Posts Tagged ‘왜성’

Nummer 29 – Japanische Festungen in Korea Teil 2

November 17, 2015

Das ist die Gesamtansicht der japanischen Festung in Sacheon, die 1598 von den alliierten chinesischen und koreanischen Truppen belagert wurde:

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Im Hintergrund die Berge im Südosten von Sacheon:
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Mauer, die vom Hauptturm aus das obere Areal schützt:
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Das Fundament des Turms:
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Die Bucht, die kontrolliert wurde:
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Und es gab einen Angriff von See durch die Koreaner unter General Yi Sun-shin:
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Eine Übersicht über die japanischen Festungen in Korea (2013)

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견내량 왜성 Gyeonnaeryang Waeseong

Dezember 30, 2013
견내량 왜성 Gyeonnaeryang Waeseong by Jens-Olaf
견내량 왜성 Gyeonnaeryang Waeseong, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

Diese japanische Festung von 1597 ist nur noch ein abgestufter Hügel mit versprengten Steinresten und vielen Scherben. Trotzdem haben wir etwas gefunden, was so nicht im Internet auftaucht. Jedenfalls habe ich das bisher nicht auf koreanischen Webseiten gesehen.

Wenn man unterhalb der Anlage am Ufer steht, liegen zunächst nur Felsen herum:
견내량 왜성
Ändert man die Perspektive, ergibt sich ein Muster:
견내량 왜성
Eine Linie, die Steine sind gesetzt. Die höheren Lagen sind wahrscheinlich Richtung Meer abgetragen.
Andere Perspektive:
견내량 왜성
Eine Ufermauer?
Diese Scherbe im Tidebereich:
견내량 왜성
Ein Bach der direkt daneben ins Meer mündet:
견내량 왜성
Nach dieser Besichtigung wieder eine rohe Skizze der Anlage:
견내량 왜성 Gyeonnaeryang Waeseong

Jama waeseong – die Unbekannte 자마왜성

Februar 5, 2011

Jama Waeseong - Ungcheon
Im Internet war nicht viel rauszufinden über diese japanische Festung in Jinhae. Nur ein Eintrag in einer koreanischen Karte markierte den genauen Ort. Er liegt in Jinhae. Genauer in Ungcheon, wo es drei Waeseongs der Japaner an der Küste gibt. Eins orientiert sich mehr am Hinterland. Gegen Norden folgt dann ein etwa 800 Meter Höhenzug. Auch mangels Fotos war nicht klar, wie viel noch sichtbar ist:
Jama waeseong
Oben rechts auf dem Kamm ziehen sich die Wehranlagen entlang.
Als erstes tauchen dann diese Mauern auf. Vor kurzem hat es hier gebrannt.
Jama waeseong
Original scheint das nicht zu sein, obwohl die Fundamente nicht provisorisch aussehen.
Ganz merkwürdig sind diese zwei Löcher:
Jama waeseong
Nach den bisherigen Beobachtungen müsste hier ein Tor gewesen sein:
Jama Waeseong
Völlig zugewachsen, aber die typische Festungskante ist ungefähr zu erkennen:
Jama waeseong
Das könnte ein uralter Weg nach Ungcheon im Tal sein:
DSC04279
Unten an der kleinen Brücke unser Auto:
DSC04263

Die Überbleibsel des Imjin-Krieges

November 6, 2010

Waeseong in Jukseong-ri, Gijang
1592-1598

Kaum eine Episode hat so tiefe Spuren im koreanischen Geschichtsgedächtnis hinterlassen wie die japanische Invasion am Ende des 16. Jahrhunderts. Ich weiss nicht wie es dem Durchschnittskoreaner geht, aber ich vermisse konkrete Bilder wie wir sie vergleichsweise vom Dreißigjährigen Krieg besitzen: Wallenstein mit seinem spitzen Bart, die Hinrichtungsszenen, die Schanzen, alles.
Der koreanische General Yi Sun-sin wäre das Gegenstück zu Wallenstein oder dem schwedischen König Gustav Adolf, wenn es um strategischen Mut geht. Und tatsächlich gibt es hierzu ausreichend Filme und Bücher.
Allerdings waren das Miniarmeen, die die Europäer befehligten – im Vergleich zu dem, was die Japaner in Korea aufgefahren hatten. Es waren nicht maximal Zehntausende sondern Hunderttausende.
Trotz der Dimensionen ist es manchmal etwas mühselig, in Korea vor Ort auf die Suche nach Hinterlassenschaften des Imjin-Krieges zu gehen. Da wir an der Ostküste wohnen, liegen einige japanische Festungen aneinandergereiht. Heute war die Waeseong (japanische Burg) in Jukseong-ri, Gijang dran.
Der Befehlshabende dieses Abschnitts war Kuroda Nagamasa, der über eine 6000 Mann starke Truppe verfügte. 1593 wurde die Festung errichtet. Bis 1598 wurde sie genutzt, dann erfolgte der Abzug der Japaner.

Als Material wurden Steine der benachbarten koreanischen Burg abgetragen.
Waeseong in Jukseong-ri, Gijang
Drei schanzenartige Stufen mit vier Meter hohen Mauern waren der Kern. Von hier oben ließen sich die Bucht und nahe Küste mit den Wegen zwischen Ulsan und Busan kontrollieren.
Waeseong in Jukseong-ri, Gijang
Blick vom Fuß des Festungshügels:
Waeseong in Jukseong-ri, Gijang
Hier etwa lag auch das koreanische Verteidigungswerk, am markantesten ist jetzt ein 250-300 Jahre alter Baum:
Jukseong-ri, Gijang
Aus der Ferne:
Jukseong-ri, Gijang
Ein Geschichts-Blogger hat eine sehr nützliche Karte für die nächsten Touren angefertig:

panzercho.egloss.com
Waeseong in Jukseong-ri, Gijang 기장 죽성리 왜성

Ungcheon – eine japanische Festung

März 16, 2010

Ungcheon
Kurz nach der ersten großen Invasion im Imjin-Krieg erbaute die japanische Armee zahlreiche befestigte Stützpunkte. Ungcheon – 웅천왜성 – unter dem Heerführer Gato Giyomasa westlich von Busan in Jinhae gehört dazu. Im ersten Jahr 1592 war sie zum großen Teil schon fertig. Unmengen an Stein wurden bewegt.
Als Ausflugsziel scheint die Burg eher unbekannt zu sein.
Ungcheon
Mehrere Zwinger und Zickzack-Wege führen in das Zentrum auf dem Berg einer Halbinsel.
Ungcheon II
Hier unten ist bereits ein aufgefüllter Bereich für den neuen Hafen von Busan zu sehen:
Ungcheon V
Manche Mauerzüge führen direkt nach unten:
Ungcheon XII
An diesem Ort soll der erste katholische Gottesdienst in Korea stattgefunden haben:
Ungcheon VIII
Eine Übersicht über die Mauerzüge auf dem Berg (Namsan):

Aufgang:
웅천왜성 Ungcheon

Durch Busan – Teil 4

November 3, 2009

Es gibt also doch zwei japanische Festungen in Busanjin. Beide liegen recht nahe beieinander. Gestern Abend um 19 Uhr an der weiter östlich gelegenen Anlage:
Busanjin Seong
Sie liegt in zwei Stufen im Zentrum der ehemaligen koreanischen Ummauerung, die einen viel größeren Umfang hatte. Diese ist fast völlig verschwunden, aber zwei Stadttore wurden wieder aufgebaut. Nun nahe der japanischen Mauern:
Busanjin Seong III
Und das zweite Tor:
Busanjin Seong II
Die japanischen Mauern sind gut am Winkel zu erkennen (siehe oben). Hier ein Beispiel in Japan:
250px-Kumamoto_Castle_02n3200
Kumamoto-Castle Wikipedia

Hier eine Liste mit sogenannten Waesongs in Korea, japanische Befestigungen.

Noch eine Festung -Yangsan Waeseong 양산왜성

April 25, 2009

Jetzt will ich es wissen: Die Festungsanlagen in unserer Umgebung. Diesmal war eine Waeseong, eine japanische Burg, dran. Auf einem Berghügel, der den Nakdonggang kontrolliert, jedenfalls aus militärischer Sicht. Die Japaner haben sie im letzten Jahr des Imjinkrieges errichtet. 1598. Der Auftraggeber war Tate, dann kamen die Generäle Mori und Kobayakawa. Im letzten Jahr des Krieges haben sie sich im Südosten verschanzt. Es scheint, es war auf Dauer geplant. Und das Bauprinzip taucht hier wieder auf, die schräge Festungskante mit dem fast immer gleichen Winkel:
Waesong
Hier eine weitere Mauerseite:
Waesong II
Von der Höhe hat man diesen Ausblick:
Yangsan
Auch Laufgräben, wahrscheinlich seit dem Koreakrieg in Gebrauch, durchkreuzen die alten japanischen Mauern:
Waesong IV
Am Fuß des Berges eine Siedlung, ein Haus mit eigenwilliger Farbgebung:
Mulgeum