwas, was die anderen Festungen nicht haben, eine Rekonstruktion des Haupttores, sonst sieht man nur die Seitenmauern:
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Beschützt wurde das Tor durch diese Mauern und Schießscharten:
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Der Hauptturm, das Fundament, an der Spitze:
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Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)

Juli 19, 2011
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城) by Jens-Olaf
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城), a photo by Jens-Olaf on Flickr.

In der südlichen Chollaprovinz liegt auch die westlichste Festung der Japaner aus dem Imjinkrieg. Sie wurde erst spät errichtet, im Dezember 1597 mit dem Bau begonnen. Schon im nächsten Jahr wurde sie von den Alliierten Chinesen und Koreanern sowohl von See als auch von der Landseite angegriffen. Es heißt, taktische Fehler bei den Alliierten, zum Teil blieben chinesische Kriegsschiffe bei Ebbe liegen, rettete die Festung unter hohen Verlusten auf beiden Seiten. Nur wenig später zogen die Japaner ganz aus Korea ab.
Hier die Steinbasis für das Donjon des Generals.

Eine Informationstafel nennt sie Tenshu Base:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Tja , von oben sieht man das zugeschüttete Wattenmeer:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Die Landseite ist noch authentisch:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Das sind Teile der oberen drei Stufen:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Die durch große Tore gesichert wurden:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Die landwärts gerichtete Seite wurde auch durch Wasser geschützt, oben ein weiteres Tor:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Das genaueste Dokument über die Schlacht:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
Das sind noch nicht mal die längsten Mauerzüge, eine Stufe tiefer ist aber überwachsen:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)
The siege of Suncheon, Korea 1598, ein informativer Post mit guten Googlekarten.
Die Mauern der dritten Stufe:
Suncheon Waeseong (순천왜성, 順天倭城)

Hopo Waeseong 호포왜성 弧浦倭城

Juli 1, 2011

Wo ist sie? Bei 30°C hätte ich gern eher gewusst, wo ich suchen muss. In Hopo bei Yangsan nördlich von Busan, die japanische Festung, oder das, was man noch vorfinden kann.

Der Kreis mit Nummer 4 ist es. Durchschnitten von einer Hauptstraße und einer U-Bahnlinie. Aber in einer koreanischen Internetseite stand, es gäbe Reste und beschädigte Teile. Schwierig.
Wie immer die wiederverwendeten Steine, oder auf Fundamenten, oder …?
호포왜성 弧浦倭城
Strategisch gegenüber der Yangsan Waeseong an der Mündung eines Seitenflußes des Nakdong:
호포왜성 弧浦倭城
Das scheint in neuerer Zeit errichtet, der Mauerzug. Aber zu welchem Zweck?
호포왜성 弧浦倭城
Alte Bäume:
호포왜성 弧浦倭城
An der höchsten Stelle ein Schrein:
호포왜성 弧浦倭城
Update: Eine Koreanisch-Japanische Seite hat diese Karte mit noch deutlichen Konturen der Festung. Zeichnung eventuell aus den frühen Sechzigern:
marugotobusan

Myeongdong Waeseong 명동왜성

Mai 25, 2011

Keine Hinweisschilder, keine Infos. Diese japanische Festung westlich von Busan in Jinhae liegt auf einer Anhöhe über zwei Buchten. Die Reste muss man sich erschließen, zum Teil abseits der Bergpfade:
명동왜성
Das allerdings gehört zu einer koreanischen Grabanlage auf der Linie der langen japanischen Mauer(reste) runter zum Meer.
명동왜성
Diese Mauerreste bestehen aus riesigen Blöcken, grob behauen und ziemlich scharfkantig. Das muss für die verpflichteten Arbeiter im Imjin-Krieg eine zusätzliche Gefährdung gewesen sein.
명동왜성
Das liegt am höchsten Teil der Festung und könnte gleichzeitig eine Torfassung sein:
명동왜성
Aus anderer Perspektive:
명동왜성 Myeongdong Waeseong
Weiter abgelegen scheint ein zweiter Teil zu existieren, freigelegt durch einen Waldbrand:
명동왜성 Myeongdong Waeseong
Internetinfos sehr spärlich, Fotos kaum vorhanden.

Hier sind archäologisch relevante Orte. Nummer 11 ist der Bereich der japanischen Festung.
The Woori Research Institute for Cultural Properties

Jama waeseong – die Unbekannte 자마왜성

Februar 5, 2011

Jama Waeseong - Ungcheon
Im Internet war nicht viel rauszufinden über diese japanische Festung in Jinhae. Nur ein Eintrag in einer koreanischen Karte markierte den genauen Ort. Er liegt in Jinhae. Genauer in Ungcheon, wo es drei Waeseongs der Japaner an der Küste gibt. Eins orientiert sich mehr am Hinterland. Gegen Norden folgt dann ein etwa 800 Meter Höhenzug. Auch mangels Fotos war nicht klar, wie viel noch sichtbar ist:
Jama waeseong
Oben rechts auf dem Kamm ziehen sich die Wehranlagen entlang.
Als erstes tauchen dann diese Mauern auf. Vor kurzem hat es hier gebrannt.
Jama waeseong
Original scheint das nicht zu sein, obwohl die Fundamente nicht provisorisch aussehen.
Ganz merkwürdig sind diese zwei Löcher:
Jama waeseong
Nach den bisherigen Beobachtungen müsste hier ein Tor gewesen sein:
Jama Waeseong
Völlig zugewachsen, aber die typische Festungskante ist ungefähr zu erkennen:
Jama waeseong
Das könnte ein uralter Weg nach Ungcheon im Tal sein:
DSC04279
Unten an der kleinen Brücke unser Auto:
DSC04263

Relikte des Imjin-Kriegs

Dezember 30, 2010

Richtung Norden, nach Ulsan, soll es die größten japanischen Festungen des Imjinkriegs geben. Bereits kurz nach der ersten Invasion der Japaner wurde die 서생포 왜성 Seosaengpo Waesong (Festung) errichtet. Zwei Jahre dauerten die Aufbauarbeiten 서생포 왜성

Und noch eine Aufnahme vor über 100 Jahren:

Quelle: panzercho

Das hier war der Abschluss zum Hafen hin. 200 Meter höher befinden sich auf einem Berg die zentralen Strukturen:
서생포 왜성
Ein günstiger Überblick auf die Meeresküste vor Ulsan.
Vom Berg runter verläuft eine lange Mauerverbindung bis zum Südtor:
서생포 왜성
Das Südtor liegt in ehemaliger Hafennähe, jetzt befindet es sich mitten in der älteren ländlichen Bebauung, sehr aussergewöhnlich für eine Waesong:
서생포 왜성
Eine Ecke mit vielen Hanoks:
Seosaengpo
Verfallene Viehställe auf der Festungsmauer:
서생포 왜성
Weiter oben wurde einiges für die Erhaltung getan. Hier eine Bastion:
서생포 왜성
Im Kernbereich der vielstufigen Anlage:
서생포 왜성
Seit jeher leben hier Fischer. Soweit ich das bei dem Kurzbesuch beurteilen kann, handelt es sich um eine Fußgängerbrücke im Ort:
서생포
Hier die Ausmaße der Festung auf dem Flyer, den man in der nahegelegenen Touristeninformation bekommt. Links oben die zentralen Bebauungen, nach rechts unten die weiteren Mauernzüge:

Bei den anderen Waesongs habe ich sowas noch nicht gesehen. Irgendwas ist in den Stein grafiert:
서생포 왜성
Mauern:
서생포 왜성

Die Überbleibsel des Imjin-Krieges

November 6, 2010

Waeseong in Jukseong-ri, Gijang
1592-1598

Kaum eine Episode hat so tiefe Spuren im koreanischen Geschichtsgedächtnis hinterlassen wie die japanische Invasion am Ende des 16. Jahrhunderts. Ich weiss nicht wie es dem Durchschnittskoreaner geht, aber ich vermisse konkrete Bilder wie wir sie vergleichsweise vom Dreißigjährigen Krieg besitzen: Wallenstein mit seinem spitzen Bart, die Hinrichtungsszenen, die Schanzen, alles.
Der koreanische General Yi Sun-sin wäre das Gegenstück zu Wallenstein oder dem schwedischen König Gustav Adolf, wenn es um strategischen Mut geht. Und tatsächlich gibt es hierzu ausreichend Filme und Bücher.
Allerdings waren das Miniarmeen, die die Europäer befehligten – im Vergleich zu dem, was die Japaner in Korea aufgefahren hatten. Es waren nicht maximal Zehntausende sondern Hunderttausende.
Trotz der Dimensionen ist es manchmal etwas mühselig, in Korea vor Ort auf die Suche nach Hinterlassenschaften des Imjin-Krieges zu gehen. Da wir an der Ostküste wohnen, liegen einige japanische Festungen aneinandergereiht. Heute war die Waeseong (japanische Burg) in Jukseong-ri, Gijang dran.
Der Befehlshabende dieses Abschnitts war Kuroda Nagamasa, der über eine 6000 Mann starke Truppe verfügte. 1593 wurde die Festung errichtet. Bis 1598 wurde sie genutzt, dann erfolgte der Abzug der Japaner.

Als Material wurden Steine der benachbarten koreanischen Burg abgetragen.
Waeseong in Jukseong-ri, Gijang
Drei schanzenartige Stufen mit vier Meter hohen Mauern waren der Kern. Von hier oben ließen sich die Bucht und nahe Küste mit den Wegen zwischen Ulsan und Busan kontrollieren.
Waeseong in Jukseong-ri, Gijang
Blick vom Fuß des Festungshügels:
Waeseong in Jukseong-ri, Gijang
Hier etwa lag auch das koreanische Verteidigungswerk, am markantesten ist jetzt ein 250-300 Jahre alter Baum:
Jukseong-ri, Gijang
Aus der Ferne:
Jukseong-ri, Gijang
Ein Geschichts-Blogger hat eine sehr nützliche Karte für die nächsten Touren angefertig:

panzercho.egloss.com
Waeseong in Jukseong-ri, Gijang 기장 죽성리 왜성