Deutsches Dorf Teil II

By surin2sayan

Das Gras. Wir haben es hier schon behandelt. Es wächst anders in Korea. Ziemlich zurückhaltend. Im Winter lange braun, im Sommer schafft es nicht die Dichte mitteleuropäischer Gräser. Auch wenn es regnet, mengenmäßig sogar mehr.
Ein Grund für die Unterschiede könnten die verschiedenen Florengeschichten sein, in der Ausbreitung durch die kulturellen Eingriffe des Menschen beeinflusst.
Nun, wer im deutschen Dorf einen Rasen hat, kann nicht auf das koreanische Gras rechnen. Herbstliches Gras im Frühjahr? Was tun? Eine deutsche zentrale Beratungsstelle für das Themenfeld anrufen, fragen welches Gras an der Küste dem höheren Salzgehalt standhält. Der Ratschlag: Nimm die Deichgrasmischung! Und tatsächlich, in Korea geht die Rechnung auf. Die deutsche Grasmischung setzt früher Grün an und ist trittbeständig. An der Nordsee weiden ja Schafe drauf. Im April ist der Vorsprung im Vergleich zum koreanischen Gras nicht mehr einholbar. Hier das Photo, die Lücken entstanden durch einen Regenschauer, der den Samen wegspülte.
Deutsches Dorf V
So ist das. Lothar ich weiß, die Florenverfälschung.
In der Architektur kann es zu hybriden Formen führen. Siehe Dach und Grundriss. Dieses Haus war schon Kulisse für ein TV-Drama (Soap).

Und das Baumaterial:

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2 Antworten zu “Deutsches Dorf Teil II”

  1. Lothar und Barbara sagt:

    Hallo Jens,

    ich hab’s mir doch gedacht – da hat schon einer die Marktlücke erobert…
    Das große Geld ist also nich mehr drin – schade für Euch – und mich ;-) ).
    Und ich glaube, die Florenverfälschung fängt erst an, wenn die deutschen ‘Kleinbürger’-Koreaner Ihre Gräser mal bis zur Reife wachsen lassen und sie sich nicht nur vegetativ vermehren – aber der erste Schritt in diese Richtung ist schon gemacht.
    Mich würde interessieren, ob sich die “Deutschen Gräser” in Zukunft von der deutschen Siedlung aus wild ins Land ausbreiten.
    Ach, da fällt mir ein, schau doch auch mal, ob Du in der Nähe der Häuser ein paar deutsche “Lieblingsblumen” findest (z.B. Tagetes, Vergissmeinnicht usw.), die mittlerweiler ‘ausgebrochen’ sind und es sich auf Koreanischem Grund und Boden gemütlich machen –
    warum sollen wir hier in Europa die einzigen sein, wo sich eingeschleppte Pflanzen verbreiten…

    Beste Grüße aus der Eifel an alle
    Lothar

  2. surin2sayan sagt:

    HoHo, wenn sich “Deutsche Gräser” wild in Korea verbreiten.
    Allerdings wird dort ungewollte Schadensbegrenzung betrieben. Das Gras wurde bereits zweimal in diesem Frühjahr abgesäbelt. Stichwort: Rasenmäher. Aber was passiert, wenn der Heimaturlaub ansteht. ^^

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