Freitag

By surin2sayan

Gestern lag dieses Foto auf meinem Tisch im Lehrerzimmer der Schule, das Kollegium, aufgenommen am Dienstag. Gruppenbilder sind weiterhin beliebt und werden häufiger erstellt als bei uns heutzutage. Das hier ist zum Auftakt des neuen Schuljahres. Auffällig wenige Lehrerinnen, aber der Anteil schwankt je nach Lehranstalt. Ich sitze auf der linken Seite, nachdem mich andere Lehrer dort höflich drängend hin platziert hatten.
Kollegium
Der Schulplatz wird in den Pausen von den Schülern ausgiebig benutzt. Trotz Uniform und Anzug haben sie keine Hemmungen dabei eine Menge Staub aufzuwirbeln, die Flächen sind ohne feste Auflage, nur Sand.

Themenwechsel: Seit Monaten beobachte ich das Fortschreiten der Rekonstruktionsarbeiten an den Festungsanlagen in Gimhae. Und tatsächlich, die Stadt möchte/wird alle vier Stadttore wieder aufbauen auch den Mauerring. Und das in der Altstadt mit den vielen Grundstücken. Die Dimension ist etwa so, als ob Osnabrück den Mauerring entlang der Wälle der Altstadt und Neumarkt wieder aufziehen wolle. Auch in Gimhae gibt es an vielen Stellen Tiefgaragen, kreuzende Straßen. Sicher ist, sie werden als nächstes Projekt bei Sayans und Surins Grundschule mit dem Osttor weitermachen.

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2 Antworten zu “Freitag”

  1. Carsten sagt:

    Hallo Jens-Olaf,
    klasse – ohne Kravatte hätte ich Dich lange suchen müssen :-) …Aber mal zurück zu den Toren. Warum werden diese Tore samt Mauer rekonstruiert? Hat Gimhae touristisches Potential? Oder will Eines aufbauen?
    Gruß Carsten

  2. surin2sayan sagt:

    Das ist wirklich eine interessante Frage. Nicht jede Stadt in Korea hat so ehrgeizige Pläne. Der Hauptgrund ist vielleicht, dass sie ein historisches Zentrum rekonstruieren möchten. Nur hat das Prestige mit der herkömmlichen Geschichtsschreibung zu kämpfen. Es gibt Königreiche in Korea, die kennt jeder. (Wie bei uns Bayern oder die Preussen, aber wer kennt das Königreich Hannover?). Nur Gaya/Kaya, das etwa 400 bis 500 Jahre Bestand hatte, so etwa den Rang von Thüringen zu Zeiten Karls des Großen. Ein Königreich, das erobert wurde. Vor langer Zeit. Gimhae zählt zu den Zentren Kayas. Die Gräber der Stammhalter liegen mitten drin, sind denkmalgeschützt. Die Stadtverwaltung ist dabei, die Relikte groß herauszustellen. Ein zentrales Museum, Gräberhügel in der Stadt, das gehört jetzt schon dazu. Möglicherweise schaffen sie es tatsächlich, Kaya als Markenzeichen einzusetzen.

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