Noch mehr Nachbarschaften

Im Laufe des Koreakriegs wuchsen die Flüchtlingssiedlungen an den Berghängen Busans entlang. Der Wohnraum war knapp und blieb es bis auf lange Zeit. In den 70ern gab es immer noch eine große Unterversorgung an Wohnungen. Ein Grund für die generalstabsmäßige Planung von Apartmentsiedlungen, genau zu dem Zeitpunkt als diese Art zu wohnen den Höhepunkt in Europa überschritten hatte. Diese Siedlungen, auch mit Zuwanderern der folgenden Jahrzehnte, gibt es noch heute – und die sozialen Bindungen müssen stark sein, wahrscheinlich leben viele Nachkommen bereits woanders.
Hangsiedlung II
In der Mitte die Aussentoilette:
Hangsiedlung V
Hier hat jemand seine Wasserrechnung nicht bezahlt, es wurde abgestellt. Warum auch immer.
Hangsiedlung IX
Selbstständig sein, ein Geschäft führen, Korea hat den höchsten Anteil dieser Bevölkerungsgruppe in OECD-Ländern, die Zeichen sieht man überall, auch hier:
Hangsiedlung VI
Der Wäscheständer im Garten neben dem Grabhügel:
Hangsiedlung VII
Infrastruktur:
Hangsiedlung VIII
Haustiere:
Hangsiedlung X
Lufthoheit in der Siedlung, die Elstern:
Hangsiedlung XI
Noch mehr Aussentoiletten:
Hangsiedlung XII
Es gibt auch noch Kinder:
Hangsiedlung XIII
Es könnte so …
Hangsiedlung XVI
Die Hauptstraße:
Hangsiedlung XV
Gegenüber:
street art V

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5 Antworten zu „Noch mehr Nachbarschaften“

  1. ibblog – Kulturelles aus Ibbenbüren » Blog Archive » Blogblick vom 14.01.2010 sagt:

    [...] liefert weitere Bilder aus Gimhae in Südkorea, wohin sie und ihre Familie 2007 von Osnabrück aus [...]

  2. Carsten sagt:

    Grabhügel? Ein zeitgenössischer???

  3. surin2sayan sagt:

    Diese Größe ist typisch für Gräber für die letzte verstorbene bis etwa Urgroßelterngeneration. Ich nehme an, der Grabhügel ist nicht älter als 100 Jahre. Ob allerdings Grab und Haus der gleichen Familie gehören, kann ich nicht beurteilen. Ist ein Grabhügel in so einem gepflegten Zustand, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er noch für Gedenkzeremonien genutzt wird.

  4. Carsten sagt:

    Und wie schaut es mit neuzeitlichen Bestattungsplätzen aus?

  5. surin2sayan sagt:

    Gute Frage. Es gibt neuere Friedhöfe, alo wortwörtlich eingefriedet, und kommen unseren Vorstellungen sehr nahe. Allerdings sind auch die “wilden” Bestattungen noch aktuell. Zumindest wenn es um Grabpflege geht. An Siedlungsrändern häufen sie sich, sind aber oft gut getarnt durch die Umgebung. Manchmal sind auch größere Steinskulpturen dabei zu sehen. Ich werde das mal genauer dokumentieren.

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