Architektur

Sie schützten, was durch Ansehen meist schon geschützt war; denn welcher Politiker wollte auf dem Grundstück einer Kathedrale ein Parkhaus bauen? Erst nachdem die Städte auf Kulturinseln geschrumpft sind und ringsum sich zunehmend die Monotonie des nur Zweckmäßigen ausbreitet, fragt man sich, ob diese Trennung zwischen dem Nützlichen und dem Angenehmen weiterhin zweckmäßig ist. Sind Städte des reinen Nutzens noch Wohnstätten? Psychisch meldet sich der Widerspruch, den die Zweckrationalität bereits erledigt hat. Und über Nacht hatte Hannover seine Straßenkunst, weil die Stadt täglich kunstloser wird. Mit Imagepflege und Pop-Art will man zurückgeben, was man dem Stadtimage fortgenommen hat. Erst,wenn nichts mehr übrig ist, weiß man, was man verloren hat. Die Öde macht bewußt, was plötzlich fehlt.

Aus: Keine Zukunft für unsere Vergangenheit?
Denkmalschutz und Stadtzerstörung, 1975
Heinrich Klotz, Roland Günter, Gottfried Kiesow

Oder man schafft sich die Vergangenheit neu. Das Kaya-Projekt:
Kaya Theme Park

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