Plan B: Osnabrück

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Sayan zählt die Tage, bis sie nach Deutschland abreisen kann, in den Sommerferien. Und sie bleibt noch länger. Sie besucht bis in den Herbst ein Gymnasium in Osnabrück. Diese Korea-Auszeit ist fällig.
Insgesamt kommt sie mit der Schule gut zurecht, aber es gibt einige Aspekte, die sie nerven: Undisziplinierte Schüler, die ständige Aufmerksamkeit ( als „Ausländer“), die sie erfährt, sobald jemand sie wenig oder gar nicht kennt. Und diese Situationen gibt es dauernd.
Und auch einige Dinge besonders aus dem vergangenen Schuljahr. Zum Beispiel erzählte sie erst spät, dass die Klasse oft für einzelnes Fehlverhalten gemeinschaftlich bestraft wurde. Sie mussten ihre Stühle hochhalten. Auch wenn der neue Lehrer hier besser ist, das alles summiert sich.
Es spricht auch ein praktischer Grund dafür: Sie sollte den Anschluss an das Unterrichtsdeutsch nicht verpassen. Das kann man in Korea nicht ausgleichen, auch wenn wir zuhause zweisprachig sind.
Wie gesagt, im Sommer reist sie alleine los, verbringt dann mit einem Teil unserer Familie die Ferien in Schweden und bleibt danach erstmal in Osnabrück.
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Aufnahmen von heute:
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Am Berg:
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3 Antworten to “Plan B: Osnabrück”

  1. silke Says:

    Nicht nur Sayan zählt die Tage, ich kenne da noch jemanden,was glaubst du, was Amanjit macht. Die hat schon ganze Pläne aufgestellt, von Zimmer umstellen ,Ferienunternehmungen, schulische Organisation, Hausaufgabenhilfe, Schulhefte bücher für Sayan u.s.w.
    Sayan wird bestens von Amanjit betreut werden. Wir sind auch gespannt, wie sich die beiden eine Zeit lang den Alltag teilen werden. Es ist echt auftregend.

  2. Lohar und Barbara Says:

    Reisende zwischen den Welten …

    ich freu mich für Sayan, dass Sie für einige Zeit zurückkommen kann und will … und ich wünsche Ihr die Kraft, die man für so ein anstrengendes Leben in zwei Welten braucht.
    Aber sie bekommt ja einen adäquaten „Schwesterersatz“ – da wird ihr vieles leichter fallen.
    Johanna lebt ja jetzt auch in einer neuen „Familienwelt“ – auch wenn der Unterschied etwas kleiner ist…
    Aber besonders wünsche ich Surini Kraft und Durchhaltevermögen – die muss schließlich bleiben und auf ihre große Schwester verzichten – das wird ihr nicht leicht fallen …
    Alles Gute für Euch!!!

    Grüße aus der Eifel an Alle
    (auch an die „schwedischen Osnabrücker“ – man sollte sich nochmal sehen – kommt doch mal in die Eifel, ich erinnere mich gerne an die schönen Abende in Eurer Wohnung…!!)
    Lothar

  3. Jens-Olaf Says:

    Kann ich nur zustimmen, die Nordeifel rockt! 🙂

    Nicht ganz einfach, beide Seiten zu verbinden, aber bis zum Sommer lernen die Kinder wieder Klavier. Bei einer Koreanerin, die in Deutschland Musik studiert hat. Sayan war sofort begeistert von der Idee, auch weil die Lehrerin Deutsch spricht.

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