Jetzt weiß ich, warum so viele deutsche Ingenieure in Changwon wohnen ^^. Diese Stadt ist von Anfang bis Ende durchgeplant. Sie liegt hinter den Bergen oben auf dem Titelbild meines Blogs. Die Werbeschilder sind genormt, es gibt Landschaftsarchitekten-Grün, einen Riesen-Kreisel im Zentrum, sogar Bushaltestellen mit separaten Haltebuchten.

Auch Gimhae ist neu in der Gesamtfläche, die Busaner lachen immer, wenn ich sage, hier könne man Fahrrad fahren. Zwar nicht immer so organisiert wie hier mit Fußgänger-Haltestreifen, Fahrrad-Abgrenzung, Schilder und Richtungspfeilen.

Aber so sieht die Zukunft aus. Die Planungen in Busan gehen in diese Richtung. Was bedeutet, dass vieles in Schichten Entstandene der 60er bis 90er verschwinden wird.
Zurück zu Changwon. Selbst der wichtige erste Geburtstag der Kinder wird professionell abgewickelt. Im Zentrum ein Bufet, das über vier Geburtstagsgesellschaften in eigenen Räumen versorgt. Dort wird gegesssen und ein kleines Programm für die erweiterte Familie angeboten. Samt Videoproduktion mit Bildern des Stammhalters seit seiner Jugend, Heirat und: Das ist neu, mit freizügigem Foto des Schwangerschaftsbauchs seiner Frau. Nicht verhüllt wohlgemerkt. Vor 10 Jahren noch undenkbar.
Hier der stolze Vater mitten im Trubel, ein Schwiegersohn einer Schwester von SJ. Das heißt, SJ ist Tante der Mutter des Kindes:

Die meisten konnten mehr als drei Gänge schaffen, innerhalb der zur Verfügung stehenden zwei Stunden. Hier eine Auswahl vom Bufet mit rohem, mariniertem Rindfleisch:

Schlagworte: Changwon, Geburtstag, Korea, Stadtplanung
März 14, 2008 um 10:04 |
Die genormten Werbeschilder sehen irgendwie komisch aus, total ungewohnt und wenig koreanisch wenn man sich an die von Werbung zugewucherten Fassaden Koreas gewohnt ist. Der Kreisel waere ja schon fast ein Grund nach Changwon zu fahren um sich diese Sehenswuerdigkeit anzuschauen.
Letzes Jahr hatte ich die Gelegenheit eine Geburtstagsparty zu besuchen, der Sohn eines Service engineers hatte sein erstes Jahr zu feiern. Allerdings fand ich das alles ein bisschen zu sehr aufs Essen bezogen und hatte auch das Gefuehl viele seien hauptsaechlich deshalb da. Denselben Eindruck hatten auch andere Bloger, allerdings finde ich die Tradition mit dem Gegenstand aussuchen der dann ein Symbol fuer die Zukunft ist sehr schoen.
März 15, 2008 um 12:08 |
Changwon, muss ich mir noch mal richtig vornehmen. Noch ist mir nicht klar, ob sie eine städtische Mitte haben. Was hier oft „Plaza“ genannt wird oder etwas ähnliches. Der Kreisel scheint ziemlich im Zentrum zu liegen, aber der ist nur für den Verkehr. Runderherum einzelne größere Bauten mit ein wenig Architektur.