Die Häuser – Fortsetzung

Neubau
Nach langer Unterbrechung wieder ein paar Worte zur Apartmentkultur, oder wieso Korea zu einem Land der Wohnhochhäuser geworden ist. Die JoongAng-Ilbo hat einen wichtigen Grund herausgearbeitet, der Artikel heißt:
Why dream of a high-rise apartment?
Um 1990 stellte eine Französin öffentlich das erste Mal diese Frage.

Die treibende Kraft ist die Spekulation. Man kauft ein Apartment, um später mit einem Gewinn zu rechnen. Selbst einige aus unserer Familie haben damit zeitweise Geld verdient. In Seoul müsste man eigentlich in den besten Lagen bis zu 20 Jahre arbeiten (der gesamte Verdienst natürlich), um sich sowas mit einem normalen Gehalt leisten zu können. Und die Banken geben dafür Kredite, aber kaum für den normalen Hausbau. Auf den Hausbesitzer wird herab geschaut, zumindest eine verbreitete Ansicht unter Schülern.
Auch ein positiver Aspekt des Lebens in Apartments wird genannt, den ich bisher nicht bedacht habe: Die Befreiung der Hausfrau von der Hausarbeit.
Im JoongAng-Artikel sind zwei aufschlussreiche Statistiken:
So wohnt man in Korea:

So möchte man in Korea wohnen:

Das begründet natürlich noch nicht die Eintönigkeit der Bauausführung. Das hat eigene Gründe, und hier besteht Hoffnung, aber leider noch nicht jetzt.
Oben eines der neuen Vorzeigeobjekte Busans.

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