Im Laufe des Koreakriegs wuchsen die Flüchtlingssiedlungen an den Berghängen Busans entlang. Der Wohnraum war knapp und blieb es bis auf lange Zeit. In den 70ern gab es immer noch eine große Unterversorgung an Wohnungen. Ein Grund für die generalstabsmäßige Planung von Apartmentsiedlungen, genau zu dem Zeitpunkt als diese Art zu wohnen den Höhepunkt in Europa überschritten hatte. Diese Siedlungen, auch mit Zuwanderern der folgenden Jahrzehnte, gibt es noch heute – und die sozialen Bindungen müssen stark sein, wahrscheinlich leben viele Nachkommen bereits woanders.

In der Mitte die Aussentoilette:

Hier hat jemand seine Wasserrechnung nicht bezahlt, es wurde abgestellt. Warum auch immer.

Selbstständig sein, ein Geschäft führen, Korea hat den höchsten Anteil dieser Bevölkerungsgruppe in OECD-Ländern, die Zeichen sieht man überall, auch hier:

Der Wäscheständer im Garten neben dem Grabhügel:

Infrastruktur:

Haustiere:

Lufthoheit in der Siedlung, die Elstern:

Noch mehr Aussentoiletten:

Es gibt auch noch Kinder:

Es könnte so …

Die Hauptstraße:

Gegenüber:

Schlagwörter: Busan, Korea, Nachkriegszeit
Januar 14, 2010 um 8:23 vormittags |
[...] liefert weitere Bilder aus Gimhae in Südkorea, wohin sie und ihre Familie 2007 von Osnabrück aus [...]
Januar 14, 2010 um 11:30 vormittags |
Grabhügel? Ein zeitgenössischer???
Januar 14, 2010 um 12:29 nachmittags |
Diese Größe ist typisch für Gräber für die letzte verstorbene bis etwa Urgroßelterngeneration. Ich nehme an, der Grabhügel ist nicht älter als 100 Jahre. Ob allerdings Grab und Haus der gleichen Familie gehören, kann ich nicht beurteilen. Ist ein Grabhügel in so einem gepflegten Zustand, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er noch für Gedenkzeremonien genutzt wird.
Januar 14, 2010 um 7:26 nachmittags |
Und wie schaut es mit neuzeitlichen Bestattungsplätzen aus?
Januar 15, 2010 um 11:40 vormittags |
Gute Frage. Es gibt neuere Friedhöfe, alo wortwörtlich eingefriedet, und kommen unseren Vorstellungen sehr nahe. Allerdings sind auch die “wilden” Bestattungen noch aktuell. Zumindest wenn es um Grabpflege geht. An Siedlungsrändern häufen sie sich, sind aber oft gut getarnt durch die Umgebung. Manchmal sind auch größere Steinskulpturen dabei zu sehen. Ich werde das mal genauer dokumentieren.