Stadtmauer Gimhae

In Osnabrück habe ich nach Resten der Stadtmauer gesucht, die weniger bekannt sind. Viele fragen nach den Verteidigungsanlagen, die noch vorhanden sind. Es gibt mehr als man denkt, besonders unter der Oberfläche. Dasselbe gilt für Gimhae. Keiner gibt Hinweise darauf, aber seit ich die historischen Fotos gesehen habe war klar, dass hier noch eine Chance besteht, was zu finden:
Stadtmauer November III
Hier ein ähnliches Beispiel, wo ich nicht sicher bin in Osnabrück. Ist das der Verlauf der Altstadtmauer, 읍성?
Rolandsmauer Poggenburg

Update Rolandsmauer:
Peter wies in einem Kommentar auf die vielen Gartenmauern Osnabrücks hin, auch die Rolandsmauer könnte eine solche sein. Nur in bestimmten Abschnitten sieht sie heute merkwürdig aus, über drei Meter hoch (bisschen viel für Gartenmauern. Deshalb meine Vermutung, dass vielleicht Originalteile als Grenzbefestigung weiter benutzt wurden.
Hier der Plan von Reinhold 1767, der noch den Verlauf der Rolandsmauer zeigt:

Der Verlauf ist genau der gleiche, den ältere Karten als Mauerverlauf wiedergeben, siehe die Zahl 64 oben.

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5 Antworten to “Stadtmauer Gimhae”

  1. Lothar und Barbara Says:

    Hallo Ihr,

    da bin ich mir nicht sicher, ob das ein Stadtmauerrest ist…
    „Stadtmauern“ im eigendlichen Sinne mussten schon etwas aushalten können und waren bis zur Erfindung oder besser dem Gebrauch von Schießpulver ab einer Dicke von etwa 2m und einer Höhe von ca. 4-6m fast uneinnehmbar – da scheint mir das Mäuerchen in Osnabrück wenig als Verteidigungsanlage geeignet, eher dazu, Böse Buben vom Klau von Gemüse oder Gartengeräten abzuhalten – hinter einer Steinmauer lässt sich nämlich ein scharfer Hund sehr wirsam verstecken…
    Zumal die Reichen und besser Begüterten oft in der Nähe der Kirchen wohnten und ihre Pfründe gegen den einfachen Plebs durchaus absichern mussten.
    Aber die Mauer in Gimhae sieht wirklich nach mehr aus.
    Liegt die denn in etwa auf der Linie des geschätzten Verlaufes?

    Gruß aus der Eifel

  2. surin2sayan Says:

    Richtig, die Mauer in Osnabrück ist eine Gartenmauer. Ich hätte besser schreiben sollen, sie folgt der Rolandsmauer, die steht 20m weiter zum Teil noch original von um 1200 und ist sehr schmal. Die meisten Osnabrücker kennen den Abschnitt nicht. Ich nehme an, diese Mauer hier wurde auf den Fundamenten errichtet. Das größte Rätsel ist der ausgesparte Bereich an der Hausecke. Der muss eine Bedeutung haben, nur welche?

    In Gimhae folgt der Mauerabschnitt in etwa der Linien in dieser Skizze
    hier

  3. Lothar und Barbara Says:

    Hallo Jens,

    die Aussparung kann einen ganz praktischen Grund haben, der heute aufgrund der veränderten Bebauung nicht mehr erkennbar ist…
    Es sieht so aus, als ob die Mauerecke gebrochen werden musste, weil man mit einem Fuhrwerk oder einem Karren sonst nicht um die Ecke gekommen wäre – das habe ich in anderen alten Orten auch schon gesehen, die sehr eng und verwinkelt waren… – vielleicht ist das die Lösung.
    Wenn ausreichend Platz an den Hausecken war, hat man oft einen Steinpoller vor die Hausecke gesetzt, damit die Räder nicht an die Hausecke stoßen und hässlicher Löcher hinterlassen.

    Gruß
    Lothar

  4. peter Says:

    Hallo,

    Eure Kommentare sind schon 3Jahre alt, trotzdem möchte ich noch etwas dazu sagen, für den fall das es noch gelesen wird.

    Diese besagte Mauer ist wohl ein Rest der ersten „Gartenmauern“ die von den Laischaften außerhalb der eigentlichen Stadtmauer angelegt worden sind.

    Ich bin als Kind nach dem Krieg von der Natruper Straße bis zur Weißenburger Straße und teilweise wieder hoch richtung „Schöllersche Villa“, darauf herumgelaufen. Ein Teil führt hinter dem Akzisehaus und Museum (Rolandsmauer) in Richtung Martinistrraße. Am Gertrudenberg finden sich ebensolche Reste. Oftmals führte gleich neben der Mauer ein Heckengang entlang, teilweise erstreckten sich aber zu unserer Freude die Hausgärten bis an die Mauer. Das Obst wuchs uns sozusagen auf unserem Schleichpfad engegen.

    Gruß Peter

    • surin2sayan Says:

      Oh, danke für den Hinweis und Kommentar. Hier kommt doch noch ab und zu jemand vorbei. Ja die Gartenmauern, mit Sicherheit die Funktion der letzten Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte. Bei der Rolandsmauer liegt die Sache etwas komplizierter. Ich werde das mal hier mit einer eingescannten Karte zeigen. Bitte Geduld.
      2009 habe ich mir die mittlere Situation noch mal angesehen, das ist noch nicht mal der höchste Abschnitt: Arme Rolandsmauer

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