Noch mehr Nordkorea

By surin2sayan

Da waren sie wieder,Bilder von 1989, als Deutsche aus der DDR die Botschaften der Bundesrepublik stürmten. In Prag, in Warschau. Nordkoreaner haben das später auch versucht. Ich habe gestern den Film „Crossing“ gesehen.
Crossing
Es geht um eine wahre Hintergrundgeschichte. Ein Nordkoreaner verlässt illegal sein Land, um dringend benötigte Medizin für seine Frau zu besorgen. Während des Films verliert er nicht nur die Mutter seines Sohns, sondern auch den Jungen, der nachfolgend auf der Flucht in der Mongolei verdurstet. Dessen Freundin übersteht die Internierung in einem Arbeitslager nicht. Im Film gibt es Szenen in der deutschen Botschaft in Peking.

Ein Neffe, mit dem ich den Film zusammen gesehen habe, meinte, die Darstellung sei übertrieben. Gestern habe ich dann noch das Internet abgesucht. Szenen aus Reportagen scheinen neben Zeugenaussagen zum Teil Grundlage des aktuellen Films zu sein.
Wer es wissen möchte: Hier die Fluchtgeschichte einer nordkoreanischen Familie über China, Laos und Thailand.
Escape from North Korea
Szenen vor/in einer Botschaft in Peking, als eine Mutter von ihrem Kind getrennt wird (die theatralische Musik im Video ist unnötig):
Seoul Train
Und die Straßenkinder, die im Film eine Rolle spielen:
North Korean Daily Life

Übrigens ist Nordkorea kein neues Thema für mich. 1994 habe ich über mehrere Monate für die damals zweitgrößte estnische Tageszeitung eine Artikelserie verfasst. Im Rückblick war 1994 das brenzligste Krisenjahr im Süd-Nord-Konflikt.

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