Wer die Begriffe Korea und deutsches Dorf googelt, findet Namhae. Eine Insel vor der Südküste. Und tatsächlich, eine handvoll Deutsche hat sich dort ein Haus gebaut oder bauen lassen.
Für Medien ein gefundenes Fressen. Die Ironie überlasse ich ihnen: Weltspiegel, DIE ZEIT und anderen. Sayan hat sich heute gefreut, dass wir dorthin gefahren sind. Auch wir haben in Osnabrück die letzten Jahre in einem weißen Haus mit rotem Dach gewohnt. Und das ist ein Markenzeichen des deutschen „Dorfes“.

Am Sonntag machen auch andere koreanische Familien einen Ausflug in die exotische Siedlung. Die Gärten bieten eine hervorragende Kulisse für Photos:

Der Jägerzaun ist allgemein unbekannt in Korea:

Manches Baumaterial stammt aus Deutschland oder auch diese Details:

Aber wichtiger ist bewährte Handwerkskunst. Ein gelernter Metzger beliefert die deutsche Diaspora in Südkorea, mitunter benutzt er diesen 100 Jahre alten Fleischwolf (oder Apparat zur Wurstherstellung):

Nicht einfach, das Fleisch ist anders, die Zutaten werden importiert. Bei einigen Dingen muss Neues erfunden werden.
Das Ergebnis wird im weiten Umkreis geliefert:
Nachtrag: Ein paar Fotos

Auf dem Betonfundament wird mit Stein gebaut. Das sieht man nicht alle Tage in Korea.

Andere Perspektive

Importiert

Bei Familie Theis wird mit originalem Mehl gebacken

Zu Weihnachten wird der Baum beleuchtet sein.
Schlagworte: "Deutsches Dorf", Korea, Namhae
April 27, 2008 um 3:38 |
Wenn ich im Sommer mal im Sueden bin, dann waer das mal ein Abstecher wert. Weisst du wieviel Deutsche in diesem Dorf leben?
gruss
April 27, 2008 um 4:00 |
Alte Zeitungsberichte geben nicht mehr als fünf an. Aber das ist nur relativ. Es gibt gemischte Ehepaare; einen Koreaner, dessen Kinder in Deutschland ihm das Haus ermöglicht haben. Schwierig zu beurteilen. Mal sehen, was noch hinzukommt, viele Grundstücke sind noch frei.
August 15, 2009 um 2:40 |
[...] manche Dinge kann man einfach nur den Kopf schütteln. Category: korea, [...]