Heute ist Nationalfeiertag, in Deutschland. Chuseok in Korea. Eigentlich sollte jetzt die Chuseok-Fortsetzung folgen. Aber das kommt morgen. Nach Abschluss der Zeremonie sind wir zur nächsten Halbinsel gefahren. Mein Schwager sprach etwas von einer japanischen Festung oder Mauern. Und nach einer kurvenreichen Strecke trafen wir auf diese Überbleibsel japanischer Geschichte in Korea. Soweit ich das verstanden habe, existiert dieser Posten seit 1905, also dem Japanisch-Russischen Krieg. Die japanische Flotte lag damals in den Buchten bei Busan. Das hier muss ein Kommandoposten gewesen sein. Ein japanischer Gedenkstein (aus den 30ern?) existiert noch. Die russische Flotte war auf dem Weg nach Wladiwostok. Von der koreanischen Seite aus startete die Seeschlacht von Tsushima. Das ist übrigens ein Link zur deutschsprachigen Wikipedia. Der russischsprachige Eintrag gibt viel mehr her, dort ist eine Karte, die zeigt, dass die japanische Flotte in Masan lag und hier vorbeigefahren sein muss.
Eines der Hauptschiffe der japanischen Flotte, die Mikasa, die jetzt noch als Museum dient:


Hier die Inschrift:

Andere Perspektive:

Hier posiere ich auch mal, vor den Unterständen:

Bunkerunterwelten:

Interessant, dass es weit und breit keine Hinweisschilder gibt, auch für die noch vorhandenen japanischen Häuser der umliegenden Siedlung nicht, es gibt allerdings einige koreanische Blogeinträge hierzu:

Selbst die Infrastruktur ist noch vorhanden, die Brunnen:

Und weitere Gebäude:

Recherche folgt noch.
Update:
www.Suedkorea.at hat die Insel im Oktober noch weiter erkundschaftet. Mit Bus, Schiff, zu Fuß und per Anhalter.
Oktober 20, 2009 um 11:18 vormittags |
Danke für den Artikel, war uns eine Anregung nach mehreren Jahren wieder auf die Insel zu fahren – dieses Mal per Bus …