Posts Tagged ‘Imjin war’

Nr. 29 Sacheon – japanische Festungen in Korea Teil 3

November 19, 2015

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Am Ende des Imjin-Krieges kam es im September 1598 zu einer Belagerung der japanischen Festung durch die alliierten chinesisch-koreanischen Streitkräfte. Zunächst erschien die Aktion erfolgreich, doch dann explodierte das Haupt-Munitionsdepot der Ming-Armee. Die japanischen Soldaten führten einen Ausfallangriff durch und in der Panik kamen tausende Alliierte um. Die Körper wurden später zu einem riesigen Hügel aufgehäuft, den die Koreaner später versetzen ließen. Für sie war er zu Nahe der Festung gelegen, und die Seelen konnten keine Ruhe finden, so war die Ansicht. Das ist das Massengrab heute:
사천성 전투 The Battle of Sacheon//embedr.flickr.com/assets/client-code.js
Mit etwas Abstand betrachtet:
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Namhae Waeseong 南海倭城 남해왜성

November 23, 2014

Die zweitwestlichste japanische Festung. Errichtet am Ende des Imjinkriegs, 1597. Hierin wurden Überlebene der japanischen Flottenniederlange bei Namhae evakuiert.
Im Internet gibt es kaum Fotonachweise über diese Festung. Und wieder einmal bekommt man von den Einheimischen nur ein paar vage Hinweise: Das seien ein paar Steine. Das Ergebnis, noch vorhandene Seitenmauer der Zentralanlage:
Namhae Waeseong
Im obersten Abschnitt wieder die Basis des Generalsturms:
Namhae Waeseong
Stellenweise in gutem Zustand:
Namhae Waeseong
Auch das Hauptor zeichnet sich noch deutlich ab:
Namhae Waeseong
Einfassmauern:
Namhae Waeseong
Im nördlichen Teil sind die Mauern sogar noch höher erhalten:
Namhae Waeseong
Meine Skizze nach der Erstbegehung:
Namhae Waeseong 남해왜성, 南海倭城

마산왜성 Masan Waeseong

Mai 8, 2014

Westlich von Busan liegt die alte Hafenstadt Masan, heute offiziell Teil der zusammengelegten Stadt Changwon. In einem Park auf einem Hügel, der einst am Meer lag, befinden sich die Überreste einer weiteren japanischen Festung aus dem Imjinkrieg.
Gleich im Zentrum auf der Spitze die gut erhaltene Basis einer Bastion oder wahrscheinlich Teil des Generalturms.
마산왜성 Masan Waeseong
Statt des Turms nun eine Gedenkstätte des Widerstands:
마산왜성 Masan Waeseong
Die südliche Mauer der Festung:
마산왜성 Masan Waeseong
Eine mehrere Meter hohe Festungskante:
마산왜성 Masan Waeseong
Auf der Nordseite sind die Steine nicht mehr geordnet:
마산왜성 Masan Waeseong
Blick auf den Park:
마산왜성 Masan Waeseong
Und auf die Hafenbucht:
마산왜성 Masan Waeseong

Dongnae waeseong 동래 왜성

Juni 13, 2011
Dongnae waeseong 동래 읍성 - 왜성 by Jens-Olaf
Dongnae waeseong 동래 읍성 – 왜성, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Erst im Juni wird dieser Park in Busan im Stadtbezirk Dongnae geöffnet. An dieser Stelle wurde ebenfalls im Imjin-Krieg 1592- 1598 eine japanische Festung errichtet, noch kann man die Erdarbeiten, Schanzen erkennen. Allerdings liegt sie versteckt in einem parkartigen Wald.
Fortsetzung folgt.

Oben am Berg wurde die koreanische Stadtmauer in die japanische Festung integriert:
Dongnae waeseong 동래 읍성 - 왜성
Auf den Originalsteinen wurde die Mauer wieder aufgebaut:
Dongnae waeseong and city wall 동래 읍성 - 왜성
Die großen Steine fehlen an diesem Abschnitt:
Dongnae waeseong 동래 읍성 - 왜성
Die Karte zeigt in etwa den Umfang der Anlage:
Dongnae waeseong
Jetzt befinden sich darin ein ehemaliger koreanischer Militärposten und ein Pavillon.
Dongnae waeseong 동래 읍성 - 왜성

Gupo Waeseong 구포왜성

April 14, 2011

Wer mit dem Gimhae-Haeundae-Bus nach Busan kommt, überquert erst den Nakdonggang dann unterquert man diese Fußgängerbrücke. Ich weiß seit 2 Jahren, dass dort ebenfalls eine japanische Festung des Imjin-Kriegs liegt, 1592-1598. Heute habe ich mir einen Überblick verschafft.
구포왜성 Gupo Waeseong
Und es ist noch reichlich vorhanden, eine der unteren Bastionen im Wald:
구포왜성 Gupo Waeseong
Auf dieser Seite liegt auch die Brücke über den Fluß, Delta Richtung Gimhae.
구포왜성 Gupo Waeseong
Die Landseite auf der zweiten Ebene:
구포왜성 Gupo Waeseong
Alte Dachziegel überall:
구포왜성 Gupo Waeseong
Ein Loch, aber der große Stein sichert die Statik:
구포왜성 Gupo Waeseong
Die oberste Stufe:
구포왜성 Gupo Waeseong
Blick nach unten:
구포왜성 Gupo Waeseong
Westseite:
구포왜성 Gupo Waeseong
Zugang von der Flussseite:
구포왜성 Gupo Waeseong
panzercho mal wieder mit genauen Karten zum Mauerverlauf:
Gupo Waeseong.

Die Belagerung von Ulsan und das, was man noch sehen kann

April 9, 2011

Zwei Mal wurde sie belagert, die japanische Festung. 1597 gerade errichtet und noch nicht ganz fertig. Während der zweiten japanischen Invasion im Imjin-Krieg. Die alliierten Chinesen und Koreaner rücken vor: Über 10 000 Koreaner und über 40 000 chinesische Soldaten. Die Festung wird von etwa 10 000 Japanern gehalten. Es beginnt ein übles Abschlachten, auf beiden Seiten. Dann rücken die Alliierten fluchtartig ab. Monate später sind sie wieder da und das Ganze fängt von vorne an. Auch diesmal müssen die vereinten Koreaner und Chinesen abziehen. Ein Grund: die Verstärkungen der Japaner von See her und von den anderen Waeseongs um Busan und weiter westlich.

Wikipedia: The Siege of Ulsan
Nach diesem Bild dachte ich, die Festung wäre auf ebenem Gelände erichtet, aber sie ist einem Berg angepasst, der damals an der Mündung eines Flusses lag. Heute ist die Umgebung aufgefüllt. Das Flussufer zurückgedrängt.
"Ulsan Japanese Castle" 울산왜성 蔚山倭城
Die höchsten Mauerzüge:
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
Eine Gedenkstätte:
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
Ein Metallstück, Bronze, Überbleibsel?
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
Ansonsten ist das Gelände ein Park mit hohem Baumbestand:
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
Die oberste Festungsebene:
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
Und noch ein historisches Dokument:

Als Tafel:
Ulsan Japanese Castle 울산왜성 蔚山倭城
panzercho hat genaue Karten mit den noch vorhandenen Mauerzügen und dem ursprünglichen Uferverlauf, direkt an der Festung.

Angolpo waeseong – 안골왜성 (熊川安骨倭城)

März 15, 2011

Westlich von Busan wird am neuen Containerhafen der Stadt entlang der inselreichen Küste gebaut. Teilweise sind die Buchten bereits verfüllt. Eine Halbinsel mit dem Ort Angolpo hat aber einen Zugang zum Meer behalten. Hier stehen die drei japanischen Festungen Ungcheon, Jama und Angolpo aus dem Imjinkrieg 1592-1598 in gegenseitiger Sichtweite. Angolpo ist ein Fischerort geblieben, und oberhalb des Dorfes zieht sich auf einem niedrigen Bergrücken eine mehrteilige Festungsanlage hin.
안골왜성(熊川安骨倭城)
Blick von oben auf den Hafen.
Die westliche Mauer ist mit Bäumen bewachsen, aber gut sichtbar. Hier kommen kaum Besucher hin.
안골왜성(熊川安骨倭城)
Im Moment sind die vorhandenen Strukturen noch gut sichtbar, erst wenn es gegen Ende April richtig grün wird, verschwinden weite Teile unter einer Pflanzendecke, hier die ersten Frühjahrsgeophyten:
안골왜성(熊川安骨倭城)
Eine Art Vorburg:
DSC05048
Die Hauptburg, im Hintergrund die Kaianlagen, ehemals eine Meeresbucht:
안골왜성(熊川安骨倭城)
Und eine weitere Vorburg mit Blick in die andere Richtung:
안골왜성(熊川安骨倭城)
Hier eine Karte der strategischen Lage in Angolpo während des Krieges:
panzercho
Ein Dachziegel:
안골왜성(熊川安骨倭城)
Für die Geschichtstouristen aus Japan:
안골왜성(熊川安骨倭城)
Blick auf den Berg mit der Jama-Festung.
안골왜성(熊川安骨倭城)

Ungcheon – eine japanische Festung

März 16, 2010

Ungcheon
Kurz nach der ersten großen Invasion im Imjin-Krieg erbaute die japanische Armee zahlreiche befestigte Stützpunkte. Ungcheon – 웅천왜성 – unter dem Heerführer Gato Giyomasa westlich von Busan in Jinhae gehört dazu. Im ersten Jahr 1592 war sie zum großen Teil schon fertig. Unmengen an Stein wurden bewegt.
Als Ausflugsziel scheint die Burg eher unbekannt zu sein.
Ungcheon
Mehrere Zwinger und Zickzack-Wege führen in das Zentrum auf dem Berg einer Halbinsel.
Ungcheon II
Hier unten ist bereits ein aufgefüllter Bereich für den neuen Hafen von Busan zu sehen:
Ungcheon V
Manche Mauerzüge führen direkt nach unten:
Ungcheon XII
An diesem Ort soll der erste katholische Gottesdienst in Korea stattgefunden haben:
Ungcheon VIII
Eine Übersicht über die Mauerzüge auf dem Berg (Namsan):

Aufgang:
웅천왜성 Ungcheon

Streifzug durch Busan – Teil 1 waeseong

Oktober 31, 2009

140px-WakouLandingColor Wikipedia
Hier wollten wir eigentlich hin. Ein Teil der Busaner Festungsanlagen während des Imjinkrieges. Hier fanden die ersten Kampfhandlungen statt, nachdem 1592 das erste Kontingent der Japaner unter Konishi Yukinga gelandet war. Chong Pal war der koreanische Kommandeur der Busan Festung. Nur wenige Stunden konnten sie Widerstand leisten.
Busanjin Seong
Auf koreanischer Seite passierten unglaubliche Dinge: Obwohl mit überlegenen Kampfschiffen ausgerüstet, hätte die koreanische Flotte dem Treiben ein Ende setzen können, denn die Japaner kamen fast nur mit Truppentransportern. Stattdessen liess der Befehlshabene Pak Hong am zweiten Tag der Invasion die eigene Kyongsang-Flotte des linken Flügels mit 50 starken Panzerschiffen selbst versenken. Sein Kollege des rechten Flügels bekam kaum zwei Tage später Panik und versenkte nun ebenfalls seine Flotte. Insgesamt fehlten jetzt 200 Schiffe. Der rechte Kyonsangflügel unter Won Kyun besaß damit nur noch vier. Der Weg für die 100 000 140 000 Mann starken japanischen Truppen war frei. Sieben Jahre Krieg hatten begonnen.
Genau an dieser ersten Kampfstätte erbauten die Japaner eine eigene Festung, die (hatte bisher keine Ahnung davon) immer noch existiert. Es ist die dritte in der Busaner Umgebung, die wir gefunden haben.
Busanjin Japanese VIII
Das ist die oberste Stufe, und hier die gegenüberliegenden Seite:
Busanjin Japanese IX
Eine weitere Stufe im Wald:
Busanjin Japanese IV
Die typischen japanischen Kanten und Winkel der Anlagen aus dem Imjinkrieg:
Busanjin Japanese
Chong Pal wird in Busan an dieser Gedenkstätte verehrt:
Cheong Bal - Jeonggongdan
Gleich neben dem Haupteingang steht der Gedenkstein:
Cheong Bal

Noch eine Festung -Yangsan Waeseong 양산왜성

April 25, 2009

Jetzt will ich es wissen: Die Festungsanlagen in unserer Umgebung. Diesmal war eine Waeseong, eine japanische Burg, dran. Auf einem Berghügel, der den Nakdonggang kontrolliert, jedenfalls aus militärischer Sicht. Die Japaner haben sie im letzten Jahr des Imjinkrieges errichtet. 1598. Der Auftraggeber war Tate, dann kamen die Generäle Mori und Kobayakawa. Im letzten Jahr des Krieges haben sie sich im Südosten verschanzt. Es scheint, es war auf Dauer geplant. Und das Bauprinzip taucht hier wieder auf, die schräge Festungskante mit dem fast immer gleichen Winkel:
Waesong
Hier eine weitere Mauerseite:
Waesong II
Von der Höhe hat man diesen Ausblick:
Yangsan
Auch Laufgräben, wahrscheinlich seit dem Koreakrieg in Gebrauch, durchkreuzen die alten japanischen Mauern:
Waesong IV
Am Fuß des Berges eine Siedlung, ein Haus mit eigenwilliger Farbgebung:
Mulgeum