Posts Tagged ‘fortress’

견내량 왜성 Gyeonnaeryang Waeseong

Dezember 30, 2013
견내량 왜성 Gyeonnaeryang Waeseong by Jens-Olaf
견내량 왜성 Gyeonnaeryang Waeseong, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Diese japanische Festung von 1597 ist nur noch ein abgestufter Hügel mit versprengten Steinresten und vielen Scherben. Trotzdem haben wir etwas gefunden, was so nicht im Internet auftaucht. Jedenfalls habe ich das bisher nicht auf koreanischen Webseiten gesehen.

Wenn man unterhalb der Anlage am Ufer steht, liegen zunächst nur Felsen herum:
견내량 왜성
Ändert man die Perspektive, ergibt sich ein Muster:
견내량 왜성
Eine Linie, die Steine sind gesetzt. Die höheren Lagen sind wahrscheinlich Richtung Meer abgetragen.
Andere Perspektive:
견내량 왜성
Eine Ufermauer?
Diese Scherbe im Tidebereich:
견내량 왜성
Ein Bach der direkt daneben ins Meer mündet:
견내량 왜성
Nach dieser Besichtigung wieder eine rohe Skizze der Anlage:
견내량 왜성 Gyeonnaeryang Waeseong

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Bukbudong Sanseong – 북부동산성

November 24, 2012
Yangsan by Jens-Olaf
Yangsan, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

In der Nähe einer alten Hohenfestung aus der Gaya- und Shillazeit bei Yangsan. Das ist eine nördliche Nachbarstadt von Busan.

Die Mauern sind in Trümmern, aber sichtbar:
Bukbudong Sanseong
Die Anlage ist parkähnlich gestaltet:
Bukbudong Sanseong
Aus einer Mauer wurde ein Weg obendrauf:
Bukbudong Sanseong
Und in der Umgebung erinnert sowas an Deutschland in den 70ern. Und irgendwie unsinnig, das Meiste ist Bioabfall:
Yangsan
Die Aussicht:
Bukbudong Sanseong

Herbst in Seosaengpo 西生浦倭城, 서생포 왜성

Oktober 22, 2012
Herbst in Seosaengpo by Jens-Olaf
Herbst in Seosaengpo, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

In der Festung:
DSC02390
Toranlage:
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Ehemalige Hafenmauer:
DSC02394

Jangmunpo Waeseong 장문포왜성 長門逋倭城

Mai 1, 2012

Weitgehend zerstört, so was liest man auf den Info-Tafeln. Am Ende wieder die gleiche Geschichte: Die hölzernen Aufbauten sind weg, aber nicht die Mauerstrukturen. Fast die ganze Festung kann man abgehen, und man sieht die zwei bis drei Meter hohen Mauern der japanischen Festungsanlage von 1593.
Jangmunpo Japanese Castle 장문포왜성 長門逋倭城
Und im Wald versteckt sich mehr, Zwingertore:DSC00714Die Anlage hat zwei Teile, das heißt, wir müssen wieder kommen.

Sie überwacht eine Bucht auf der Insel Kojedo. Gegenüber liegt noch eine Anlage. Und tatsächlich wurde sie im Imjin-Krieg angegriffen. Angeblich haben über 7000 an der Konstruktion gearbeitet.

 

Das müsste das Fundament eines Generalsturms sein:
DSC00715
Wer schon länger mit liest, das ist das typische Erkennungszeichen der japanischen Festungen, der Winkel:
Jangmunpo Japanese Castle 장문포왜성 長門逋倭城

Angolpo waeseong – 안골왜성 (熊川安骨倭城)

März 15, 2011

Westlich von Busan wird am neuen Containerhafen der Stadt entlang der inselreichen Küste gebaut. Teilweise sind die Buchten bereits verfüllt. Eine Halbinsel mit dem Ort Angolpo hat aber einen Zugang zum Meer behalten. Hier stehen die drei japanischen Festungen Ungcheon, Jama und Angolpo aus dem Imjinkrieg 1592-1598 in gegenseitiger Sichtweite. Angolpo ist ein Fischerort geblieben, und oberhalb des Dorfes zieht sich auf einem niedrigen Bergrücken eine mehrteilige Festungsanlage hin.
안골왜성(熊川安骨倭城)
Blick von oben auf den Hafen.
Die westliche Mauer ist mit Bäumen bewachsen, aber gut sichtbar. Hier kommen kaum Besucher hin.
안골왜성(熊川安骨倭城)
Im Moment sind die vorhandenen Strukturen noch gut sichtbar, erst wenn es gegen Ende April richtig grün wird, verschwinden weite Teile unter einer Pflanzendecke, hier die ersten Frühjahrsgeophyten:
안골왜성(熊川安骨倭城)
Eine Art Vorburg:
DSC05048
Die Hauptburg, im Hintergrund die Kaianlagen, ehemals eine Meeresbucht:
안골왜성(熊川安骨倭城)
Und eine weitere Vorburg mit Blick in die andere Richtung:
안골왜성(熊川安骨倭城)
Hier eine Karte der strategischen Lage in Angolpo während des Krieges:
panzercho
Ein Dachziegel:
안골왜성(熊川安骨倭城)
Für die Geschichtstouristen aus Japan:
안골왜성(熊川安骨倭城)
Blick auf den Berg mit der Jama-Festung.
안골왜성(熊川安骨倭城)

Suyeong – glatt übersehen 좌수영성지 Teil2

März 6, 2011

좌수영성지 Jwasuyeong Fortress
Das ist das Modell der Festung nach 1652 im örtlichen Museum. Im Vordergrund das noch nicht versetzte Südtor.
Aber diese Mauer hier, über drei Meter hoch, steht noch an gleicher Stelle:
좌수영성지 Jwasuyeong Fortress
Neben dem Tor zur Hafenseite:
좌수영성지 Jwasuyeong Fortress
Ein Stück weiter entfernt wurden Häuser aufgesetzt, die Mauer ist in den Hinterhöfen nur schwer zu entdecken:
좌수영성지 Jwasuyeong Fortress
Oder hier:
DSC04864좌수영성지 Jwasuyeong Fortress
Halb Hügel runter und halb Mauer abwärts, nun eine Gasse:
좌수영성지 Jwasuyeong Fortress

panzercho hat mal wieder die passenden Karten.

Jama waeseong – die Unbekannte 자마왜성

Februar 5, 2011

Jama Waeseong - Ungcheon
Im Internet war nicht viel rauszufinden über diese japanische Festung in Jinhae. Nur ein Eintrag in einer koreanischen Karte markierte den genauen Ort. Er liegt in Jinhae. Genauer in Ungcheon, wo es drei Waeseongs der Japaner an der Küste gibt. Eins orientiert sich mehr am Hinterland. Gegen Norden folgt dann ein etwa 800 Meter Höhenzug. Auch mangels Fotos war nicht klar, wie viel noch sichtbar ist:
Jama waeseong
Oben rechts auf dem Kamm ziehen sich die Wehranlagen entlang.
Als erstes tauchen dann diese Mauern auf. Vor kurzem hat es hier gebrannt.
Jama waeseong
Original scheint das nicht zu sein, obwohl die Fundamente nicht provisorisch aussehen.
Ganz merkwürdig sind diese zwei Löcher:
Jama waeseong
Nach den bisherigen Beobachtungen müsste hier ein Tor gewesen sein:
Jama Waeseong
Völlig zugewachsen, aber die typische Festungskante ist ungefähr zu erkennen:
Jama waeseong
Das könnte ein uralter Weg nach Ungcheon im Tal sein:
DSC04279
Unten an der kleinen Brücke unser Auto:
DSC04263

Seosaengpo Waeseong- 西生浦倭城 Teil 3

Januar 25, 2011

Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Während der ersten japanischen Invasion Koreas, 1592, wurden eine Reihe von Festungen in und um Busan errichtet. Kurz vor Ulsan enstand der zunächst nördlichste und östlichste Posten. Bei Seosaengpo. Im Jahr 1593 waren die meisten Strukturen fertig. Japanische Touristen besuchen diesen Ort, da dieser Festungstyp in seiner ursprünglichen Art erhalten ist. Hier gibt es sogar eine Informationsstelle, die oft mit Personal besetzt ist. Eine Koreanerin hat sich hier einen Namen gemacht, obwohl sie nicht zum Wissenschafts-Establishment gehört. Große Leistung, Japanisch kann sie natürlich auch. Zumal diese Burganlage nicht zu den Touristen-Favoriten der Koreaner zählt.
Gleichzeitig habe ich ein kleines Buch entdeckt, das zu diesem Thema auf Englisch erschienen ist.

Was fehlt sind leider die archäologischen Erkenntnisse der koreanischen Seite.
Aber eine interessante Wiedergabe einer alten japanischen Darstellung ist darin enthalten:

Vom Berg ziehen sich die Mauern bis zum Hafen, wo einige Felsen an der Küste mit einbegriffen sind. Dieser natürliche Schutz ist heute noch zu erkennen:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Daneben aber auch die Befestigung:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Japanische Geschichtsinteressierte müssen allerdings auch mit diesem Anblick rechnen, Abfall und verwahrlostes Gelände:
Seosaengpo   서생포
Immerhin handelt es sich hier um die vielleicht besterhaltenste Anlage der Japaner in Korea.
Bisher ungeklärt sind die vielen Steinritzungen. Viel Bedeutung wird ihnen allerdings nicht zugemessen.
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Laut Aussage der Führerin war dies ein Haupttor in der Anfangsphase, das einen offensiven Ausbruch ins Landesinnere ermöglichte. Als die Japaner ab 1593 mehr defensiv operieren mussten, wurde das Tor verschlossen.
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Trockengräben in den Fels gehauen umgeben die Schanzenstufen:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Erinnert etwas an die Holter Burg bei Bissendorf ^^, die ebenfalls Trockengräben besitzt:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Kein Witz:
Holter Burg
Eine der längsten erhaltenen Mauerzüge der Japaner:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Winterreste:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성
Und hier nochmal die Lage von den höheren Bastionen mit Blick zur Küste:
Seosaengpo Waesong  서생포 왜성

Relikte des Imjin-Kriegs

Dezember 30, 2010

Richtung Norden, nach Ulsan, soll es die größten japanischen Festungen des Imjinkriegs geben. Bereits kurz nach der ersten Invasion der Japaner wurde die 서생포 왜성 Seosaengpo Waesong (Festung) errichtet. Zwei Jahre dauerten die Aufbauarbeiten 서생포 왜성

Und noch eine Aufnahme vor über 100 Jahren:

Quelle: panzercho

Das hier war der Abschluss zum Hafen hin. 200 Meter höher befinden sich auf einem Berg die zentralen Strukturen:
서생포 왜성
Ein günstiger Überblick auf die Meeresküste vor Ulsan.
Vom Berg runter verläuft eine lange Mauerverbindung bis zum Südtor:
서생포 왜성
Das Südtor liegt in ehemaliger Hafennähe, jetzt befindet es sich mitten in der älteren ländlichen Bebauung, sehr aussergewöhnlich für eine Waesong:
서생포 왜성
Eine Ecke mit vielen Hanoks:
Seosaengpo
Verfallene Viehställe auf der Festungsmauer:
서생포 왜성
Weiter oben wurde einiges für die Erhaltung getan. Hier eine Bastion:
서생포 왜성
Im Kernbereich der vielstufigen Anlage:
서생포 왜성
Seit jeher leben hier Fischer. Soweit ich das bei dem Kurzbesuch beurteilen kann, handelt es sich um eine Fußgängerbrücke im Ort:
서생포
Hier die Ausmaße der Festung auf dem Flyer, den man in der nahegelegenen Touristeninformation bekommt. Links oben die zentralen Bebauungen, nach rechts unten die weiteren Mauernzüge:

Bei den anderen Waesongs habe ich sowas noch nicht gesehen. Irgendwas ist in den Stein grafiert:
서생포 왜성
Mauern:
서생포 왜성

Ausfahrt Tongdosa Teil 2

Juli 30, 2010

Nur wenige Festungen der koreanischen Geschichte wurden auf flachem Terrain angelegt. In Eonyang ist so etwas noch zu sehen. Im 16. Jahrhundert ausgebaut, wurde sie im Imjinkrieg von den japanischen Truppen zerstört. Das heißt, die Innenbebauung fehlt. Dort sind jetzt Reis- und Gemüsefelder. Aber die Mauerzüge am heutigen Stadtrand sind gut zu erkennen:
Stadtmauer II
Auf der reduzierten Mauerkrone sind teilweise Gemüsegärten angelegt.
Typisch ist, dass Lücken mit kleinen Steinen gefüllt wurden:
Stadtmauer III
Allerdings hat sich die Restaurierung an einem Teilstück nicht daran gehalten, es gab Kritik deswegen:
Eonyang Festung IV
Auch das Prinzip der späteren Bebauung auf der Mauer ist vorhanden:
Auf der Mauer
In der Erklärung und Skizze wird deutlich, dass es keine Stadtummauerung war, sondern einen Verwaltungssitz schützte.
Eonyang Festung V