Die Selbstständigen

By surin2sayan

Wen trifft die Krise? Die Korea Times hat Zahlen, auch der Korea Herald. Es sind die Ein-Mann/Frau Kleinstbetriebe und Gewerbetreibenden. Also alle, die zum alltäglichen Straßenleben in Korea gehören. Das sind nicht nur die Restaurantbetreiber, die zu vielen Friseure und die über 100 000 Taxifahrer.
10 000 Selbstständige schließen ihre Läden: Pro Tag in Korea!
Ein Drittel der 5,6 Millionen Selbstständigen macht zur Zeit Minus. Aber die Abnahme der Geschäfte fällt nicht auf. Es herrscht auch sonst ein großer Wechsel an Neueröffnungen und Schließungen. Die Zeitung warnt vor einer kritischen Grenze des Abstiegs. Wann wird das sein? Oder kriegen sie wieder die Kurve wie nach der Asienkrise 1998?
In Erinnerung an diese Zeit habe ich noch einen Schraubenzieher, Made in China, mit mehreren Köpfen. Verkauft vor 10 Jahren für etwa einen Euro in einer U-Bahn in Pusan, wahrscheinlich von einem entlassenen Angestellten.
schraubenzieher
Auch sie haben die Krise vor 10 Jahren überstanden. Ein Schwager und Schwägerin mit ihrem Rohfisch-Restaurant:
Fischrestaurant

Update 15. Februar:
Im Rückblick der Presseberichte der letzten Woche lassen sich noch zwei weitere Gruppen am Arbeitsmarkt hervorheben. Die sogenannten Babyboomer (etwa 700 000), um 45-50 Jahre alt, werden frühzeitig entlassen oder früh pensioniert. Zum Teil mit hohen Abfindungen (Startkapital für die nächsten Gründungen von Kleinstbetrieben?).
Berufsanfänger und Hochschulabsolventen brauchen länger, um in den Arbeitsmarkt zu gelangen. Das heißt, sie wohnen länger in der Familie. Bis 30 keine Seltenheit eher die Mehrheit.

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3 Antworten zu „Die Selbstständigen“

  1. jaycup sagt:

    die zahl ist natürlich sehr krass. 10.000 pro tag ist eine menge. hast du denn auch eine vergleichszahl wieviele neueröffnungen demgegenüber stehen? neue geschäfte sind natürlich auch am anfang in der regel verlustbringer, nur wenige machen von anfang an profite. wird spannend wie sich das weiter entwickelt, aber rosig schaut es nicht aus…

  2. surin2sayan sagt:

    O.K., das ist eine Herausforderung. Ich versuche mal die Situation in Gimhae zu beobachten. Etwa 250 000 Einwohner im zentralen Stadtbereich. Und da sehe ich mir mal die Neueröffnungen an. Wenn es hoch kommt, im Vergleich zu den Schließungen. Plus den mobilen Diensten.
    Offizielle Statistiken sind mir da zu wenig.

  3. surin2sayan sagt:

    Nur soweit. In unserer weitgestreuten Familie gab es bisher einen Zwangsumzug, wegen fallender Immobilienpreise.

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